Freitag, 16. Dezember 2011 - 14:23 Uhr

Seit Tagen ist im Zusammenhang mit Borussia Mönchengladach nur eine Frage wirklich akut: Kann Marco Reus beim Hinrundenfinale gegen Mainz und im abschließenden Pokalspiel gegen Schalke 04 am nächsten Mittwoch mitwirken? Oder setzt ihn sein im Derby in Köln erlittener Zehenbruch weiter außer Gefecht?
Nachdem Reus am Donnerstag bereits mit einem Spezialschuh am Mannschaftstraining teilgenommen hatte, konnte sein Trainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Freitag die gute Nachricht verkünden, dass beim Nationalspieler keine neuerlichen Probleme aufgetreten sind. »Marco fühlt sich gut«, erklärte der Schweizer. »Er hat gestern und heute jeweils einmal mit der Mannschaft trainiert. Er ist bereit«.
Aufatmen also bei allen Gladbachern, auch wenn noch das Abschlusstraining am Samstag abgewartet werden muss, bis endgültig feststeht, dass Marco Reus nach zwei verpassten Spielen wieder mitmischen wird. Dass der Flitzer aufgrund der Pause konditionelle Rückstände haben könnte, ist für Lucien Favre kein Thema. »Marco hat in der Zeit viele intensive Übungen mit Chris Weigl gemacht«, so Favre.
Somit kann der Coach personell aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Joshua King steht aufgrund seiner anhaltenden Adduktorenbeschwerden nicht zur Verfügung. Håvard Nordtveit, der letzte Woche in Augsburg passen musste, ist wieder voll belastbar.
Es dürfte daher so sein, dass sowohl Thorben Marx als auch Raúl Bobadilla gegenüber der Vorwoche auf der Bank sitzen werden. Und Igor de Camargo, der mit den Hufen scharrt und in die Startelf drängt, wird wohl weiterhin als Backup eingeplant.
Dass die Partie gegen die wiedererstarkten Mainzer trotz des Mitwirkens von Marco Reus kein Selbstläufer wird, versteht sich von selbst. Es bahnt sich stattdessen sogar eine verflixt komplizierte Angelegenheit an. »Mainz ist extrem gut organisiert«, schilderte Lucien Favre seine Beobachtungen des Gegners. »Sie spielen vier Systeme, die sie während einer Partie wechseln. Wir müssen auf alles vorbereitet sein«.
Dafür wird der Schweizer sorgen, die Umsetzung bleibt dem kickenden Personal vorbehalten. Mainz ist auswärts stark, hat nur eine Partie in der Fremde verloren. Die Borussen sind ihrerseits im Gegensatz zur Vorsaison daheim eine Macht und noch ungeschlagen.
Es dürfte also eine interessante Partie werden, für die bislang ca. 47.500 Tickets abgesetzt sind. Die Borussen werden jedenfalls mit breiter Brust auflaufen. Schon alleine, weil »Marco bereit« ist.