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Der 31. Spieltag

Bayer taumelt

von Marc Basten

Montag, 01. Mai 2017 - 12:52 Uhr

Der 31. Spieltag läutete die heiße Phase des Endspurts ein und machte deutlich: Vor allem der Abstiegskampf ist reine Nervensache. Einige Kandidaten taumeln bedenklich, allen voran Bayer Leverkusen, der HSV und Wolfsburg.

Der blanke Horror (Foto: Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images)
Der blanke Horror (Foto: Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images)

Zur Kenntnis nehmen und abnicken: Der FC Bayern München hat am 31. Spieltag vorzeitig die deutsche Meisterschaft gesichert. Es ist der fünfte Titel in Folge. Die Freude der Münchener pendelte zwischen routiniert und gelangweilt und spiegelte damit das Bild wider, das die Bundesliga in Bezug auf den nicht vorhandenen Titelkampf abgibt.

Viel interessanter war, dass die Münchener den Titel in Wolfsburg perfekt machten - mit einem satten 6:0. Diese Klatsche lässt die Autostädter - vor zwei Jahren noch der selbsternannte Bayernjäger - ganz nah am Abgrund taumeln. Nur das bessere Torverhältnis trennt die Wölfe noch vom Relegationsplatz. Dort findet sich mal wieder der HSV ein, der ähnlich desolat auftrat wie Wolfsburg. Die Hamburger holten sich im Sechs-Punkte-Spiel in Augsburg eine 0:4 Abfuhr und stecken wieder ganz tief drin im Schlamassel.

Augsburg darf sich dagegen als Gewinner im Keller fühlen. Die Fuggerstädter schoben sich nicht nur an Hamburg, sondern auch noch an Wolfsburg und Mainz vorbei. Zwei Punkte Vorsprung hat Augsburg vor dem Trio auf den Rängen 14 - 16. Einen Zähler mehr verzeichnet Bayer Leverkusen auf Rang 12. Doch angesichts der Leistung der Werkself erscheinen die drei Punkte zum Abgrund verschwindend gering.

Bayer Leverkusen taumelt in einer erschreckenden Verfassung der zweiten Liga entgegen. Am Freitagabend wurde Bayer von Schalke im eigenen Stadion mit 1:4 auseinandergenommen. Die Auflösungserscheinungen waren beängstigend. Die Mannschaft wirkt total verunsichert und überfordert, was natürlich nochmal den Trainerwechsel von Schmidt zu Korkut hinterfragen lässt. Unter Schmidt spielte Bayer unberechenbar schwankend, unter Korkut berechenbar schlecht. Da droht in den nächsten drei Wochen noch einiges Ungemach unterm Bayer-Kreuz.

Was gab’s sonst noch an diesem Wochenende? Die Gladbacher Borussia kann nicht mehr absteigen und hat Europa weiter im Blick. Aktuell sind die Fohlen punktgleich mit dem FC aus Köln, der sich in Dortmund ein torloses Remis erschlich. Werder Bremen prescht weiter durch die Liga und fertigte die Auswärtsdeppen von Hertha BSC ab. Die sind immer noch Fünfter, was angesichts der Vorstellungen auf fremden Plätzen ein schlechter Witz ist.

Leipzig trennte sich von Ingolstadt torlos. Leipzig ist die Champions League nicht mehr zu nehmen, Ingolstadt trotz des Achtungserfolgs vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Aber fix ist der Abstieg noch nicht, was erstaunlicherweise auch für Darmstadt gilt. Die Lilien gewannen das dritte Spiel in Folge (3:0 über Freiburg) und erhalten sich die theoretische Chance auf den Ligaverbleib. Allerdings müssen sie nächste Woche zur Meisterfeier nach München - das dürfte es dann gewesen sein.

Zu guter Letzt besiegte Hoffenheim am Sonntagabend Eintracht Frankfurt durch ein Last-Minute-Tor mit 1:0. Die Eintracht rutscht damit in der Tabelle hinter Gladbach, was aber über das Pokalaus nicht hinwegtröstet.

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