Vor dem Spiel gegen Freiburg

Mit Omlin und ohne Koné gegen Freiburg

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Wird gegen Freiburg im Tor stehen: Jonas Omlin (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den SC Freiburg. Jonas Omlin wird dabei sein Comeback geben und die Borussia als Kapitän aufs Feld führen. Dagegen wird Manu Koné wie befürchtet länger ausfallen.

Die Länderspielpause neigt sich dem Ende zu und Borussias Trainer Gerardo Seoane hatte am Donnerstag erstmals wieder seinen Kader beisammen. Trainiert wurde dosiert, weil die Spieler in den vergangenen Tagen unterschiedlich belastet waren und auch das Abschlusstraining am Freitag wird eine eher taktische Vorbereitung werden.

Die Bestandsaufnahme des Trainers hinsichtlich des Zustands seiner Spieler war recht positiv - mit einer bitteren Ausnahme. Bei Manu Koné hat sich der Verdacht auf eine schwerere Muskelverletzung bestätigt. Der Franzose hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und fällt »mehrere Wochen« aus. Angesichts von acht verbleibenden Partien in den nächsten anderthalb Monaten könnte es durchaus sein, dass die Saison für Koné bereits gelaufen ist. 

Konés neuerliche Verletzung kann Borussia richtig wehtun

Das ist bitter, denn die Verletzungsanfälligkeit des Franzosen wird die potenziellen Interessenten vielleicht nicht direkt abschrecken, aber dennoch ein gewichtiger Faktor sein. Bislang konnte Koné in Gladbach nie eine komplette Sommervorbereitung mitmachen und in der laufenden Spielzeit war er kaum einmal über mehrere Wochen wirklich fit. In dieser Umbruchsaison war Koné weit von seinem Leistungsniveau entfernt und entsprechend ist sein Marktwert deutlich gesunken. Das kann den Borussen noch richtig wehtun, weil für einen weiteren Kaderumbau Transfereinnahmen unerlässlich sind. 

Für das Spiel gegen Freiburg wird der Ausfall von Koné zu kompensieren sein, denn dem Trainerteam stehen ansonsten alle Spieler zur Verfügung. Auch wenn Nathan Ngoumou, Alassane Plea und Tomáš Čvančara nicht für 90 Minuten infrage kommen, könnte es doch für den einen oder anderen zu einem Platz im Aufgebot reichen. Endgültig entscheiden wird sich das nach dem Abschlusstraining. 

Seoane legt sich auf Omlin fest

Dagegen hat sich Gerardo Seoane in der Torwartfrage bereits festgelegt. Jonas Omlin wird am Samstag sein Comeback geben und erstmals seit dem 2. Spieltag (0:3 gegen Leverkusen) wieder im Tor stehen. Die operierte Schulter bereitet keine Probleme mehr, sowohl im Training als auch im Testspiel gegen Eupen konnte der 30-Jährige ohne Einschränkungen seinem Job nachgehen. Auch den kuriosen Ausflug zur Schweizer Nationalmannschaft, wo er kurzfristig für den verletzten Yann Sommer nachnominiert wurde und ohne Einsatz blieb, hat Omlin schadlos überstanden. 

Damit muss Moritz Nicolas seinen Platz räumen. Wie der 26-Jährige die Entscheidung des Trainers aufgenommen hat, wollte Seoane nicht öffentlich besprechen. Stattdessen lobte er das »gute Torhüter-Team« und hob hervor, dass Nicolas seine Sache sehr gut gemacht habe. Doch die Erfahrung von Omlin sowie seine Rolle als Führungspersönlichkeit geben den Ausschlag, den Wechsel zu vollziehen und damit Klarheit zu schaffen. Was das für die Zukunft von Nicolas bedeutet, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2029 verlängert hat, bleibt abzuwarten. 

Obere Tabellenhälfte oder wieder unten hereinrutschen?

Nachdem das Pokal-Aus in Saarbrücken bei vielen Anhängern den emotionalen Stecker gezogen hat, hält sich im Umfeld die Vorfreude auf das Spiel gegen Freiburg in Grenzen. Dabei könnte die Partie in gewisser Weise doch wichtig sein, wenn es um die Abwicklung der restlichen Saison geht. Ein Sieg gegen die Streich-Elf würde bedeuten, dass man auf zwei Punkte an die Breisgauer aufschließen und in die obere Tabellenhälfte schielen könnte. 

Bei einer Niederlage müsste der Blick wieder nach unten gerichtet werden. Aktuell sind es zwar neun Punkte auf die Mainzer, die auf dem Relegationsplatz stehen. Aber die Erfahrung zeigt, dass in der Endphase einer Saison noch einiges passieren kann und angesichts der Gladbacher Unbeständigkeit wäre es töricht, sich auf dem vermeintlich sicheren Punktepolster auszuruhen.

 


von Marc Basten
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