Freitag, 11. Januar 2013 - 18:23 Uhr
Im zweiten und letzten Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Dubai traf die Borussia am Freitagabend auf Eintracht Frankfurt. Entgegen der Planungen fand die Partie nicht im Stadion „The Sevens“, sondern auf der Trainingsanlage der Borussen statt.
Borussias Trainer Lucien Favre bot mit einer Ausnahme die Elf auf, die am letzten Bundesligaspieltag einen Punkt in München holte. Lediglich Luuk de Jong kam für Mike Hanke in die Startformation.
Die Partie begann recht verhalten mit Vorteilen auf Seiten der Frankfurter. Zumindest meldeten sich die Hessen bereits in der 2. Minute im Gladbacher Strafraum. Der agile Inui zwang ter Stegen mit einem Schuss zu einer ersten Parade.
Auf der anderen Seite taten sich die Borussen schwer, in der Hälfte der Frankfurter zu Aktionen zu kommen. Ein Freistoß von Arango war sichere Beute für Torwart Trapp (12.).
Fast im Gegenzug ging die Veh-Truppe in Führung. Mit einer Kombination, die man in der Bundesliga schon öfters gesehen hat. Aigner flankte und Alex Meier kam ziemlich unbedrängt zum Kopfball und ließ ter Stegen keine Chance (13.).
Lucien Favre stellte danach um, ließ Herrmann über die rechte Seite spielen und zog Cigerci im Wechsel mit Arango nach links. Nach und nach schaffte es diese Formation, sich besser ins Spiel zu bringen. Arango zielte bei einem Konter nach Querpass von Herrmann über den Kasten (20.), dann brachte Arango Herrmann mit einem eher unfreiwilligen Zuspiel in Position. Herrmann traf, doch das Unparteiischengespann entschied auf Abseits.
Kurz darauf blieb die Fahne des Linienrichters zurecht unten. Herrmann lief über die rechte Seite in den Strafraum und hätte eigentlich selbst abschließen können, doch er lupfte den Ball an den zweiten Pfosten zu de Jong. Der nahm das Leder noch an und knallte es unter die Latte zum Ausgleich (36.).
Die Borussen waren nun überlegen und drängten auf den zweiten Treffer. Arango schoss aus zwanzig Metern knapp am Tor vorbei (39.), Nordtveit zielte kurz darauf genauer. Nach einem Doppelpass mit de Jong, der ihm den Ball zurück in den Lauf ‚stocherte`, behielt der Norweger die Übersicht und traf präzise ins lange Eck zum 2:1.
Zur zweiten Halbzeit blieben die Borussen unverändert, auf Seiten der Frankfurter gab es einige Wechsel. Die Gladbacher waren weiterhin das bessere Team und zeigten einige gute Kombinationen. Aus einer entstand der dritte Treffer. Herrmann flankte von rechts, de Jong wurde beim Kopfball von Russ leicht gedrückt und der Schiedsrichter entschied etwas überraschend auf Elfmeter. Thorben Marx verwandelte, wie schon in München, sicher (62.).
In der Folgezeit nahmen sich die Borussen etwas zurück und wechselten dann gleich viermal aus, es kamen Daems, Xhaka, Rupp und Hrgota.
Frankfurt kam nun etwas auf. Zunächst traf Ex-Borusse Matmour nur das Außennetz (73.), dann zielte Kittel nach einem kurz ausgeführten Freistoß aus der Distanz mit einem abgefälschten Schuss knapp drüber (75.).
In der 81. Minute erzielten die Hessen den Anschlusstreffer. Meier passte auf Iniui, der sich in der Schnittstelle der Viererkette durchsetzte und unhaltbar für ter Stegen vollendete.
In der Schlussphase kam Frankfurt noch ein paar Mal in die Nähe des Gladbacher Tores, der Ausgleich fiel allerdings nicht mehr. Borussia gewann letztlich verdient, was auch Lucien Favre befand. »Es waren ein paar gute spielerische Sachen dabei«, sagte der Coach. »Es war positiv, einige Kombinationen im Mittelfeld, es war interessant«.
»Wir spielen verschiedene Systeme und werden sehen, was in Zukunft ist«, wollte sich der Schweizer in Bezug auf die Aufstellung gegen Hoffenheim nicht festlegen. »Kein Platz ist reserviert, alle haben die Gelegenheit sich zu präsentieren«.
Kurzstatistik zum Spiel:
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt (73. Daems) – Marx, Nordtveit (73.Xhaka) – Arango (73. Rupp) Cigerci (79. Mlapa) – Herrmann (73. Hrgota), de Jong (73. Hanke)
Tore: 0:1 Meier (13.), 1:1 de Jong (36.), 2:1 Nordtveit (44.), 3:1 Marx (62./FE), 3:2 Inui (81.)
Schiedsrichter: Fahat Alksar
Zuschauer: 400