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![]() | 3 : 3 (0:3) | ![]() |
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Stadion: rewirpowerStadion, Bochum Datum: 09.08.2009 15:30 Uhr Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf) SRA: Welz, Tobias und Kadach, Carsten Zuschauer: 29766 |
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| Aufstellung | |
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| Heerwagen - Pfertzel, Maltritz |
Heimeroth - Levels, Brouwers, Dante |
| Reserve | |
| Fernandes, Bönig, Mavraj, Freier, Ono, Hashemian, Dedic | Löhe, Stalteri, Kleine, Jantschke, Reus, Lamidi, Neuville |
| Trainer | |
| Marcel Koller | Michael Frontzeck |
| Tore | |
| 1:3 Mimoun Azaouagh (51.) 2:3 Mimoun Azaouagh (52.) 3:3 Stanislav Sestak (63. / Kopfball) |
0:1 Juan Arango (19.) 0:2 Roberto Damian Colautti (26. / Kopfball) 0:3 Roel Brouwers (40. / Kopfball) |
| Spielbericht | |
Zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt startete Borussia Mönchengladbach in die Bundesligasaison 2009/2010. Die Auftaktpartie beim VfL Bochum wurde zwar zur besten Fußballzeit um 15.30 Uhr angepfiffen, allerdings an einem Sonntag. Die Zerstückelung des Spieltages ist ein Übel, an dem sich eher die Anhänger, als die Spieler oder Trainer zu knabbern haben. Für die Fans der Borussia war es an diesem Sonntag allerdings kein Problem – der Weg ins Bochumer Ruhrstadion ist nicht so weit und mehr als 10.000 Borussen-Sympathisanten sorgten für einen ansprechenden Rahmen. Borussias Trainer Michael Frontzeck bot bei seinem ersten Bundesligaspiel als Cheftrainer der Borussia die erwartete Formation auf. Gegenüber dem Pokalspiel in der Vorwoche bei FSV Frankfurt gab es lediglich eine Änderung: Raúl Bobadilla stand nach überstandener Verletzung in der ersten Elf, während Oliver Neuville zunächst auf der Bank saß. Es ging zunächst sehr ruhig los im Ruhrstadion. Bochum musste sich orientieren, die Borussen ließen es schon fast aufreizend langsam angehen. Doch nach gut fünf Minuten schaltete Gladbach einen Gang höher und deutete Gefahr an. Eine Hereingabe von Bradley wurde in der Mitte knapp verpasst (6.), ebenso der Rückpass von Marx, der sich über links bis zur Grundlinie durchgetankt hatte (7.). In der 10. Minute bekam Bobadilla nach langem Ball von Arango in der Luft nicht genug Druck hinter den Ball. Die Borussen waren optisch überlegen, jedoch noch nicht zwingend genug. Ein wenig schienen sie sich an der eigenen Ballfertigkeit berauschen zu wollen und prompt gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichener. Dass die Mönchengladbacher in der 19. Minute in Führung gingen, war dennoch verdient. Bobadilla spielte an der linken Außenlinie in den Strafraum auf Colautti, der im richtigen Moment auf Arango prallen ließ. Der Venezolaner zirkelte den Ball mit dem linken Außenrist mustergültig ins lange Eck zur vielumjubelten Führung. Danach lief der Ball teilweise wie am Schnürchen bei den Borussen, bei denen besonders Torschütze Arango groß aufspielte. Bochum dagegen wirkte geschockt, hatte durch einen Kopfball von Maltritz, der nach einer Freistoßhereingabe zentral auf Heimeroth zielte, erst in der 20. Minute seine erste Aktion in Richtung Gladbacher Tor. Die Borussen blieben überlegen und bauten die Führung aus. Tobias Levels trat auf rechts stark an und ließ fast von der Außenlinie eine hervorragende Flanke folgen. Roberto Colautti stieg fünf Meter vor dem Tor frei hoch und köpfte mit dem Umweg Unterkante der Latte zum 2:0 ein (26.). Bochum hatte in der Folgezeit ein paar Halbchancen, doch entscheidend konnten sich die Gastgeber gegen die nicht immer sattelfest wirkende Gladbacher Hintermannschaft nicht in Szene setzen. Die Borussen dagegen strahlten bei den Gegenangriffen lange nicht gekannte Gefährlichkeit aus. Immer wieder brannte es am und im Strafraum der Bochumer und der dritte Treffer für Borussia in der 40. Minute fiel so überraschend nicht: Arango knallte den Ball nach einer abgewehrten Ecke von rechts aus dem Halbfeld mit dem linken Fuß scharf vors Tor, Brouwers sprang in die Flanke und traf per Kopf zum 3:0. Bochum kam vor dem Pausenpfiff nur noch mit einem aufs Tornetz abgefälschten Schuss von Azaouagh auf, ansonsten mussten sie sich beschimpfen lassen. ‚Wir haben die Schnauze voll‘, rief der Bochumer Anhang. Erstaunlich. Noch viel erstaunlicher allerdings das, was sich in der zweiten Halbzeit abspielte. Bochum brachte Paul Freier und plötzlich hatte Azaouagh äußerst viele Freiheiten. Doch zunächst hätte Borussia den Sack bereits zu machen können, ja müssen. Da setzte sich Bobadilla bei einem Konter unwiderstehlich durch, passte in den Lauf von Matmour und der lief alleine aufs Tor zu. Doch der Algerier scheiterte am Bochumer Torwart und an seinen eigenen Nerven (48.). Das war soetwas wie ein Weckruf für die Bochumer. Borussia, in der Rückwärtsbewegung erstaunlich passiv, hatte zunächst noch Glück, dass Azaouagh frei vor Heimeroth scheiterte (50.). Doch dann ließ Azaouagh in der 51. und 52. Minute zwei echte Sonntagsschüsse ab. Zweimal traf der ehemalige Schalker unhaltbar für Heimeroth in den Winkel. Und beide Male hatte er dabei ziemlich viel Platz. Die klinisch toten Bochumer waren mit diesem Doppelschlag plötzlich wieder im Spiel und bei Borussia drohten alle Dämme zu brechen. Spätestens nach einer Stunde, als Dante als letzter Mann in ein Laufduell mit Sestak musste. Ein Körperkontakt – von beiden – war da, doch der Bochumer legte sich lang und Schiedsrichter Kempter entschied auf Foul und nach einem prüfenden Blick auf den sich krümmenden Sestak auf glatt Rot für Dante. Borussia also nur noch mit zehn Mann – Kleine kam für Bobadilla, um Dante hinten zu ersetzen. Der eben noch gefoulte Sestak war schnell wieder munter und setzte sich nur drei Minuten später in einem Kopfballduell gegen Brouwers durch und köpfte den Ball unhaltbar für Heimeroth zum 3:3 ins Eck. Unfassbar, aber wahr: Borussia verdaddelte innerhalb weniger Minuten einen drei Tore Vorsprung. In der Folgezeit hatte Bochum noch mehrere gute Gelegenheiten, sogar den Siegtreffer zu markieren. Die Gladbacher wirkten angezählt und taumelten der Niederlage entgegen. Auch körperlich bauten sie – allen voran Arango – immer mehr ab. Mit den Wechseln Reus für Matmour und Jantschke für Bradley brachte Frontzeck zwanzig Minuten vor Schluss nochmals frische Kräfte und fortan wurde es für die 10 Borussen etwas besser. In der 86. Minute hätte man sogar in Unterzahl doch noch den Lucky Punch setzen können. Levels lief über rechts in den Strafraum und legte passend zurück auf Arango, doch Heerwagen lenkte den Schuss mit einem tollen Reflex über die Querlatte. In den letzten Minuten versuchte Bochum nochmal alles, doch zum Glück für Borussia konnte man wenigstens diesen einen Punkt über die Zeit retten. So steht am Ende nach zwei total unterschiedlichen Halbzeiten ein 3:3-Remis, das für Borussia dann doch ein wenig wie eine gefühlte Niederlage ist. Ein 3:0 zur Pause darf man nie und nimmer verspielen ... |
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