Samstag, 08. Dezember 2012 - 18:35 Uhr
Da staunte Alvaro Dominguez nicht schlecht. Als er am Freitag mit seinen Kollegen mit Verspätung von der Dienstreise aus Istanbul an den Borussia-Park zurückkehrte, musste er erstmal sein Auto freibuddeln. Für Mönchengladbacher Verhältnisse echte Schneemassen ließen nicht nur den Spanier staunen.
Der fand seinen Wagen schließlich und absolvierte die Schneefahrt nach Hause ohne Probleme. Bei seiner Berufsausübung sollte ihn der Winter ebenfalls nicht hindern. Zum einen, weil »es in Madrid im Winter auch kalt ist, selbst wenn nicht ganz so wie hier«, wie er sagt. Zum anderen, weil in Mönchengladbach ordentlich gewirbelt wurde, um Stadion und nähere Umgebung vom Schnee zu befreien und ‚spielfit‘ zu machen.
So konnten die Borussen am Samstag dann auch via Homepage vermelden, dass der Borussia-Park »aktuell spielfähig« ist.
Das sollte auch die Truppe von Lucien Favre sein, schließlich wurden die meisten Profis, die am Sonntag auflaufen werden, unter der Woche geschont. Obwohl in Istanbul einige Akteure der zweiten Reihe nachhaltig auf sich aufmerksam machten ist nicht damit zu rechnen, dass Lucien Favre in der letzten Spielwoche des Jahres noch groß umstellen wird.
Von daher darf man davon ausgehen, dass gegen Mainz die Elf aufläuft, die am vergangenen Samstag auf Schalke einen Punkt holte und die ambitionierten Istanbul-Fahrer sich weiter in Geduld üben müssen.
»Wir möchten natürlich mit einem Heimsieg das erfolgreiche Kalenderjahr 2012 beschließen«, so die Vorgabe von Sportdirektor Max Eberl für das Duell mit den Rheinhessen. »Mainz spielt eine sehr gute Runde«, so Eberl weiter. »Trotz gravierendem Aderlass in der vergangenen Saison hat sich die Mannschaft in diesem Kalenderjahr wieder stabilisiert und spielt im Moment sehr konstant«.
Und das sogar so, dass man den FSV durchaus als eine der Überraschungsmannschaften der Saison bezeichnen kann.
Die Borussen werden in der letzten Partie des Jahres vor eigenem Publikum nochmal an die Grenzen gehen müssen. »Wir wollen die drei Punkte holen«, sagt Alvaro Dominguez mit Bestimmtheit. Der Spanier ist heiß, trotz der Kälte. Und er hat noch nicht genug. »Gewinnen wir gegen Mainz, dann haben wir auch Chancen in München«.