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Schädelprellung überstanden

Kramers Ziel heißt Schalke

von Marc Basten

Mittwoch, 06. Dezember 2017 - 15:06 Uhr

Christoph Kramer steht wieder auf dem Trainingsplatz. Der Weltmeister soll am Samstag im Topspiel gegen Schalke 04 eine tragende Rolle spielen. Zuletzt ging es ohne ihn schief gegen Königsblau.

Richtungsweisend - Christoph Kramer (Foto: Boris Streubel / Bongarts / Getty Images)
Richtungsweisend - Christoph Kramer (Foto: Boris Streubel / Bongarts / Getty Images)

Die Niederlage in Wolfsburg ist abgehakt, gleichwohl wird sie in Teilen noch aufgearbeitet und fließt in die Vorbereitung auf das Topspiel gegen Schalke 04 mit ein. Diese nahmen die Gladbacher am Mittwoch auf und begrüßten dabei einen Rückkehrer.

»Ich bin froh, wieder dabei sein zu können«, sagte ein sichtlich erleichterter Christoph Kramer nach der Einheit. Der 26-Jährige hat nach seiner Zwangspause aufgrund der Schädelprellung aus dem Bayern-Spiel von den Ärzten ‚grünes Licht‘ bekommen. »Es wurde nochmal alles kontrolliert, es gab keine Auffälligkeiten mehr.«

Der Blick geht auf den Samstag, wo Kramer dringend gebraucht wird. »Das Spiel gegen Schalke ist natürlich mein Ziel«, sagte der Mittelfeldspieler. Nicht nur, weil es eine wichtige Partie ist, sondern auch weil Kramer mit Schalke irgendwie noch eine Rechnung offen hat. Beim letzten Zusammentreffen lief nämlich einiges nicht so, wie es sich Kramer und die Borussen vorgestellt hatten.

Ohne Kramer verlor Borussia die Kontrolle

Es war der 16. März dieses Jahres, als die Fohlenelf im Achtelfinale der Europa League im Rückspiel die Königsblauen empfing. Nach einem 1:1 im Hinspiel stellten die Borussen durch Tore von Christensen und Dahoud zur Pause auf 2:0. Der Einzug ins Viertelfinale war mehr als nur greifbar und in der Halbzeit war es daher zunächst nur eine Randnotiz, dass Christoph Kramer angeschlagen in der Kabine bleiben musste.

Was im zweiten Durchgang ohne Kramer passierte, ist mittlerweile eines dieser tragisch traurigen Kapitel in Borussias Historie. Schalke drehte auf, Gladbach verlor die Kontrolle und wurde letztlich durch einen Platzfehler und einen skandalösen Handelfmeter mit 2:2 ‚geschlagen‘. Manch einer unkte später, dass dieser Spielverlauf mit Kramer auf dem Feld nicht passiert wäre.

Das ist natürlich Kaffeesatzleserei, aber die Wichtigkeit eines gesunden Christoph Kramer ist auch neun Monate später beim nächsten Aufeinandertreffen mit den Gelsenkirchenern unbestritten. Matthias Ginter dürfte Kramers Rückkehr ebenfalls mit erhobenem Daumen quittieren. Die ‚Zwangsversetzung‘ ins Mittelfeld schmeckte ihm augenscheinlich nicht, auch wenn er sich am Sonntag nach dem Spiel in Wolfsburg diesbezüglich bedeckt hielt. »Da sage ich jetzt nicht jede Woche was zu«, erklärte der Ex-Dortmunder.

Jantschke und Johnson setzen aus

Während Kramer im Training wieder mitmischte, blieb der ebenfalls schädelgeprellte Tony Jantschke dem Treiben auf dem Platz fern. Nachdem er am Sonntag erneut einen mitbekommen und über Sehstörungen geklagt hatte, pausiert der 27-Jährige. Ebenso fehlte Fabian Johnson, den Rückenprobleme plagen. Der US-Nationalspieler war in Wolfsburg nicht zum Einsatz gekommen.

Wie immer seit seiner Ankunft in Mönchengladbach vor anderthalb Jahren steht Mamadou Doucouré auf dem Zettel mit den Spielern, die verletzungsbedingt nicht für den Kader infrage kommen. Dort wird er wohl auch in naher Zukunft bleiben, denn der Franzose musste die Einheit wegen Beschwerden am Oberschenkel vorzeitig beenden. Eine wahrlich unglaubliche Pechsträhne des 19-Jährigen.

Bis zum Schalke-Spiel trainiert die Fohlenelf noch einmal am Donnerstagvormittag, am Freitag findet dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Abschlusstraining statt.

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