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Stadion: Sportanlage Spechtholthook, Gronau Datum: 09.10.2009 17:00 Uhr Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden) SRA: unbekannt Zuschauer: 800 |
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| Aufstellung | |
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| Van der Sman - Gravenbeek, Van der Struijk, Felixdaal, Jong-a-Pin (70. Van der Linden) - Verhaegh (70. Pryor) - Claudemir (46. Jenner), Molhoek (70. Kaya), Hofs (46. Snijders) - Nilsson (46.Pluim), Kolk (46. Kaloglu) | Heimeroth - Levels (46. Stalteri), Brouwers, Dante (46. Kleine), Daems (46. Jaurès) - Lamidi, Marx, Meeuwis (46. Neustädter), Reus (70. Dorda) - Friend (46. Bobadilla), Neuville (46. Herrmann) |
| Reserve | |
| unbekannt | unbekannt |
| Trainer | |
| Theo Bos | Michael Frontzeck |
| Tore | |
| 1:0 Kaloglu (81.) | Fehlanzeige |
| Spielbericht | |
Während Borussias Nationalspieler bei ihren Länderteams weilen, stand für die übrigen das Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim auf dem Programm. Rund 800 Zuschauer hatten sich am frühen Freitagabend in Gronau eingefunden, das Hauptaugenmerk lag natürlich auf Filip Daems, der erstmals nach fast dreimonatiger Verletzungspause wieder auf dem Platz stand. Borussias Kapitän hatte sich zu Beginn des Sommertrainingslagers in Österreich nach einem Zusammenprall mit Raúl Bobadilla böse am Knie verletzt. Nach langer Leidenszeit erscheint nun endlich ein Licht am Ende des Tunnel. Der Belgier spielte in den ersten 45 Minuten als Linksverteidiger in der Viererabwehrkette und bot dabei eine sehr solide Vorstellung. »Es ist sehr erfreulich, dass er eine Halbzeit ohne Probleme spielen konnte«, sagte Borussias Trainer Michael Frontzeck. »Wir müssen zwar noch die Nacht abwarten, ob das Knie nicht doch noch eine Reaktion zeigt, aber generell sieht es ganz gut aus«. Daems hinterließ tatsächlich einen überraschend guten Eindruck und man hatte nicht das Gefühl, dass ihm Spielpraxis fehlen würde. Allerdings wurde er defensiv nicht wirklich gefordert, nach vorne klappte zwar nicht alles, doch einige gute Flanken waren schon dabei. Die Ansätze beim Kapitän stimmten jedenfalls. Daems selber zeigte sich erleichtert. »Wichtig ist, dass ich keine Probleme am Knie habe und wieder auf dem Platz stehe. Es war zwar nur eine Halbzeit, aber fürs erste Spiel ist das okay«. Ob Daems für Wolfsburg schon eine Option ist, ließen Trainer sowie Spieler offen. »Es sind noch 10 Tage bis dahin«, so Daems. »Schauen wir mal, wie es nach einer weiteren Woche Training aussieht. Es dauert, bis man bei 100% ist«. Immerhin hat Borussia mit Daems wieder eine ernsthafte Alternative für die linke Abwehrseite. Gegen Arnheim durfte Tobias Levels daher wieder rechts verteidigen, die Viererkette vor Torwart Heimeroth komplettierten Brouwers und Dante. Im Mittelfeld spielten Marx und Meeuwis defensiv zentral, auf den Seiten Lamidi und Reus. Die Doppelspitzte bildete das ‚Aufstiegs-Sturmduo‘ Neuville und Friend. Beide Teams spielten in der ersten Halbzeit durchaus aktiv, doch es fehlte sowohl beim VfL als auch bei Vitesse der letzte Tick an Torgefahr. Borussia stand besonders hinten sehr gut organisiert, wobei aus der Abwehrreihe Dante hervor stach. Der Brasilianer machte keinen Unterschied zwischen Test- und Pflichtspiel und ging mit hohem Einsatz jedem Ball hinterher. In der Offensive war vor allem Moses Lamidi auffällig, der viel wirbelte. Doch wie schon oft zu beobachten, war die Effizienz der Aktionen von Lamidi eher gering. Borussia erspielte sich mehrere ‚Halbchancen‘, eine 100%ige Gelegenheit war nicht dabei. Zur Pause wechselte Frontzeck einige Male aus, brachte u.a. den A-Jugendlichen Patrick Herrmann, der zum auffälligsten Akteur werden sollte. Der U-19 Nationalspieler kam über die rechte Seite, während Marco Reus als hängende Spitze etwas hinter Bobadilla agierte. Der VfL zog das Tempo deutlich an und war das überlegene Team. Nun gab es auch klare Torchancen, wie in der 53. Minute, als Lamidi über links kam und auf Herrmann passte. Dessen Direktabnahme ging knapp über das Tor. Mit etwas mehr Ruhe und Abgeklärtheit wäre aus dieser aussichtsreichen Position eigentlich die Führung fällig gewesen. Die gelang auch sieben Minuten später nicht, als Marx im Mittelfeld den Ball eroberte und Richtung Strafraum marschierte. Der Ex-Herthaner spielte Doppelpass mit Reus, scheiterte dann jedoch aus acht Metern am Keeper der Niederländer. Auch Moses Lamidi war der mittlerweile längst verdiente Führungstreffer nicht vergönnt. Er zog von links parallel zur Strafraumlinie in eine günstige Schussposition, doch er zielte am Tor vorbei (74.). Zwei Minuten später nahm Bobadilla den Kopf hoch und legte auf Dorda ab, dessen strammer Schuss vom Torwart mit letztem Einsatz um den Pfosten gelenkt werden konnte. Während die Borussen sich pausen- wie erfolglos vor dem Arnheimer Tor meldeten, tauchten die Niederländer nur sporadisch vor Christofer Heimeroth auf. In der 80. Minute konnte Borussias Nr. 2 einen nicht einfachen Schuss noch parieren, eine Minute später war er machtlos. Arnheim kombinierte zu leicht durchs zentrale Mittelfeld und dann über die linke Abwehrseite der Gladbacher. Der Ball gelangte zum Ex-Bochumer Kaloglu, der alleine vor Heimeroth auftauchte und ihm mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ. Eine sehr schmeichelhafte Führung für Arnheim, die gleichzeitig das Endergebnis bedeutete. Dies auch deshalb, weil die Borussen eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit ungenutzt ließen. Stalteri flankte von rechts an den zweiten Pfosten, wo Herrmann den Ball stark mit der Brust annahm, einen Gegenspieler aussteigen ließ und dann ganz knapp am Tor vorbei schoss. Da fehlte auch das berühmte Quäntchen Glück. So musste Borussias Trainer Michael Frontzeck am Ende wieder eine Niederlage kommentieren. Und irgendwie hat man diese Aussagen in den letzten Wochen schon das ein oder andere Mal vernommen. »Es ist schon ärgerlich, wenn man das Spiel macht und dann als Verlierer den Platz verlässt. Wir hatten ein Dutzend guter Chancen und es ist traurig und schade, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat. Insgesamt haben wir viele Dinge sehr gut gemacht und den Ball laufen lassen. Es war ein gutes Spiel«. Ein Extra-Lob für den auffälligen Patrick Herrmann ließ sich Frontzeck nicht entlocken. »Patrick hat sich als A-Jugendlicher nahtlos in die Mannschaft eingefügt«, sagte er lediglich. Dennoch war die Leistung des Youngster neben dem gelungenen Comeback von Filip Daems bemerkenswert ... |
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