Vor dem Spiel gegen Leipzig

Mit einem Sieg kann Borussia Leipzig überflügeln

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Wird in den nächsten Wochen im Tor der Borussia stehen: Tiago Pereira Cardoso (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Ohne Tim Kleindienst und Philipp Sander wird Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr) gegen RB Leipzig auflaufen. Im Tor wird Tiago Pereira Cardoso stehen - und das noch weitere Wochen.

Die Länderspielpause ist vorbei und es gibt gute Nachrichten für die Gladbacher Borussen: Alle Spieler, die mit ihren Länderteams unterwegs waren, sind gesund zurückgekehrt. Andere Bundesligisten hatten nicht so viel Glück und auch Rocco Reitz, der nach seiner Verletzungspause ohne längeren Einsatz direkt zur U21 berufen wurde und gespielt hat, ist wohlbehalten wieder in Mönchengladbach angekommen. 

Dass der 22-Jährige am Samstag gegen Leipzig gebraucht wird, steht spätestens seit der Aussage von Trainer Gerardo Seoane bei der Pressekonferenz am Donnerstag fest. Da verkündete der Schweizer, dass Philipp Sander aufgrund eines Infekts in den vergangenen zwei Wochen nicht trainieren konnte und die Werte es weiterhin nicht zulassen, dass der 27-Jährige ins Training einsteigen könnte. Damit wird Reitz als zweiter Sechser neben Weigl gesetzt sein. 

Pereira Cardoso noch mehrere Wochen die Nummer 1

Zwischen den Pfosten wird am Samstag wie erwartet Tiago Pereira Cardoso stehen. Der Youngster war bei der Nationalmannschaft Luxemburgs und kam dort eine Halbzeit im Freundschaftsspiel gegen die Schweiz zum Einsatz - und blieb, wie schon bei seinen beiden Bundesligaeinsätzen, ohne Gegentor. Nun wartet auf den 18-Jährigen seine Heimpremiere im Borussia-Park. Seoane betonte, dass man volles Vertrauen in Pereira Cardoso habe und ihm keinerlei Druck machen würde. Es sei für den jungen Torwart eine Chance, die er als etwas Positives sehen sollte. 

Gleichzeitig forderte der Coach die gesamte Mannschaft auf, ihren Keeper auf dem Platz bestmöglich zu unterstützen. Auch deshalb, weil Pereira Cardoso auch in den nächsten Wochen das Tor hüten wird. Jonas Omlin wird wegen seiner in Bremen erlittenen Leistenverletzung noch einige Zeit fehlen. Frühestens in zwei Wochen könne der Schweizer wieder langsam ins Training integriert werden, mutmaßte Seoane. Bis der 31-Jährige dann aber wirklich spielfit ist, wird es nicht nur angesichts seiner Vorgeschichte dauern. Seoane sprach von mehreren Wochen, bis sein Landsmann eine echte Alternative sein kann. 

Die größte Herausforderung: Kleindienst fehlt gesperrt

Die größte personelle Herausforderung gegen das Leipziger Marketingkonstrukt ist die Position, die am weitesten vom Torwart entfernt ist. Mit dem nach seiner Gelb-Roten Karte von Bremen gesperrten Tim Kleindienst fehlt Borussia nicht nur der Toptorjäger, sondern auch noch der erste Verteidiger, wie Seoane herausstellte. Die komplette Statik des Gladbacher Spiels könnte sich durch das Fehlen von Kleindienst verändern. 

Wie der Ausfall kompensiert werden soll, ließ Seoane am Donnerstag erwartungsgemäß offen. Eine offensichtliche Alternative wäre, Kleindienst durch Čvančara positionsgetreu zu ersetzen. Die Möglichkeit bestätigte Seoane und sprach Čvančara für diesen Fall auch das Vertrauen aus. Aber der Coach verwies auch auf die Variante, mit einer hängenden Spitze zu spielen und das System anzupassen. So könnte Plea als ‘falsche Neun’ agieren und um ihn herum eine variable Offensivreihe aufgeboten werden. 

Honorat vor seinem ersten Plichtspiel in diesem Jahr

Zu dieser dürfte dann auch Franck Honorat gehören, der vor seinem ersten Pflichtspieleinsatz in diesem Jahr steht. Der Franzose hat nach Aussage von Seoane in den vergangenen zwei Wochen problemlos trainiert und ist körperlich wieder bei einhundert Prozent. Zwar könne man den 28-Jährigen nicht für volle 90 Minuten einplanen, aber seine Qualitäten werden gegen Leipzig gefragt sein. Auch wenn Nathan Ngoumou in der Zeit als Honorat-Vertreter nicht enttäuscht, sondern sogar einen ansprechenden Schritt gemacht hat. 

Es gibt also einige Varianten für die Borussen im Duell mit RB. Die Fohlen könnten RB mit einem Heimsieg in der Tabelle auch ohne Brausedrink überflügeln, und das macht deutlich, dass am Samstag im Borussia-Park ein offenes Duell auf Augenhöhe zu erwarten ist. Angesichts des teuren Kaders und der individuellen Qualität ist Leipzig zwar auf dem Papier der Favorit, aber für die Borussen ist gegen Marco Roses wankelmütiges Team alles drin. 


von Marc Basten

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