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Trainingsauftakt - Resthoffnung auf Oxford

»Wir wissen, worum es für uns geht«

von Marc Basten

Dienstag, 02. Januar 2018 - 13:51 Uhr

Trainingsauftakt bei Borussia Mönchengladbach. Am zweiten Tag des neuen Jahres bat Dieter Hecking zu einer ersten Einheit. Die Trainingsgruppe war dabei relativ überschaubar: Keine Neuzugänge und mehrere abwesende Profis.

Dieter Hecking am Dienstag beim Trainingsauftakt (Foto: TORfabrik.de)
Dieter Hecking am Dienstag beim Trainingsauftakt (Foto: TORfabrik.de)

Auf den ersten Blick wirkte der Aufgalopp der Gladbacher Borussen am Dienstagmorgen etwas dünn. Da fehlten doch einige Spieler. Doch der Gedanke, dass möglicherweise jemand an Silvester über die Stränge geschlagen haben könnte, verflüchtigte sich bei näherer Betrachtung. Tony Jantschke, Jonas Hofmann, Jannik Vestergaard, Thorgan Hazard und Christoph Kramer trainierten noch nicht mit, weil sie zeitgleich in Düsseldorf den Laktat-Test absolvierten. Die übrigen Spieler hatten dies bereits im Dezember erledigt.

Raffael arbeitete individuell mit Reha-Coach Andi Bluhm und neben den Langzeitverletzten Traoré, Bénes, Doucouré und Strobl fehlten auch Bobadilla und Johnson. »Bei Fabian Johnson müssen wir abwarten«, erklärte Dieter Hecking. »Da gibt es noch Fragezeichen. Raul Bobadilla hat immer noch mit seinem Schambein Probleme und wird sicherlich noch länger ausfallen.«

Die erste Einheit des Jahres dauerte anderthalb Stunden. »Wir werden in dieser Woche intensiv arbeiten«, kündigte Hecking an. »Es geht darum, den körperlichen Zustand wieder auf 100 Prozent hochzufahren. Durch die kurze Pause haben wir nur diese Woche, um etwas mehr zu arbeiten. Ab nächste Woche steht schon die Vorbereitung auf das erste Rückrundenspiel in Köln an.«

Dem engen Zeitfenster ist es geschuldet, dass die Borussen in diesem Jahr kein Wintertrainingslager in wärmeren Gefilden beziehen. »Wir hätten durch An- und Abreise zwei Tage verloren«, so Hecking. »Das wollten wir nicht. Wir haben kein Eis und Schnee und finden gute Bedingungen vor, uns hier vorzubereiten. Und mit dem Spiel in Mainz haben wir einen guten Test.«

Großartig umkrempeln würde Hecking die Mannschaft wohl auch dann nicht, wenn die Winterpause deutlich länger wäre. »Wir werden unsere Spielphilosophie nicht verändern«, stellte er klar. »Wir wollen weiter Fußball spielen, ohne Wenn und Aber. Wir müssen in der einen oder anderen Situation konsequenter werden – beim Verteidigen, aber auch im Spiel nach vorne. Darauf wird es ankommen.«

Das Saisonziel bleibt offiziell zwar unverändert, doch der Blick richtet sich nach oben. »Wir wissen, worum es für uns geht«, so Hecking. »Wir sind in einem Pulk von sechs, sieben Mannschaften, die sich berechtigte Hoffnungen machen können, am Ende der Saison weit vorne zu stehen«. Es gelte, so Hecking, die »Unausgewogenheit, die zum Teil sichtbar war« in den Griff zu bekommen und so wenig Punkte wie möglich leichtfertig liegen zu lassen. »Du musst konsequent sein im eigenen Handeln, dann brauchst du nicht nach links oder rechts zu schauen.«

In Sachen Reece Oxford müssen die Borussen allerdings mehr als nur einen Seitenblick riskieren. Bekanntlich hat West Ham United die vereinbarte Klausel gezogen und Oxford zurück auf die Insel beordert. »Die Gespräche laufen gerade«, erklärte Hecking. Borussia würde den jungen Engländer gerne längerfristig binden. »Der Ball liegt bei West Ham und dem Spieler. Reece hat sich klar geäußert, er möchte gerne in Mönchengladbach Fußball spielen.« Hecking findet, dass »das für seine Entwicklung die beste Möglichkeit wäre, auch weil Moyes den Spieler noch gar nicht so kannte«. »Doch im Moment sieht es so aus, als ob Reece das nächste halbe Jahr in West Ham Fußball spielen wird.«

Sollte Oxford nicht zurückkehren, könnten die Borussen auf dem Transfermarkt aktiv werden. Wobei Hecking abwiegelt. »Ich bin nach wie vor kein Freund von Wintertransfers. Im Moment ist es aus meiner Sicht so, dass wir nicht zwingend reagieren müssten«. Sportdirektor Max Eberl ist am Mittwoch wieder in Mönchengladbach. »Dann wissen wir, wie West Ham sich entschieden hat und wir werden offen darüber diskutieren. Wenn wir dann der Meinung sind, dass wir noch etwas machen sollten, werden wir es angehen. Doch es müsste schon was sein, was uns perspektivisch auch über den Sommer hinaus helfen kann. Wir werden das in Ruhe analysieren.«

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