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Der 22. Spieltag

Es wird weiter durchgemischt

von Marc Basten

Sonntag, 11. Februar 2018 - 20:29 Uhr

Auch am 22. Spieltag wurde auf den Tabellenplätzen zwei bis sechs kräftig durchgemischt. Stillstand herrscht dagegen auf den Abstiegsplätzen.

Thomas Müller düpiert Schalkes Keeper Fährmann (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)
Thomas Müller düpiert Schalkes Keeper Fährmann (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

An diesem Bundesligawochenende dürfen sich viele Tippspielteilnehmer gefreut haben, die vornehmlich konservativ an ihre Prognosen herangehen. So richtig faustdicke Überraschungen gab es in der ansonsten so unberechenbaren Liga nicht, sieht man von der Heimniederlage von Bayer Leverkusen gegen Hertha BSC an.

Leverkusen zollte dabei offenbar Tribut für die kräftezehrende Aufholjagd im Pokal unter Woche, als ein 0:2 Rückstand gegen Werder Bremen in der Verlängerung in ein 4:2 gebogen wurde. Gegen Hertha geriet das Team von Heiko Herrlich ebenfalls mit 0:2 ins Hintertreffen, doch diesmal fehlten die Körner für die Aufholjagd. Die eiskalt effektiven Berliner brachten das Ergebnis über die Zeit, Bayer rutschte in der Tabelle auf Rang 5 ab.

Vor Leverkusen schob sich Eintracht Frankfurt. Die Hessen verdauten die Niederlage in der Vorwoche erstaunlich gut und legten nach dem gewonnenen Pokalspiel gegen Mainz auch in der Liga gegen Köln nach. Der FC schnupperte zwar kurz an etwas Zählbarem, ging aber dann durch drei Gegentore innerhalb von acht Minuten unter. 4:2 hieß es am Ende für Frankfurt - Köln hängt weiter sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück.

Auf dem steht Mainz 05, das in Hoffenheim ebenfalls mit 2:4 unterlag. Bei den Rheinhessen kommt langsam aber sicher leichte Panik auf, wobei die sportliche Leitung Trainer Sandro Schwarz eine Job-Garantie aussprach. Wie viel die wert ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Mainz ist jedenfalls höchst gefährdet, während sich Hoffenheim wieder in Richtung der internationalen Ränge schleicht.

Schleichen ist auch ein gutes Stichwort, wenn es um Borussia Dortmund geht. Auch unter Trainer Stöger ist die Mannschaft meilenweit von der Verfassung der ersten Saisonspiele entfernt. Aber der BVB punktet zumindest. Gegen den HSV gab es daheim ein unter dem Strich eher schmeichelhaftes 2:0. Der Tabellensiebzehnte war über weite Strecken im Westfalenstadion gleichwertig oder sogar besser. Erst in der Nachspielzeit setzte Dortmund mit der weltmeisterlichen Kombi Schürrle auf Götze den Schlusspunkt. Mit 37 Punkten rückte der BVB, bei dem Marco Reus sein erstes Saisonspiel machte, auf Rang 3 vor.

Einen Platz besser steht RB Leipzig da, das am Freitagabend den Spieltag mit einem relativ unspektakulären 2:0 gegen den FC Augsburg eröffnete. Die Sachsen konnten den Auswärtssieg in Gladbach vergolden, während Augsburg den Sprung auf Platz 6 verpasste.

Auf eben diesen letzten garantierten europäischen Startplatz rutschte am Samstagabend Schalke 04 ab. Die Königsblauen mussten sich - wenig überraschend - dem FC Bayern in der Allianz-Arena geschlagen geben. Unerwartet allerdings der Mut, mit dem die ansonsten in dieser Saison so pragmatisch auftretenden Schalker zu Werke gingen. Sie forderten die Bayern tatsächlich und es war phasenweise ein wirklich interessantes Topspiel.

Eher schmale Hausmannskost war das Aufeinandertreffen zwischen Hannover 96 und dem SC Freiburg. Immerhin gab es in Hannover einen neuen Rasen zu bestaunen, auch wenn der eher wie ein Flickenteppich aussah. Aber zumindest rollte der Ball diesmal halbwegs so, wie beabsichtigt. Hannover setzte sich letztlich verdient mit 2:1 durch und beendete die Freiburger Serie, die nach neun Spielen ohne Niederlage mal wieder dran glauben mussten.

Am Sonntag schenkte dann Gladbach den Stuttgartern drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, die auch Werder Bremen in der letzten Partie des 22. Spieltags einheimste. Allerdings spielte Bremen eine Klasse besser als Stuttgart - und Gladbach - und siegte vollends verdient gegen den VfL Wolfsburg mit 3:1. Unerwartet waren die meisten Ergebnisse nicht - bemerkenswert hier und da schon.

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