Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 21:26 Uhr
Die vorläufig letzte Vollzugmeldung lief am Mittwochmittag über den Ticker: Martin Stranzl verschiebt seinen für den Sommer geplanten Eintritt in den Vorruhestand und verlängert seinen auslaufenden Kontrakt um ein Jahr bis Juni 2014.
Überaus wichtig für den VfL, dass sich der 32-Jährige gegen ein vorzeitiges Karriereende entschieden hat. Schließlich ist Martin Stranzl nicht nur auf dem Platz eine feste Größe, sondern auch daneben ein, wenn nicht sogar der Anführer. Sein Wort hat Gewicht, besonders in der Krise im Frühherbst sorgte Stranzl intern für Ordnung.
Nun also bleibt er eine weitere Spielzeit in Mönchengladbach. Solch ein Jahresvertrag ist für beide Seiten eine optimale Lösung.
Optimal auch die Vertragsverlängerung von Håvard Nordtveit, die ein paar Stunden vor der von Martin Stranzl bekannt gemacht wurde. Der Norweger kam wie Stranzl im Januar 2011 nach Mönchengladbach, als die Borussia mit 1½ Beinen in der zweiten Liga stand. Auch er avancierte direkt zu einem Basisspieler und entwickelt sich seitdem stetig weiter. In dieser Spielzeit machte der 22-Jährige nochmals einen Schritt nach vorne und war in der Vorrunde der beständigste Borusse.
Kein Geheimnis ist, dass mehrere Klubs den norwegischen Nationalspieler auf dem Zettel hatten, u.a. wurde er aus England intensiv gescoutet. Durch die Verlängerung des 2014 auslaufenden Vertrages um zwei Jahre herrscht nun Planungssicherheit für Spieler und Verein.
Das gilt auch im Falle Tony Jantschke, der am Dienstag den Reigen der Vertragsverlängerungen eröffnete. Erst im letzten Jahr wurde sein Arbeitspapier bis 2014 verlängert, nun um ein Jahr ausgedehnt. Zudem hat die Borussia eine Option, Jantschke für ein weiteres Jahr zu binden.
Auch Jantschkes Verbleib ist ein Zeichen im Hinblick auf die Zukunft. Jantschke ist wie Nordtveit 22 Jahre alt und als Stammspieler in der Bundesliga und bei der U21-Nationalmannschaft auch für andere Klubs interessant. Durch die nun geschaffenen klaren Verhältnisse wird es diesbezüglich keine unnötigen Baustellen geben.
Der bedeutende Routinier Martin Stranzl bleibt der Borussia erhalten, die schon etablierten, aber immer noch sehr jungen Jantschke und Nordtveit bleiben Bausteine für die Zukunft. Die ersten Personalentscheidungen in Mönchengladbach nach Abschluss der Hinrunde sind fraglos wichtig und richtig.