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Christoph Kramer fällt in Wolfsburg aus

»Wir wollen weiter dran bleiben«

von Marc Basten

Freitag, 01. Dezember 2017 - 16:05 Uhr

Borussia Mönchengladbach tritt am Sonntag zum Ausklang des 14. Bundesligaspieltags beim VfL Wolfsburg an. Bei der Rückkehr von Dieter Hecking an die alte Wirkungsstätte soll der Flow der letzten Wochen mitgenommen werden.

Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Freitag (Foto: TORfabrik.de)
Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Freitag (Foto: TORfabrik.de)

Mit breiter Brust werden die Gladbacher Borussen die Reise nach Niedersachsen antreten, wo am Sonntag (Anstoß 18.00 Uhr) das Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg ansteht. »Wir haben eine herausragende Ausgangslage«, sagte Sportdirektor Max Eberl am Freitag. »Da wollen wir weiter dran bleiben.«

Die gute Auswärtsbilanz (zuletzt drei Siege in Folge) sowie das Renommee des ›Bayern-Besiegers‹ lässt die Gladbacher vor dem VfL-Duell tatsächlich blendend dastehen. Gleichwohl ist Trainer Dieter Hecking zu erfahren, um nicht die Gefahr zu erkennen, die sich daraus ergibt. »Nach dem Sieg gegen Bayern schnauft alles durch, aber für mich heißt es seit Dienstag abhaken und den Fokus auf Wolfsburg legen.«

Gerade nach Erfolgen gegen die Münchener tun sich Bundesligisten besonders schwer. Von den letzten acht Mannschaften, die gegen den Rekordmeister siegten, gewann keine das folgende Spiel. Das soll den Borussen nicht passieren. »Ich habe den Jungs gesagt, dass wir die Mannschaft sein wollen, die nach einem Sieg gegen die Bayern nachlegt.« Bei diesem Unterfangen muss Hecking allerdings auf zwei Startelfspieler der Vorwoche verzichten. Patrick Herrmann fällt mit einem Muskelfaserriss im Gesäßbereich für den Rest der Hinrunde aus und Christoph Kramer ist nach seiner Schädelprellung noch nicht wieder soweit.

»Die Gesundheit geht absolut vor«

»Wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber Chris«, erklärte Hecking. Nach eingehenden Untersuchen gab es von Seiten der Ärzte die »deutliche Empfehlung«, dass Kramer in der Woche nichts machen soll. »Da war absolute Ruhe für ihn angesagt. Das ist ganz klar mit Chris abgesprochen, die Gesundheit geht absolut vor. Da gibt es keine zwei Meinungen.« Am Montag soll Kramer wieder ins Training einsteigen.

Der Ausfall des Weltmeisters bringt Hecking ins Grübeln. »Die Mannschaft stellt sich nicht von selbst auf«, sagte der 53-Jährige. Eine Variante wäre die Formation, in der ab der 10. Minute gegen die Bayern gespielt wurde. Also mit Matthias Ginter in der Kramer-Rolle und Nico Elvedi in der Innenverteidigung. »Solche Gedankenspiele, dass man es wieder so machen kann, gibt es.«

»Ich schließe nicht aus, dass es was ganz anderes wird«

Aber so ganz sicher war sich Hecking am Freitagmittag - zumindest für die Öffentlichkeit - noch nicht. »Ich schließe nicht aus, dass es was ganz anderes wird«, sagte er und schickte dem Kollegen Martin Schmidt damit ein paar Denksportaufgaben in die Autostadt. Schmidt ist in Wolfsburg mittlerweile schon der dritte Cheftrainer nach Hecking und hat nach einer Unentschiedenserie nun einen Sieg und eine Niederlage in seiner Zwischenbilanz stehen.

So ganz beruhigend ist die Situation beim Konzern-Klub nicht. »Wolfsburg tritt auf der Stelle und der Atem von hinten ist zu spüren«, sagte Hecking. Zwar habe der VfL »in den letzten Wochen an Stabilität gewonnen«, doch bietet die Ausgangslage für Borussia einige Ansatzpunkte. Um nicht richtig in den Schlamassel zu geraten, müssen die Wolfsburger auf Sieg spielen, was wiederum dem Gästeteam in die Karten spielen könnte. Die Konstellation könnte jedenfalls schlechter sein für die Borussen, die keine der letzten zwölf Partien bei den Wölfen gewinnen konnten.

Für Dieter Hecking ist es bereits die zweite Rückkehr zu seinem ehemaligen Arbeitgeber. »Deshalb kann man es auch nicht mehr als besonderes Spiel für mich bezeichnen«, sagte er. »Beim ersten Mal war das anders wegen der Verabschiedung.« Jetzt ist es nur ein normales Bundesligaspiel bei alten Bekannten. »Ich hoffe, dass wir am Ende des Tages drei Punkte mitnehmen. Darum geht es.«

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