Dienstag, 20. Dezember 2011 - 14:43 Uhr
Es war die wichtigste Nachricht an diesem Dienstag bei der Pressekonferenz im Mönchengladbacher Borussia-Park vor dem Pokalachtelfinale gegen Schalke 04: Sowohl Marc-Andre ter Stegen (Brust-/Rippenprellung) als auch die drei „Kniefälle“ aus dem Mainz-Spiel, Marco Reus, Tony Jantschke und Mike Hanke können am Mittwoch auflaufen.
»Es sieht gut aus«, verkündete Lucien Favre. »Nur Joshua King ist nicht an Bord, alle anderen sind 100% fit«.
In Sachen Joshua King, der bislang aufgrund von diversen Verletzungen noch keine Rolle spielte, stehen Gespräche mit Manchester United an, ob das Ausleihgeschäft noch Sinn macht, wie Max Eberl mitteilte. »Natürlich hat so ein großer Klub Interesse daran, dass ein Spieler auch spielt, wenn sie ihn ausleihen. Dass das nicht der Fall ist, dafür können weder der Junge noch wir etwas«.
Diesbezüglich könnte sich im Winter also etwas tun und damit doch Bewegung in Personalfragen kommen. Doch zunächst steht das Pokalspiel im Fokus und damit die Aufgabe, gegen Schalke 04 zu gewinnen. »Sie sind vielleicht derzeit die beste Mannschaft in Deutschland«, hatte Lucien Favre bereits am Sonntag erklärt. »Momentan ist es sehr schwer, gegen Schalke zu spielen. Seit dem Dortmund-Spiel agieren sie im 4-4-2, manchmal ist es ein 4-2-3-1. Mit Jones sind sie defensiv verbessert und es wird sehr schwer, über das Zentrum eine Lösung zu finden. Wir müssen vielleicht mehr über die Seite kommen. Auf jeden Fall müssen wir mit viel Intelligenz gegen diese Mannschaft spielen«.
»Ich freue mich auf dieses Spiel, es wird interessant«, so Favre weiter. »Klar hat Schalke viel Potential, aber wir können sie schlagen. Wir respektieren sie, aber wir haben keine Angst«.
Eine mögliche Verlängerung und auch ein Elfmeterschießen, wie zuletzt in Heidenheim, zieht Favre ins Kalkül. »Wir müssen uns auf mehrere Fälle vorbereiten«, sagte der Schweizer, der nicht näher darauf eingehen wollte, welche Elfmeterschützen er benennen würde. »Das hängt auch damit zusammen, was vorher passiert. Da brauche ich auch Plan B, C und D …«.
Egal wie, am Ende zählt der Einzug ins Viertelfinale, das am Mittwoch noch im Anschluss an die Partie in den Katakomben des Borussia-Park ausgelost wird. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ist das Weiterkommen reizvoll. »Das Geld ist in dem Spiel völlig wurscht«, sagte Sportdirektor Max Eberl. »Wir wollen weiterkommen und das Jahr 2011 mit einem tollen Kampf beenden«.
Und mit dieser Vorgabe geht es in den Showdown eines unglaublichen Jahres für Borussia Mönchengladbach …