Vor dem Spiel in Leipzig

»Wir wollen auch den Gegner vor Aufgaben stellen«

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Fokussiert auf Leipzig - Borussias Trainer Gerardo Seoane (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen reist Borussia Mönchengladbach nicht gerade entspannt zum Auswärtsspiel nach Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr).

Die Auswärtsreisen von Borussia Mönchengladbach zum Marketing-Konstrukt aus Leipzig waren in der Vergangenheit alles andere als Spaßveranstaltungen. Es spricht nicht allzu viel dafür, dass sich das an diesem Samstag ändert, obwohl RB in den vergangenen Wochen nicht mit der Stabilität aufgetreten ist, die der teure Kader eigentlich hergibt. 

Die Borussen tragen selbst genug Ballast mit sich herum und die Tendenz mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen hat zumindest schon den ‘stillen Alarm’ ausgelöst. Für Panikattacken ist es freilich noch zu früh und so weiß auch Gerardo Seoane, dass seinen teilweise sehr labilen Spielern künstlich aufgebauschte Angstszenarien nicht weiterhelfen. 

»Es heißt volle Energie, volle Konzentration und volle Motivation für unsere Aufgaben«

»Wir sind uns der Lage, der Situation absolut bewusst«, sagte der Schweizer am Donnerstag auf der Pressekonferenz. »Aber wir wussten im Sommer, was auf uns zukommt und von diesem Weg weichen wir nicht ab. Wir rechnen nicht, sondern setzen den Fokus auf das nächste Spiel. Es heißt volle Energie, volle Konzentration und volle Motivation für unsere Aufgaben«. 

Immerhin wissen die Borussen, was am Samstag auf sie zukommt. Es ist das dritte Auswärtsspiel in Folge gegen ein Top-4-Team und wie in Leverkusen und München wollen die Borussen sich nicht überrollen lassen, sondern »im Spiel bleiben und selbst Nadelstiche setzen«, wie Seoane sagte. In Leverkusen hielt die Defensive, aber es fehlte die Entlastung. In München setzte man den Nadelstich, aber nach hinten raus kosteten individuelle Fehler einen Punkt. 

»Wir werden versuchen, uns aus dem Druck und der Umklammerung des Gegners zu lösen«

Im dritten Versuch soll jetzt die Mischung passen. »Wir werden versuchen, uns aus dem Druck und der Umklammerung des Gegners zu lösen, um selbst über das Positionsspiel und den Ballbesitz gewisse Kontrolle zu bekommen. Wir wollen auch den Gegner vor Aufgaben stellen«, sagte Seoane. 

Wobei sich der Trainer bewusst ist, dass seine Spieler dazu eine größere Handlungsschnelligkeit, eine technisch sauberere Ballbehandlung und eine bessere Passschärfe benötigen, als zuletzt gegen Darmstadt. »Das gilt es zu verbessern«, bestätigte Seoane, der vor der Abfahrt nach Leipzig eine gewisse Entspannung der Personalsituation vermelden konnte. 

Plea, Hack und Jordan sind bereit

Sowohl Jordan als auch Robin Hack, die beide gegen Darmstadt verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, sollten bereit für einen Kaderplatz sein. Beide erlitten zum Glück keine strukturellen Verletzungen, sondern ‘nur’ Prellungen. Dass aber auch solche Blessuren länger nachwirken, zeigt sich bei Alassane Plea. Der Franzose laboriert immer noch an den Folgen seines vor einem Monat im Spiel gegen Stuttgart erhaltenen Schlag auf den Fuß und ist bislang nicht schmerzfrei. 

»Vom Physischen her ist er aber definitiv weiter als letzte Woche«, äußerte sich Seoane optimistisch zum Zustand von Plea. »Er steht also wieder für einen längeren Einsatz zur Verfügung«. Somit ergeben sich diverse Möglichkeiten, in welcher Besetzung die Borussen am Samstag auflaufen werden. Und vielleicht gelingt in Leipzig ja wirklich so etwas wie ein Befreiungsschlag.

 


von Marc Basten
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