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Borussia hofft auf Lars Stindl

»Es wird wieder eine enge Kiste«

von Marc Basten und Nadine Basten

Mittwoch, 15. März 2017 - 14:37 Uhr

Am Donnerstag (21.05 Uhr) will Borussia Mönchengladbach im Rückspiel gegen Schalke 04 den Einzug ins Viertelfinale der Europa League perfekt machen. Die Ausgangsposition nach dem 1:1 im Hinspiel ist gut, auch wenn Borussia um den Einsatz von Lars Stindl bangen muss.

Borussia hofft auf Kapitän Stindl (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)
Borussia hofft auf Kapitän Stindl (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Es ist erst anderthalb Wochen her, da fegte Borussia Mönchengladbach Schalke 04 mit einer fulminanten Leistung nach der Pause förmlich aus dem Borussia-Park. Die Fohlenelf wurde gefeiert, die Schalker mit Hohn und Spott überschüttet.

Fünf Tage später gab es das Wiedersehen, diesmal in der Gelsenkirchener Arena zum Hinspiel in der Europa-League. Nach dem Remis sahen sich die Königsblauen als gefühlte Sieger, was sie vor allem am Chancenplus in der Schlussphase festmachten. Die Erleichterung bei Schalke war groß, dass man nach den Tiefschlägen zuletzt nicht erneut zusammengebrochen war. Deshalb wurde die eigene Leistung etwas sehr euphorisch eingeordnet.

»Das muss man relativieren«, sagte Borussias Trainer Dieter Hecking am Mittwoch. »Wir waren 70 Minuten die bessere Mannschaft. In den letzten 20 Minuten hatten wir Probleme, die haben wir analysiert.« Selbst wenn Schalke am Sonntag daheim gegen Augsburg klar gewann und Borussia beim HSV unterlag, glaubt Hecking nicht, dass das Momentum für die Gäste spricht. »Das Spiel gegen Augsburg habe ich mir angeschaut. Sie haben es verdient gewonnen, mehr aber auch nicht«, so Hecking.

Bangemachen gilt nicht

Bangemachen ob der vermeintlich guten Schalker Form gilt in Gladbach nicht. »Ich glaube schon, dass wir gerade in dem Bundesligaspiel hier gezeigt haben, zu was wir in der Lage sind«, sagte Hecking. »Es wird morgen wieder eine enge Kiste, aber wir haben einen Heimvorteil, den wir ausspielen wollen.«

Das Selbstvertrauen auf Seiten der Borussen hat auch durch die Niederlage in Hamburg nicht gelitten. Die schwache zweite Halbzeit an der Elbe ist aufgearbeitet. »Das war ein generelles Problem, weil wir es nicht mehr geschafft haben, gut Fußball zu spielen«, sagte Hecking. »Zudem hat es der HSV gut gemacht. Das müssen wir auch mal akzeptieren.«

»Wir wissen das alles richtig einzuschätzen«

Natürlich spielt die hohe Belastung bei den Borussen eine Rolle. Das Spiel gegen Schalke ist das 40. Pflichtspiel der Saison - keine andere deutsche Mannschaft muss solch ein Programm stemmen. Immerhin geht es Schalke nicht viel besser, sie spielten bislang im Jahr 2017 mit der gleichen Taktung. »Wir machen das nicht zum Thema«, wies Hecking Nachfragen zur Müdigkeit der Spieler zurück. »Für uns ist es Normalität, dass bei den vielen Spielen hier und da mal ein Meter fehlen kann.«.

Bislang hat die Mannschaft das weitestgehend kompensieren können, in Hamburg nicht. »Wer erwartet, dass wir jeden Gegner an die Wand spielen, weil wir Borussia Mönchengladbach sind, der ist auf Holzweg«, sagte Hecking. »Wir wissen das alles richtig einzuschätzen. Und so ein Dämpfer wie gegen Hamburg kam vielleicht zur rechten Zeit, damit alle demütig bleiben. Wir müssen in jedem Spiel die Basis legen. Schaffen wir das, sind wir brandgefährlich für jeden Gegner. Wenn es weniger ist, sind wir auch anfällig.«

»Probieren alles, um Lars fit zu bekommen«

Im ausverkauften Borussia-Park am Donnerstagabend soll es eher mehr als weniger sein, auch wenn die Borussen möglicherweise den Ausfall des Kapitäns verkraften müssen. Lars Stindl laboriert an muskulären Problemen und ließ am Mittwoch auch das offizielle Abschlusstraining sausen. Doch noch gibt es Hoffnung. »Lars hat eine individuelle Einheit im Kraftraum gemacht«, erklärte Hecking. »Wir probieren alles, ihn fit zu bekommen und dass er morgen spielen kann. Morgen früh haben wir noch ein Training, es ist also nicht ausgeschlossen.«

»Dass Lars aufgrund der letzten Wochen eine sehr gute Verfassung hat, ist unbestritten«, so Hecking weiter. »Nichtsdestotrotz haben wir Spieler im Kader, die den Ausfall wettmachen würden, wenn es dazu kommt«. Raffael, der in Hamburg wegen eines grippalen Infekts fehlte, trainierte wieder mit. »Bei ihm ist sicherlich davon auszugehen, dass er morgen zur Verfügung stehen wird«, so Hecking.

Die Borussen sind heiß darauf, den nächsten Schritt in Europa zu machen und die gute Ausgangsposition durch das Hinspielergebnis zu nutzen. »Wir freuen uns auf morgen, auf einen tollen Europapokalabend«, so Hecking. »Das ist ein absolutes Highlight und wer auf dem Platz steht, wird alles raushauen, was da ist. Wir wollen einen geilen Fußballabend abliefern!«

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