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Nach den Nullnummern ins Trainingslager

Torfabrik steht still

von Marc Basten und Nadine Basten

Sonntag, 16. Juli 2017 - 21:04 Uhr

Keine Tore beim Telekom Cup in den insgesamt 90 Minuten gegen Werder Bremen und Hoffenheim. Der Test im eigenen Stadion gab letztlich nur wenig Aufschlüsse.

Jonas Hofmann in der Partie gegen Werder Bremen (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)
Jonas Hofmann in der Partie gegen Werder Bremen (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Der Borussia-Park am Samstag war gut besucht. Doch bei genauerem Hinsehen wurde schnell deutlich, dass die Farbe Rot auf den Rängen dominierte. Als sich die Fohlenelf mit Bremen und später Hoffenheim maß, hatte man den Eindruck, als ob der Großteil der Zuschauer das als ›Vorspiel‹ erachtete und sich lieber der Stadion-Gastronomie widmete. Tatsächlich wäre der Borussia-Park ohne das Zugpferd Bayern wohl entschieden leerer gewesen.

So aber gab es eine ansprechende Kulisse für die 2x45 Testspielminuten, welche die Borussen in den schicken neuen ›Eventtrikots‹ absolvierten. Die Erkenntnisse aus den beiden Nullnummern gegen Bremen und Hoffenheim hielten sich dabei in Grenzen. Im gewohnten 4-4-2 spielten die Gladbacher weitestgehend solide, aber auch nicht mehr. »Wir haben zwei Mal zu null gespielt, vorne hatten wir in beiden Spielen die besseren Torchancen, machen aber das Tor nicht. Das kann man auch herausheben«, sagte Dieter Hecking.

»Solche Tests sind ganz wichtig für uns«, unterstrich Tony Jantschke. »Es ist nur schade, dass wir wenig durchrotieren konnten. Trotzdem haben wir uns gut gewehrt, hatten in beiden Partien weniger vom Spiel, aber dafür die klaren Torchancen. Wir haben uns ganz ordentlich verkauft.«

»Die Jungen müssen ihre Erfahrungen sammeln«

Dass die Gladbacher Torfabrik an diesem Tag die Produktion nicht anwarf, hatte mit der fehlenden Konsequenz im Abschluss zu tun. Jonas Hofmann und Patrick Herrmann zeigten, dass ein paar Wochen Urlaub nicht plötzlich die Kaltschnäuzigkeit bringen, die schon in der letzten Saison so schmerzlich vermisst wurde. In Sachen Zielstrebigkeit muss noch einiges aufgearbeitet werden, bis es losgeht.

»Man sollte diesen Test nicht zu hoch hängen, auch wir bauen gerade ein paar junge Spieler ein, haben ein paar große Talente verpflichtet«, sagte Tony Jantschke. »Die Jungen müssen ihre Erfahrungen sammeln, dafür sind solche Testspiele da«, ergänzte Dieter Hecking. »Es ist mir lieber, dass sie gegen Hoffenheim und Bremen spielen, als gegen einen Landesligisten, wo du zehn Tore machst.«

Mit dem Telekom Cup endete der erste Teil der Vorbereitung, mit dem sich Dieter Hecking durchaus zufrieden zeigte. »Wir haben in den letzten 14 Tagen ein gutes Programm mit viel Intensität absolviert«, sagte der Coach. »Jetzt geht es ins Trainingslager, wo die Nationalspieler mit den anderen als Gruppe wieder zusammenkommen müssen. Wir werden im athletischen Bereich unterwegs sein und die einen oder anderen Läufe dazunehmen. Nichtsdestotrotz geht es auch darum, jetzt im Zusammenspiel eine Einheit zu werden, die Neuen zu integrieren.«

»Charakterlich passen die Neuen alle rein«

Gerade für das Zusammenwachsen der Mannschaft ist die Woche am Tegernsee wichtig. »Wenn du sechs, sieben Tage zusammen bist, ist das immer gut. Du hast die Spieler ganz eng beieinander, kannst die Gruppe genau beobachten«, so Hecking. »Charakterlich passen die Neuen alle rein. Da brauche ich kein Trainingslager für, um das beurteilen zu können.«

Am Montag reist der Borussentross (mal wieder) nach Rottach-Egern. Am Nachmittag ist eine erste Trainingseinheit geplant, für den Donnerstag (20. Juli) steht der Testspiel-Doppelpack gegen Leeds United und den Favre-Klub OGC Nizza auf dem Programm. Vor der Heimfahrt am nächsten Sonntag werden die Borussen beim 1.FC Nürnberg das dritte Testspiel der Woche absolvieren.

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