Donnerstag, 17. November 2011 - 18:01 Uhr
Wenn man auf die vergangenen Duelle zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen im Borussia Park zurückblickt, versprechen die Ergebnisse in erster Linie eins, viele Tore! Vor allem Raúl Bobadilla dürfte das 4:3 aus der vorletzten Saison noch sehr präsent sein. In seinem wohl besten Spiel im Fohlendress, bereitete der Argentinier zwei Treffer vor und markierte im Anschluss seinen ersten Doppelpack. Aber weder die positiven Erinnerungen noch die gute Testspielleistung gegen Oberhausen ermöglichen ihm am Samstag einen Platz in der Startelf. »Momentan läuft es gut und es gibt wenig Grund etwas zu ändern. Aber Raúl präsentiert sich gut. Seine Zeit wird noch kommen«, begründete Trainer Lucien Favre Bobadillas Stammplatz auf der Bank.
Neben dem Konkurrenzdruck der Reservisten, lässt auch die beeindruckende Form von Bremens Torjäger Claudio Pizarro den Schweizer kalt. »Er ist natürlich ein sehr guter Angreifer, aber sie haben viele gefährliche Spieler im Sturm und Mittelfeld. Wir kennen Pizarro schon sehr lange und wissen, dass er Tore schießen kann. Deshalb kann man aber nicht wegen einem Spieler das System umstellen«, erklärte Favre seine Gelassenheit. So schloss er es auch kategorisch aus, Pizarro in Form von klassischer Manndeckung auszuschalten.
Auch wenn Borussias Trainer großen Respekt vor der Bremer Mannschaft hat, »Werder ist in dieser Saison sehr stark und vor allem stabil«, sieht er den Schlüssel zum Erfolg in den eigenen Stärken. »Wir müssen sehr konzentriert sein und intelligent verteidigen, aber wir werden auch trotzdem nach vorne spielen. Wir spielen um zu gewinnen!«, gab sich Favre selbstbewusst.
Um Bremen zu bezwingen, stehen ihm bis auf den Langzeit-Verletzten Igor de Camargo und Joshua King (Adduktorenprobleme) alle Spieler zur Verfügung. Ob de Camargo in diesem Jahr noch einmal zum Einsatz kommen kann, ist weiterhin fraglich. »Er läuft im Moment wieder und macht Reha-Training. Vielleicht könnte er in der nächsten Woche wieder mit der Mannschaft trainieren, aber ich weiß nicht, ob es in diesem Jahr noch zu einem Einsatz reicht«, gab Favre Auskunft über die aktuelle Entwicklung des Belgiers.
Neben der Erkenntnis, dass alle Nationalspieler gesund zurückgekehrt sind, erfreute heute vor allem die Vertragsverlängerung von Torhüter Marc André ter Stegen Trainer und Sportdirektor. »Wir sind alle extrem zufrieden mit ihm und ich denke er ist es auch. Er ist als Spieler und Mensch perfekt!«, lobte Favre sein Torwart-Juwel in den höchsten Tönen.
Mit einer unveränderten Mannschaft, dem positiven Signal der Vertragsverlängerung von ter Stegen und mit knapp 54.000 Fans im Rücken soll also am Samstag die Erfolgsserie fortgesetzt und Werder Bremen der Dritte Tabellenplatz streitig gemacht werden. »Wir haben einen guten Lauf und wollen in diesem Lauf bleiben. Das Stadion ist bis auf 500 Karten nahezu ausverkauft, auf solche Spiele musst du dich als Spieler freuen!«, sieht Sportdirektor Max Eberl den Weg zum nächsten Heimsieg geebnet.