Es war ein Schreckmoment für Borussia Mönchengladbach, als Wael Mohya nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff verletzt ausgewechselt werden musste. Der 17-Jährige war erst mit Beginn des zweiten Durchgangs in die Partie gekommen und humpelte kurz darauf mit bandagiertem Oberschenkel in die Kabine.
Man musste zunächst befürchten, dass es nach Konoplia und Castrop den dritten Borussen in der Vorbereitung schwerer erwischt hat. Zumal der Verletzung von Mohya kein offensichtlicher Zweikampf vorausgegangen war. Daher lag der Verdacht einer strukturellen Muskelverletzung nahe. Trainer Eugen Polanski gab allerdings schon nach der Partie eine erste Entwarnung und sprach davon, dass der Youngster »nur« einen Schlag abbekommen habe.
Schmerzhaft, aber keine strukturelle Verletzung
Dies wurde am Donnerstag am Rande des Trainings im Borussia-Park bestätigt. Ein längerer Ausfall droht dem Nachwuchsspieler nicht. Allerdings ist das Ganze recht schmerzhaft, weshalb noch unklar bleibt, ob er beim finalen Härtetest am Samstag gegen Aston Villa (15.30 Uhr im Borussia-Park / live im TV bei Sport1) mitwirken kann. Entscheidend ist jedoch, dass Borussia nicht den nächsten langfristigen Ausfall zu beklagen hat.
In der zweiten Halbzeit stand auch Joe Scally auf dem Platz – und überstand die Partie unbeschadet. Mit einem feinen Pass auf Machino verbuchte der US-Amerikaner vor dem Neuhaus-Treffer zum 4:0 einen »Vor-Assist«. Scally, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft, gilt weiterhin als Verkaufskandidat. Mit Konoplia und insbesondere der kurzfristigen Nachverpflichtung von Hashioka hat Sportchef Rouven Schröder für den Fall eines Abgangs bereits vorgebaut.
Premier-League-Klubs klopfen an
Bislang gab es allerdings keine konkreten Anfragen für den 23-Jährigen. Auch aktuell soll noch kein spruchreifes Angebot vorliegen, aber der Name Scally taucht nun zunehmend in der Gerüchteküche auf. So sollen Bournemouth und Fulham den Rechtsverteidiger ins Visier genommen haben. Wie die »Bild« erfahren haben will, ruft Borussia eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro auf. Was am Ende dabei herumkommt, bleibt abzuwarten – doch es kommt allmählich Schwung in die Transferakte.
von Redaktion TORfabrik.de

