Nico Elvedi ist weg – Ko Itakura ist wieder da. Damit ist Rouven Schröder mit Borussia Mönchengladbach ein smarter Move gelungen, einen fast geräuschlosen Personalwechsel zu vollziehen. Borussias Sportchef äußerte sich entsprechend zufrieden: »Es gab ja bereits im Winter die Überlegung, Ko Itakura zurück zu Borussia zu holen. Was damals wie ein kühner Plan klang, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit ihm einen Spieler verpflichten konnten, der in Sachen Qualität und Erfahrung exakt dem Profil entspricht, welches wir nach dem Abgang von Nico Elvedi gesucht haben. Dass er noch dazu ein alter Bekannter ist, der kaum Anlaufzeit benötigen wird und unbedingt zu uns zurückwollte, rundet das Ganze perfekt ab.«
Ein Schnäppchen für Borussia
Dazu kommt der finanzielle Aspekt: Borussia verkaufte Itakura vor einem Jahr für etwas mehr als 10 Millionen Euro nach Amsterdam und holt ihn jetzt für 4 Millionen Euro (inklusive Boni) wieder zurück. Rechnet man die Ablöse hinzu, die von Leeds für Nico Elvedi fließen wird, so ist das seit längerer Zeit mal wieder ein richtig guter Deal für Borussia. Itakura soll dem Vernehmen nach Gehaltseinbußen in Kauf nehmen, sodass das neue Gehaltsgefüge in Gladbach nicht unterlaufen wird, und zudem zeigt das, dass der 29-Jährige unbedingt nach Gladbach zurückkehren wollte.
»Fühlt sich wieder wie zu Hause an«
»Ich bin sehr glücklich, wieder bei Borussia zu sein. Ich habe den Verein sehr vermisst und habe mich, als das Angebot kam, direkt für die Rückkehr entschieden. Für mich fühlt es sich wieder wie zu Hause an. Ich freue mich sehr darauf, nun wieder das Borussia-Trikot zu tragen und vor unseren Fans im Stadion zu spielen«, wird er in der Vereinsmitteilung zitiert. Bislang hat der japanische Nationalspieler 80 Pflichtspiele (7 Tore) für Borussia absolviert, jetzt sollen noch eine ganze Menge hinzukommen.
Die Verletzungshistorie als Fragezeichen
Qualitativ dürfte ein gesunder Itakura den zuletzt formstarken Elvedi weitestgehend ersetzen können. Das einzige Fragezeichen gilt hinsichtlich der körperlichen Verfassung und der Verletzungshistorie von Itakura. In der Rückrunde bei Ajax fehlte er wochenlang aufgrund einer Rückenverletzung, und auch zuletzt hieß es, er habe Verletzungsprobleme. Doch den Medizincheck in Mönchengladbach hat Itakura bestanden, und so bleibt zu hoffen, dass er fit ist und bleibt. Itakuras Vorgänger Elvedi hat die Messlatte in Bezug auf Verletzungsanfälligkeit jedenfalls außergewöhnlich hoch gelegt.
von Redaktion TORfabrik.de

