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TF-Interview mit Granit Xhaka

»Ein bisschen piano machen«

Jan van Leeuwen und Marc Basten

Dienstag, 19. Januar 2016 - 20:46 Uhr

Im ausführlichen TF-Interview spricht Granit Xhaka u.a. über die Wechselgerüchte, seinen Kindheitstraum, die Arbeit mit André Schubert und verspricht, dass es künftig keine Aussetzer à la Darmstadt mehr geben wird.

Piano und Granit Xhaka - Gute Vorsätze (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)
Piano und Granit Xhaka - Gute Vorsätze (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

TF: Granit, kommen wir gleich zur Sache. Wo bleibt das 45-Millionen Angebot aus England?

Granit Xhaka: Davon weiß ich nichts.

TF: Wie nimmst du die Gerüchte wahr?

Granit Xhaka: Ich lese natürlich die Sachen und kriege vieles mit, aber das sind Spekulationen. Sie interessieren mich nicht. Wenn was kommen würde oder der Verein was hat, dann können wir uns hinsetzen. Aber da gibt es aktuell nichts.

TF: Nervt einen das, wenn man ständig drauf angesprochen wird? Eigentlich ist die Situation ja klar, du hast einen Vertrag. Trotzdem wird fast täglich dieses Fass aufgemacht.

Granit Xhaka: Nein, es nervt mich nicht. Es ehrt mich eigentlich, dass es vielleicht doch Klubs gibt, die Interesse haben und über mich nachdenken. Das spricht für meine Leistungen in den letzten Jahren. Das war es aber auch. Wie gesagt, ich habe noch einen Vertrag bis 2019, fühle mich wohl, bin glücklich. Das ist der Stand.

TF: Du wirst immer noch von deinem Vater gemanagt?

Granit Xhaka: Ja, aber ich habe noch einen Berater. Mein Vater ist jedoch meine erste Ansprechperson.

TF: Du wirst als dominante Figur bei Borussia wahrgenommen. Fühlst du dich als das Gesicht, das Aushängeschild der Mannschaft?

Granit Xhaka: Ich weiß nicht, ich beurteile mich nicht gerne selbst. Das müssen andere, in erster Linie die Mitspieler oder die Fans machen. Ich bin nicht zu Gladbach gewechselt, um das Gesicht der Mannschaft zu werden oder in den Vordergrund zu treten, sondern um hier den nächsten Schritt zu machen.

»Ich habe einen Kindheitstraum«

TF: Wenn Gladbach der nächste Schritt war, wie sieht dann der darauf folgende aus?

Granit Xhaka: Ich habe einen Kindheitstraum, das ist die Premier League. Egal ob ich eine Sekunde oder hundert Spiele in England mache, ich würde gerne irgendwann diesen Kindheitstraum in Erfüllung gehen lassen.

TF: In Gladbach weißt du, was du hast, die große Anerkennung ist dir sicher. Du bist wer. Ein gewisses Risiko würdest du bei einem Wechsel auf die Insel schon eingehen, du wärst nicht der Erste, der dort scheitert.

Granit Xhaka: Ich bin ein Mensch, der gerne mal ein Risiko eingeht. Es ist mittlerweile meine vierte Saison hier. Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt und wer sich da behauptet, der kann auch woanders spielen. Klar freue ich mich über die Wertschätzung bei Borussia, da ich hier ja nicht so einen guten Start hatte. Aber es ist doch so: Man muss sich durchbeißen, egal ob man in England, Deutschland, Spanien oder Italien ist. Überall fängt das Leben von Null an, auch ein Arzt fängt bei jeder Operation neu an.

TF: Das Risiko scheust du auch auf dem Platz nicht. Die Rote Karte gegen Darmstadt …

Granit Xhaka: … ich weiß, dass ich da so nicht reagieren darf. Ich bin 23, es ist passiert, ich kann das leider nicht mehr rückgängig machen. Aber in Zukunft werde ich das nicht mehr machen.

TF: Was macht dich so sicher?

Granit Xhaka: Es war falsch von mir und ich werde daraus lernen. Es kann nicht sein, dass ich durch solche Sachen mein Spiel und Gesicht verliere, den Verein kaputtmache und die Mannschaft im Stich lasse. Das darf nicht passieren.

TF: Haben die Schiedsrichter dich auf dem Kieker?

Granit Xhaka: Das weiß ich nicht.

»Es ist ja nicht so, dass ich ein Roboter bin«

TF: Die gegnerischen Trainer schicken ihre Spieler mit dem klaren Auftrag aufs Feld, dich zu locken und zu provozieren …

Granit Xhaka: Vielleicht machen das Spieler der kleineren Vereine. Bayern, Dortmunder usw. konzentrieren sich auf Fußball, weil sie sich mit ihrer Qualität durchsetzen können. Kleinere Klubs kämpfen halt bis zum Umfallen.

TF: Trotzdem sieht es so aus, als ob du sehr leicht auf die Provokationen reinfällst.

Granit Xhaka: Dieses ganze Gerede auf dem Platz, dieser Trashtalk, das ist Kindergarten. Das Problem ist einfach dieses Nachtreten, da nochmal einen Ellenbogen mitgeben oder sogar anspucken. Das sind Sachen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Als ich mit gerissenen Bändern gespielt habe, war es extrem. Die wissen das und da kommen zwei, drei Schläge extra auf den Fuß. Da ist es schwierig, ruhig zu bleiben. Es ist ja nicht so, dass ich ein Roboter bin.

TF: Dass die Mannschaft gegen Darmstadt in Unterzahl noch gewonnen hat, muss dich besonders gefreut haben, oder?

Granit Xhaka: Ja sicher. Aber am Schluss war ich doch der Verlierer. Vielleicht war diese rote Karte sogar der Schlüssel zum Spiel. Bis dahin hatten wir ja nur eine Chance und vielleicht war es ein Zeichen.

TF: Warst Du eigentlich überrascht, als André Schubert dich zum Kapitän ernannt hat?

Granit Xhaka: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Kapitän bei Borussia Mönchengladbach werde. Als André Schubert mir fünfzehn Minuten vor dem Spiel die Kapitänsbinde gegeben hat, war das schon ein bisschen überraschend. Es waren schließlich Spieler in der Mannschaft, die älter als ich oder schon länger dabei sind. Es ehrt mich, es ist ein Zeichen von Anerkennung und das macht mich stolz.

TF: Gab es keine Diskussionen innerhalb des Teams?

Granit Xhaka: Für mich war es wichtig, das mit Tony Jantschke zu klären. Ich wollte kein Problem mit ihm haben wegen der Kapitänsbinde. Da gebe ich sie lieber jemand anderem, als mit Tony zu diskutieren oder Palaver zu haben. Tony ist nicht der Typ dafür und ich mag das auch nicht. Von daher habe ich mit ihm geredet und der Trainer auch. Tony hat das akzeptiert und dann war alles okay.

»Wir kriegen vom Trainer viele Freiheiten«

TF: Was bedeutet es für dich in deiner Rolle im Mittelfeld, wenn es Umstellungen auf 3-5-2, phasenweise 3-4-3 gibt?

Granit Xhaka: Es ändert sich eigentlich nicht viel, weil jeder Spieler weiß, wo er zu stehen hat und was er machen muss. Wir sind sehr variabel und es ist immer gut, wenn wir zwei oder drei Systeme spielen können. Egal ob wir führen oder in Rückstand liegen.

TF: Könnt bzw. dürft ihr während des Spiels selber Änderungen vornehmen oder gibt es das nicht?

Granit Xhaka: Doch, wir kriegen vom Trainer viele Freiheiten auf dem Platz. Er verlangt von uns sogar, dass wir gewisse Sachen selber regeln. Zum Beispiel die Standards, wer nach vorne geht, wer die Eckbälle schlägt, ob zu zweit oder zu dritt.

TF: Also siehst du es positiv, dass der Trainer euch verstärkt in die Verantwortung nimmt?

Granit Xhaka: Jeder Mensch kann vom anderen profitieren, egal ob er jung oder alt ist. Der Trainer von uns, wir von ihm. Die kleinen Dinge, über die wir reden, sind in der Hinrunde ganz gut aufgegangen. Der Trainer hört auch auf unsere Meinung. Klar, ist er es, der am Schluss entscheidet. Aber er will, dass wir mit ihm reden. Mir gefällt das.

TF: Ist die vergangene verrückte Hinrunde überhaupt erklärbar?

Granit Xhaka: Schwer, es ist ja nicht so, dass wir nicht wollten oder der Trainer nicht wollte. Wir hatten uns vor dem ersten Spiel in Dortmund etwas anderes vorgestellt und kriegen sofort vier Stück. Das war so wie ein Schlag ins Gesicht. Damit kamen wir nicht gut klar, obwohl wir keine schlechten Spiele gemacht haben.

TF: Hattest du nachher noch Kontakt zu Favre?

Granit Xhaka: Er hat sich bei jedem Spieler nochmal gemeldet. Danach bis heute nicht mehr.

»Wir lernen den Trainer erst jetzt richtig kennen«

TF: André Schubert ist ein anderer Trainertyp als Favre. Wie erlebst du ihn?

Granit Xhaka: Es klingt blöd, aber eigentlich lernen wir den Trainer erst jetzt richtig kennen. Wegen der vielen Spiele hatten wir ja keine Zeit, ausgiebig zu trainieren. Das Training dauerte vielleicht eine dreiviertel Stunde. Er hat Sachen gesagt, die wir als Mannschaft enorm gut umgesetzt haben. Dass es so gut geklappt hat, ist ein Wunder. Erst jetzt können wir richtig mit ihm arbeiten.

TF: Wie ist dein Eindruck von der Arbeit Schuberts?

Granit Xhaka: Es ist gut, aber anders als bei Favre. Der hat viel länger trainiert, mit mehr Pausen dazwischen. Schubert trainiert eher kürzer und intensiver. Jeder hat seine Philosophie. Wir nehmen das gerne an, sind eine Mannschaft, die enorm jung ist.

TF: Du bist ja auch noch relativ jung, hast aber schon mit Koryphäen wie Hitzfeld und Favre gearbeitet. Prägt das?

Granit Xhaka: Ich hatte bisher drei Trainer, die alle ein bisschen verschieden waren. Thorsten Fink bei Basel war eher so wie ein Kumpel, hat viel geredet, auf dem Platz mal einen Spruch gemacht, mitgespielt. Favre war ein zurückhaltender Trainer, ein Fußballfreak im positiven Sinne. Und Hitzfeld ist ein Gentleman. Punkt aus. André Schubert ist ähnlich wie Thorsten Fink – einer, der viel näher an der Mannschaft ist. Von allen drei Typen kann man profitieren. In meinen jungen Jahren habe ich von diesen Menschen viel gelernt.

TF: Was genau? Nenn mal ein konkretes Beispiel.

Granit Xhaka: Zum Beispiel diese Ruhe, die Hitzfeld hat. Wenn er sagt, mach das, was du kannst. Bei Fink war es fast wie Vater und Sohn, er hat oft mit mir geredet. Favre war ein Perfektionist, der Sachen sah, die Fink und Hitzfeld nicht gesehen haben. Schubert ist einer wie Fink. Er gibt dir diese Anerkennung, ist ehrlich und offen, sagt dir direkt ins Gesicht, was Sache ist. Ich mag solche Menschen.

TF: Nervte dieser Perfektionismus Favres nicht manchmal?

Granit Xhaka: Beispiel Video-Analyse, er hat sofort angehalten und über einen Meter geredet, den du nicht gemacht hast. Da denkst du ‘oh Mann, warum hat der das gesehen?’ Aber es bringt dich letztlich weiter. Wir haben unter ihm Übungen gemacht, die man schon aus dem Jugendtraining kannte, bei denen du nicht sofort siehst, was die bringen. Das hat er stark gemacht.

»Respekt ist wichtig«

TF: Werden Trainer, wenn sie nicht dabei sind, auch mal imitiert und durch den Kakao gezogen?

Granit Xhaka: (..lacht..) Ja, sorry. Jede Mannschaft macht das. Ein Spieler, der nein sagt, der lügt. Wir sind auch Menschen und machen hier und da mal einen Spruch. Aber alles im Rahmen.

TF: Täuscht der Eindruck, oder greifen mannschaftintern die Rädchen auch neben dem Platz ineinander?

Granit Xhaka: Ich denke, man sieht auch von außen, dass die Stimmung bei uns überragend ist. Wir haben Spieler mit sehr viel Erfahrung, ganz junge die frisch hochgekommen sind und Zeit brauchen und Spieler im Alter dazwischen. Es passt einfach von der Mischung her. Respekt ist wichtig.

TF: Aber in so einer großen Gruppe von Menschen gibt es doch auch Leute, die nicht miteinander klarkommen, die sich zum Beispiel professionell ignorieren.

Granit Xhaka: In jeder Mannschaft gibt es Gruppen, das ist normal und wohl überall so. Nicht alle können sich 100% gut verstehen. Da würde auch was falsch sein. Schlussendlich müssen wir aber alle an einem Strang ziehen, vor allem auf dem Platz. Da gibt es kein ‘ich gebe dir keinen Ball’ oder ‚den spiele ich extra schlecht an‘. Das geht nicht, denn dann profitieren wir alle nicht.

TF: Was bringt dieser Spielerkreis vor dem Anpfiff eigentlich?

Granit Xhaka: Im letzten Jahr hat Max Kruse die Ansagen gemacht, diese Saison mache ich das. Ich nehme ein paar Stichwörter von dem, was der Trainer gesagt hat und gebe es mit meinen Worten wider. Quasi als Motivation kurz vor dem Spiel. Ob es was bringt, weiß ich nicht.

TF: Du hast bisher drei Saisontore erzielt – das ist persönlicher Rekord. Kommen noch welche hinzu?

Granit Xhaka: Mein eigenes Ziel waren acht, das ist alles noch realistisch. Ich habe noch 14 Spiele für 5 Tore.

»Die 34 möchte ich auch in Zukunft tragen«

TF: Du trägst seit dieser Saison Schuhe von ‚Under Armour‘ und es heißt, du könntest das neue Gesicht dieser Marke werden. Ist da was dran?

Granit Xhaka: Es gibt ein paar Überlegungen, aber spruchreif ist noch nichts. Mit den Schuhen bin ich jedenfalls sehr zufrieden.

TF: Im Gegensatz zu uns, was deine Jacke mit Pelz betrifft …

Granit Xhaka: Die gefällt euch nicht?

TF: Nein, das war zu viel. Die 34 okay, aber die Krone?

Granit Xhaka: Die war schon drauf. Ich habe nur die Nummer noch anbringen lassen.

TF: Was bedeutet die 34 für dich?

Granit Xhaka: Das war meine erste Profinummer bei Basel. Die habe ich sogar auf meinem Rücken tätowiert. Ich möchte die auch gerne in der Zukunft tragen.

TF: Was, wenn morgen Arsène Wenger anruft und dich holen will, aber die Nummer ist schon vergeben?

Granit Xhaka: Die war auch hier in Gladbach vergeben, an Amin Younes. Und bei Arsenal hat Coquelin sie.

TF: Den hast du schon angerufen?

Granit Xhaka: Ja, ich habe mit ihm schon geredet, er würde gerne eine andere Nummer nehmen (…lacht…).

»Ich würde auf alles verzichten«

TF: Würdest du auf viel Geld verzichten, wenn deine Partnerin sagen würde, dass sie sich in Gladbach so wohl fühlt und auf keinen Fall nach England umziehen will?

Granit Xhaka: Ich würde auf alles verzichten, denn so eine Entscheidung hat nicht nur mit mir zu tun, sondern auch mit meiner Familie. Wenn sie sich nicht wohl fühlen, wenn sie bei mir sind, dann bringt mir das Geld alles nichts. Wenn ich diesen Schritt mal machen sollte, dann nicht bloß wegen des Geldes, sondern für meine Entwicklung und meine Karriere. Wenn ich nur aufs Geld geschaut hätte, wäre ich nicht von Basel nach Gladbach gekommen. Es waren damals schon englische Mannschaften da.

TF: Dass England von der Mentalität her passen könnte, zeigt die Geschichte mit dem Bänderriss. Wie hart war es, mit gerissenem Außenband zu spielen?

Granit Xhaka: Am Anfang war es heftig. Die Bänder waren beim Spiel mit der Schweiz in Estland gerissen, dort hatte ich auch das MRT. Samstags spielten wir in Frankfurt und tags zuvor habe ich zum ersten Mal mit Andi Bluhm trainiert. Ich habe da einen Pass gespielt und dachte, ‚nein, das geht nicht‘. Doch ich habe nichts gesagt, ich wollte unbedingt spielen. Auf dem Platz war dann das Adrenalin, aber dennoch brauchte ich Schmerztabletten.

TF: Du hast danach die kompletten englischen Wochen durchgespielt …

Granit Xhaka: Die ersten drei Spiele mit Schmerztabletten. Danach nur mit Tape, das ich immer noch trage. Ich habe es am Anfang sehr viel behandeln lassen, aber ohne Tape würde nichts gehen.

TF: Hattest du keine Angst vor Zweikämpfen? Es hätte ja böse enden können.

Granit Xhaka: So darf kein Fußballer denken. Wenn man nicht hingeht, weil man sich nicht traut, dann sollte man lieber das Handtuch werfen. Klar, es gibt 50-50-Situationen, wo dir einer auf den Fuß tritt und dann kann alles passieren, bis hin zum Karriereende. Meine ganze Familie war dagegen und wollte, dass ich lieber vier Wochen Pause mache. Ich höre zwar auf sie, aber sie haben mich letztendlich verstanden, als ich es ihnen erklärt habe.

»Ich bin ja kein Weichei«

TF: Ist es anstrengend, Fußballprofi zu sein?

Granit Xhaka: Es ist nicht einfach. Als Kind und als junger Erwachsener musst du auf viel verzichten. Die Freunde gehen feiern, du kannst nicht mit, weil du am nächsten Tag Leistung bringen musst. Die Anfangsjahre sind am schwierigsten. Jetzt ist es so, dass du auf andere Sachen aufpassen musst. Man steht in der Öffentlichkeit, jeder zückt heute sein Handy. Da solltest du lieber nicht mit zwei Flaschen in der Hand auf dem Tisch tanzen.

TF: Gehst du nur im ‚Tarnmodus‘ vor die Tür?

Granit Xhaka: Nein, ich gehe zum Beispiel in Gladbach ganz normal im Supermarkt einkaufen. Das ist kein Problem. Die Leute gucken manchmal so, als ob sie nicht glauben, dass ich es bin. Weil sie vielleicht nicht erwarten, dass ich einkaufen gehe. Aber so richtig hat man nie seine Ruhe, wenn man unterwegs ist.

TF: Was sind deine Rückzugsorte?

Granit Xhaka: Meine Familie und Freunde, die ich früher schon hatte. Die sehen mich als Granit. Ansonsten wird man von vielen nicht als der Mensch gesehen, der man ist, sondern als der Fußballer. Damit kann ich umgehen. Man muss das Privatleben und den Job gut trennen können.

TF: Stört es dich eigentlich, wenn du als einer der ‚größten Drecksäcke‘ der Liga beschrieben wirst?

Granit Xhaka: Nein, ich bin ja kein Weichei. Ich werde mein Spiel nicht ändern, nur ein bisschen piano machen!

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