Vor dem Spiel gegen Heidenheim

Eine Pflichtaufgabe mit Stolperpotenzial

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Entschlossenheit ist gefragt beim Heimspiel gegen Heidenheim (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Für Borussia Mönchengladbach steht nach der Länderspielpause am Samstag (15.30 Uhr) beim Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht Heidenheim ein Pflichtsieg auf dem Programm, um sich im Abstiegskampf weiter Luft zu verschaffen. Eine klare Aufgabe – die jedoch kein Selbstläufer wird. Auch die Verantwortlichen mahnen zur Wachsamkeit.

Sportchef Rouven Schröder und Trainer Eugen Polanski werden im Vorfeld der Partie nicht müde zu erwähnen, wie gut und gefährlich die Mannschaft von Frank Schmidt ist. Beide versuchen dem Eindruck vorzubeugen, irgendjemand in Mönchengladbach würde das Tabellenschlusslicht unterschätzen. Dabei verbietet sich das aufgrund des Saisonverlaufs der Borussia ohnehin – schließlich steckt die Elf von Polanski nach wie vor ganz tief im Abstiegskampf. Doch bekanntlich ist im Fußball vieles Kopfsache, und auch die Borussen haben ihre eigenen Qualitäten in dieser Spielzeit schon mehrfach falsch eingeschätzt.

Seit Donnerstag hat Eugen Polanski seine Mannschaft wieder komplett beieinander. Die Nationalspieler sind wohlbehalten und gesund in Gladbach angekommen, und es gab eine Ansprache des Trainers, die nach dessen eigener Aussage »gesessen« hat. Am Freitag steht noch ein gemeinsames Abschlusstraining auf dem Programm – dann muss die Mannschaft auch mental vollständig auf die Aufgabe Heidenheim fokussiert sein.

Keine neuen Personalsorgen

Die Ausgangslage ist klar: Nach den überlebenswichtigen Pflichtsiegen gegen Union und St. Pauli muss auch das dritte Heimspiel in Folge gewonnen werden, um sich nicht noch tiefer im Abstiegskampf zu verheddern. Allein der Blick auf das Programm der kommenden Wochen zeigt, dass man gegen den Tabellenletzten auf gar keinen Fall etwas liegenlassen darf. Umso wichtiger wird es sein, dass Polanskis Ansprache die Köpfe der Spieler tatsächlich so erreicht, dass sie die Partie als das nächste Endspiel in einer langen Reihe begreifen.

Personell kann der Trainer dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen – wenn man die üblichen Rekonvaleszenten ausklammert. Sowohl der in der Woche wegen Magenproblemen kürzer getretene Rocco Reitz als auch der frühzeitig von der Nationalelf zurückgekehrte Jens Castrop sollen einsatzbereit sein. Eine Veränderung im Kader wird nur auf der Position des zweiten Torwarts notwendig: Olschowsky ist wieder im Training und nimmt auf der Bank Platz, während Pereira Cardoso wegen eines Infekts nicht zur Verfügung steht.

Die richtige Mischung finden

Auch in der Startelf und bei der Grundausrichtung sind keine größeren Veränderungen zu erwarten. Die defensive Stabilität aus den letzten beiden Heimspielen dürfte auch gegen Heidenheim die Basis sein. In der Offensive hat Polanski einige Variationsmöglichkeiten – hier wird es darauf ankommen, die richtige Mischung zu finden. Einerseits muss von Beginn an genug Gefahr erzeugt werden, um Heidenheims Abwehr zu beschäftigen und unter Druck zu setzen, andererseits braucht es sinnvolle Optionen, von der Bank nachzulegen.

Das Spiel gegen Heidenheim birgt einiges an Stolperpotenzial, bietet aber auch die Gelegenheit, einen weiteren wichtigen Schritt zu machen. Eugen Polanski sagt, dass es »ein extrem schwieriges Spiel« wird – aber er sagt auch: »Wir sind bereit«. Diese Ansage muss die Mannschaft am Ostersamstag mit Leben füllen.


von Redaktion TORfabrik.de

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