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![]() | 2 : 1 (2:0) | ![]() |
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Stadion: Olympiastadion, Berlin Datum: 28.02.2009 15:30 Uhr Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen) SRA: Henschel, Holger Zuschauer: 48534 |
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| Aufstellung | |
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| Drobny - Stein, Friedrich, Simunic, Rodnei (64. von Bergen) - Ebert (84. Babic), Dardei, Cicero, Nicu - Raffael (87. Domovchiyski), Voronin | Bailly - Stalteri, Gohouri |
| Reserve | |
| Burchert, Kaka, von Bergen, Babic, Cufré, Chermiti, Domovchiyski | Heimeroth, Brouwers, Dorda, Alberman, Lamidi |
| Trainer | |
| Lucien Favre | Hans Meyer |
| Tore | |
| 1:0 Andrey Voronin (28.) 2:0 Pal Dardei (44.) |
2:1 Michael Bradley (69. / Elfmeter) |
| Spielbericht | |
Borussias Trainer Hans Meyer musste an alter Wirkungsstätte auf Tomáš Galásek verzichten, der nach seinem grippalen Infekt nicht spielfit wurde. Für den Tschechen rückte Patrick Paauwe in die Startformation. Dagegen konnte Meyer auf die Dienste von Steve Gohouri zurückgreifen, der gestern wegen Rückenproblemen auf das Abschlusstraining verzichten musste. Patrick Paauwe übernahm die Position von Tomáš Galásek vor der Abwehr. Ansonsten gab es gegenüber der Partie in der Vorwoche gegen Hannover 96 nur eine – erwartete – Änderung: Christian Dorda blieb draußen, während Tobias Levels als Linksverteidiger startete. Nach einer kurzen Phase des beiderseitigen Abtastens legte Hertha nach fünf Minuten einen kurzen Zwischenspurt ein. Bradley musste mit beherztem Einsatz zur Ecke klären und diese sorgte dann für einige Verwirrung im Gladbacher Strafraum. Doch Bradley und danach Gohouri blockten die Versuche der Berliner, die innerhalb weniger Augenblicke zu drei Eckstößen kamen. Doch es blieb bei diesem kurzen Offensivfeuerwerk der Hauptstädter. Hertha verließ sich anschließend auf die fraglos hervorragend organsierte Defensive. Für die Borussen gab es kaum Durchkommen, obwohl man durchaus in Ruhe die eigenen Angriffe aufbauen konnte. Man tat sich sehr schwer, auch weil Tempo und Überraschungsmoment völlig fehlten. Nur selten kam man in den Strafraum der Berliner, wie in der 8. Minute. Da tankte sich Levels über links gut durch und zog den Ball in die Box. Marin traf den Ball in günstiger Position nicht richtig, Rob Friend versuchte sich dann mit einem misslungenen Fallrückzieher. Fast im Gegenzug die bis dahin beste Möglichkeit der Berliner, als Raffael Stalteri weglief, doch im 1:1-Duell an Logan Bailly scheiterte. Borussias Keeper warf sich in den Schuss und wehrte den Ball mit dem Gesicht ab. Auf der anderen Seite folgte die größte Chance für den Tabellenletzten. Matmour flankte von links, Friend legte den Ball per Kopf ab und Bradley spritzte hinein. Leider konnte der Amerikaner die Kugel aus kurzer Distanz nicht an Drobny vorbeibringen, der zur Ecke klärte. Im Anschluss an diese kam Daems zum Schuss, drückte das Leder per Aufsetzer jedoch über den Kasten. Im Anschluss beruhigte sich das Geschehen zusehends. Die Spielanteile waren verteilt, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld und man hatte nicht das Gefühl, als ob Berlin die Borussen wirklich in Gefahr bringen könnte. Doch dieses Gefühl sollte sich als trügerisch erweisen. In der 28. Minute spielte Cicero einen schönen Pass in die Mitte, wo Stalteri Voronin laufen ließ und auch Daems nicht richtig aufpasste. Voronin lief alleine auf Bailly zu und lupfte die Kugel zur überraschenden Führung für Berlin in die Maschen. Dieser Gegentreffer sorgte bei den Borussen sichtlich für Verunsicherung. Friend streckte Baumjohann mit den Knie nieder, Bailly knallte einen Abschlag an den Hinterkopf von Friend und hatte Glück, dass der Ball nicht zu einem kuriosen Eigentor mutierte. In der Folgezeit fingen sich die Gladbacher wieder, blieben nach vorne aber weitestgehend harmlos. Ein Schuss von Baumjohann in der 42. Minute bedeutete die einzig nennenswerte Gelegenheit. Hertha tat währenddessen überhaupt nichts mehr nach vorne, doch das reichte sogar noch für einen zweiten Treffer kurz vor dem Pausenpfiff. Daems klärte nach einem Zuspielversuch in den Strafraum per Kopf zu kurz vor die Füße eines Berliners, Ebert spielte dann einen einfachen Pass in die Füße von Dardai. Der Ungar kam vor Daems ans Spielgerät und versenkte es mit einem trockenen Schuss im kurzen Eck (44.). Unglaublich, aber wahr – die Borussen spielten Berlin so richtig in die Karten. Zur zweiten Halbzeit blieb der komplett enttäuschende Karim Matmour draußen, für ihn kam Oliver Neuville. Von der ersten Minute des zweiten Durchgangs an war Borussia das überlegene Team und setzte sich in der Berliner Hälfte fest. Die Herthaner verließen sich auf ihre Defensivkünste, waren allerdings nicht immer auf der Höhe. Zu dumm, dass die Borussen die sich ergebenden Möglichkeiten nicht nutzen konnten. So Oliver Neuville in der 55. Minute, der nach einem schönen Pass von Bradley aus guter Position am langen Pfosten vorbei zielte. Zwei Minuten später war es wieder der Ex-Nationalspieler, der nach Zuspiel von Stalteri aus sehr guter Position verzog. Nach einer Stunde wechselte Hans Meyer zum zweiten Mal und brachte Moses Lamidi für Patrick Paauwe. Die Borussen blieben weiterhin das tonagebende Team, versäumten es jedoch, die sich bietenden Gelegenheiten konsequent zu nutzen. So zielte Marin nach Zuspiel von Baumjohann aus 18 Metern zentraler Position über die Querlatte (68.). Noch in der selben Minute rutschte Nationalspieler Arne Friedrich im Strafraum in die Beine von Marko Marin und Schiedsrichter Gagelmann entschied etwas glücklich für die Gladbacher auf Elfmeter. Michael Bradley verwandelete mit einem Flachschuss sicher und stellte damit den hochverdienten Anschluss her. Trotz weiterer optischer Überlegenheit taten sich die Borussen nun allerdings wieder deutlich schwerer, das Berliner Bollwerk zu knacken. Die Ansätze waren fraglos vorhanden, der letzte Tick fehlte. Hertha verteidigte mit Mann und Maus und bekam natürlich noch Kontergelegenheiten, nachdem die Borussen mit der Einwechslung von Colautti für Baumjohann endgültig hinten auf machten. Raffael scheiterte nach einem Konter aus kurzer Distanz an Bailly (83.), die Borussen konnten dann in den letzten Minuten nochmal eine Schippe drauflegen. Marin zirkelte einen Freistoß um die Mauer aufs kurze Eck, doch Drobny war rechtzeitig zur Stelle (86.). Und wenige Sekunden später verpasste Colautti aus halbrechter Position den Ausgleich, der mittlerweile hochverdient gewesen wäre. Doch trotz aller Bemühungen reichte es am Ende nicht mehr für den VfL. Man konnte sich sogar noch bei Logan Bailly bedanken, der mit starkem Einsatz gegen den eingewechselten Domovchyski in der Nachspielzeit den dritten Berliner Treffer verhinderte. Für die Borussia war deutlich mehr drin in Berlin, doch so muss man sich mit einer wirklich dummen Niederlage abfinden ... |
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