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![]() | 0 : 1 (0:1) | ![]() |
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Stadion: Borussia-Park, Mönchengladbach Datum: 20.09.2008 15:30 Uhr Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (03.08.1975) SRA: Hartmann, Robert und Achmüller, Marco Zuschauer: 43193 |
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| Aufstellung | |
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| Heimeroth - Ndjeng, Callsen-Bracker, Daems, Voigt - Matmour (76. Touma), Alberman, Bradley (65. Baumjohann), Marin - Friend, Neuville (65. Rösler) | Drobny - Friedrich, Kaka |
| Reserve | |
| Gospodarek, Brouwers, Kleine, Coulibaly, Rösler, Baumjohann, Touma | Gäng, von Bergen, Chahed |
| Trainer | |
| Jos Luhukay | Lucien Favre |
| Tore | |
| Fehlanzeige | 0:1 Gojko Kacar (11.) |
| Spielbericht | |
Borussias Trainer Jos Luhukay ist immer für eine Überraschung gut. Gegen Berlin berief er Alexander Voigt nicht nur erstmals in dieser Spielzeit in den Kader, er ließ den ehemaligen Kölner auch gleich von Beginn an spielen. Verzichten musste Luhukay kurzfristig auf Patrick Paauwe. Der Niederländer stand zwar zunächst auf dem Aufstellungsbogen, doch er musste nach dem Aufwärmen abwinken. Das Risiko, dass die in Hannover erlittene Verletzung wieder aufbrechen würde, war letztlich zu groß. Für Paauwe rückte Michael Bradley in die Elf und gab damit gleich sein Debüt im Trikot der Borussia. Dazu durfte auch Oliver Neuville erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Von der Mannschaft, die in Hannover begonnen hatte, blieben neben Paauwe auch noch Brouwers und Baumjohann draußen. Die Borussen agierten in einem 4-4-2 System und ihnen gehörte ganz klar die Anfangsphase. Der Ball lief ordentlich durch die eigenen Reihen und es gab erste Gelegenheiten. So in der 6. Minute, als Friend auf Neuville passte, der von der linken Seiten eine Flanke in den Strafraum schlug. Dort nahm der mit eingelaufene Bradley den Ball direkt, doch mit zu wenig Risiko, so dass Berlins Keeper Drobny im kurzen Eck parieren konnte. Berlin hatte einige Mühe sich zu sortieren, doch die Gladbacher konnten hieraus kein Kapital schlagen. Doppelt ärgerlich, dass gleich der erste ernstzunehmende Angriff der Hauptstädter zu einem Torerfolg führte. Viel zu einfach konnten die Berliner einen Angriff vortragen, bei dem die Borussen sämtlich respektvoll Abstand hielten. Der Ball erreichte Kacar zentral zwanzig Meter vor dem Tor, von defensiven Mittelfeldspielern war nichts zu sehen. Filip Daems rückte aus der Abwehr, ließ sich jedoch von Kacar mit einer Körpertäuschung leicht verladen und der Berliner zirkelte den Ball flach zur Führung ins Eck (11.). Die Gladbacher mussten heftig schlucken und brauchten einige Zeit, um den Faden wieder aufzunehmen. In der 24. Minute gab es die große Chance zum Ausgleich, als Callsen-Bracker nach einer Ecke zum Kopfball kam und Neuville aus kurzer Distanz das Leder Richtung Tor bugsierte. Torwart Drobny und der Pfosten verhinderten Treffer der Gladbacher. Der hätte nach einer halben Stunde zwingend fallen müssen. Da führte Voigt einen Freistoß schnell aus und Neuville flankte von links in die Box. Rob Friend nahm den Ball gut mit der Brust an und spielte sich damit frei. Der Schuss des Kanadiers aus sechs Metern geriet allerdings zu schwach und flog genau in die Arme von Drobny. Der Ausgleich wäre hochverdient gewesen, doch so mussten die Borussen weiter diesem einen Tor hinterher rennen. Dabei taten sie sich mit zunehmender Spieldauer immer schwerer. Abstimmungsschwierigkeiten wurden insbesondere in der Rücktwärtsbewegung überdeutlich. So stand man in vielen Aktionen zu weit vom Gegner weg und kam zu selten richtig in die Duelle. So bekam Nicu eine gute Chance, die Heimeroth im Nachfassen in höchster Not bereinigen konnte (38.). Und zwei Minuten vor der Pause schlief erneut die komplette Hintermannschaft inklusive Marko Marin, der den hinter ihm postierten Arne Friedrich übersah. Christofer Heimeroth bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanztat vor dem zweiten Gegentor. Zur zweiten Halbzeit kamen beide Teams in unveränderter Besetzung zurück aufs Feld. Die Borussen spielten nun auf 'ihr' Tor vor der Nordkurve, doch der erhoffte Sturmlauf der Gladbacher blieb aus. Die Spieler wirkten verunsichert und vor allem gehemmt in ihren Aktionen. Viel zu wenig wurde wirklich mit Schwung nach zielgerichtet nach vorne gespielt. Dennoch gab es in der 52. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Bradley passte auf Matmour und der legte weiter in den Lauf von Neuville. Der Nationalspieler zog von halbrechts ab, das Leder klatschte an den Pfosten und von dort vor die Brust des verdutzten Rob Friend, der seinen vierten Saisontreffer knapp verpasste. Nach dieser Chance verebbten die Gladbacher Bemühungen zusehends. Stockfehler, Ungenauigkeiten und Nachlässigkeiten reihten sich aneinander. Daran änderten auch die Wechsel nach 64 Minuten nichts – Rösler und Baumjohann ersetzten Bradley und Neuville. Es dauerte bis zur 72. Minute, ehe Sascha Rösler nach einer abgewehrten Ecke mit einem Schuss ans Torgestänge für Gefahr vor dem Berliner Tor sorgte. Marko Marin zwang Drobny sechs Minuten später mit einem Flachschuss zu einer Parade, doch das war es dann auch mit den Gladbacher Gelegenheiten. Es war zu wenig, was die Borussen gegen eine Berliner Mannschaft zustande brachte, die ihrerseits absolut biederen und harmlosen Fußball bot. Der Spruch ist platt, aber heute trifft er zu: Wenn du gegen solche Mannschaften nicht gewinnst, gegen wen dann? |
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