Dienstag, 11. Oktober 2011 - 12:03 Uhr
Igor de Camargo war der Königstransfer von Borussia Mönchengladbach in der abgelaufenen Spielzeit. Mit über vier Millionen griffen die Gladbacher für ihre Verhältnisse tief in die Tasche, um sich die Dienste des Offensivmanns zu sichern.
Was auf beiden Seiten voller Hoffnung begann, entpuppte sich schnell als komplizierte Geschichte. Denn Igor de Camargo ist seit mittlerweile 15 Monaten ein Borusse, doch wirklich fit war er nie. Gleich zu Beginn seiner Zeit im Borussia-Park lag er längerfristig auf Eis und konnte erst eingreifen, als sich die Mannschaft schon im kollektiven Abstiegsstrudel befand.
Immer wieder deutete der gebürtige Brasilianer seine Fähigkeiten an, erzielte auch das eine oder andere Tor. Doch immer, wenn es den Anschein hatte, als ob er in den richtigen Rhythmus finden würde, verletzte er sich erneut.
Es waren viele, zum Teil kuriose Verletzungen dabei, die auch Borussias medizinische Abteilung vor einige Rätsel stellten. Denn nicht immer waren die Ursachen der Beschwerden, die de Camargo verspürte, wirklich zu diagnostizieren.
Dass Borussia Mönchengladbach mit dem Stürmer keinen Fehlgriff getan hat, bewiesen alleine die Relegationsspiele, als de Camargo im Hinspiel das schon legendäre ‚Last-Second-Goal‘ erzielte und im Rückspiel die Vorlage zum entscheidenden Ausgleichstreffer gab.
Vor dieser Saison wünschte sich de Camargo, »endlich gesund zu bleiben«. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Denn auch in dieser Spielzeit plagt er sich mit diversen Problemen herum. Dennoch zeichnete er sich für die wichtigen Siegtreffer in München und in Hamburg verantwortlich.
Und so langsam aber sicher schien es, als ob er auch körperlich vollends in die Spur kommen würde. Er war zuletzt immer einer der laufstärksten Borussen und es hatte den Eindruck, als ob sich de Camargo wirklich stabilisieren könnte. Doch sein jüngster Ausflug zur belgischen Nationalmannschaft bestätigte: Igor ist der Seuchenvogel.
Im Training zog er sich einen Teilabriss des Innenbandes im linken Knie zu. Sofort reiste de Camargo nach Mönchengladbach, wo am Dienstag die ernüchternde Diagnose gestellt wurde. Somit wird der Stürmer dem VfL nicht nur am kommenden Samstag gegen Leverkusen, sondern auch in den nächsten Wochen fehlen. Ein schmerzhafter Ausfall für alle Seiten ...