Dienstag, 06. September 2011 - 12:37 Uhr
Nein, so knüppeldick wie im Herbst des vergangenen Jahres hat es Borussia Mönchengladbach in der neuen Saison noch nicht erwischt. Doch Trainer Lucien Favre konnte bislang in der Bundesliga noch nie seine vermeintlich stärkste Formation ins Rennen schicken.
Da war die hartnäckige Wadenverletzung von Martin Stranzl, der den unumstrittenen Stamm- und Führungsspieler nach dem Pokalspiel zum Aussetzen zwang. In keiner der vier Partien konnte der Österreicher mitwirken. Kompensiert wurde sein Fehlen durch Roel Brouwers, bzw. bei dessen Sperre gegen Wolfsburg durch Håvard Nordtveit.
Am letzten Wochenende im Testspiel gegen Duisburg feierte Martin Stranzl sein Comeback und dürfte am kommenden Samstag gegen Kaiserslautern wieder zur Verfügung stehen. Sein Ausfall konnte also ohne größeren Schaden aufgefangen werden. Und dennoch ist es gut zu wissen, dass dieser wichtige Spieler wieder dabei sein wird.
Ein Wissen, das es in Bezug auf Igor de Camargo nicht wirklich gibt. Der Brasilien-Belgier gibt vielmehr regelmäßig große Rätsel auf, wie es um seinen Gesundheitszustand bestellt ist. Mehrfach musste er länger pausieren, ab und an kamen Beschwerden hinzu, die nicht wirklich klar zu definieren waren. Es gab daher schon mal die eine oder andere ‚Wunderheilung‘, aber im den richtigen Rhythmus ist der Stürmer auch in dieser Saison noch nicht.
Hier wird nicht nur Lucien Favre mit gewissen Sorgenfalten der Rückkehr von de Camargo von der Länderspielreise entgegen blicken.
Besonders, weil sich für Borussias Trainer in der Offensive eine weitere Baustelle auftut, die im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhaft werden könnte. Marco Reus, der gefährlichste und wichtigste Offensivspieler des VfL, musste nicht nur eine erneute Absage an Bundestrainer Löw erteilen, sondern es droht auch ein Ausfall bei der Borussia.
Adduktoren-, Rücken- und weitere muskuläre Probleme hat Rocket-Man Reus. Und da er diese schon geraume Zeit mit sich rumschleppt, muss eine Zwangspause befürchtet werden.
Am heutigen Dienstag nahmen die Gladbacher Borussen das Training und die Vorbereitung auf die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern auf. Erwartungsgemäß war Marco Reus nicht auf dem Platz, auch am Nachmittag wird er nicht trainieren.
Ob es für den 22-Jährigen bis Samstag noch was wird, ist mehr als fraglich. »Noch kann man nichts genaues sagen«, macht sich Borussen-Coach Lucien Favre noch etwas Hoffnung auf einen Einsatz von Reus. »Wir müssen abwarten«, sagte der Schweizer am Dienstagmittag.
Ohne Frage wäre der Ausfall von Reus ein herber Verlust, gibt es doch zwei Profis bei Borussia, die aktuell als unersetzlich gelten: Marco Reus und Marc-André ter Stegen.
Zumindest vom jungen Keeper gibt es gute Nachrichten. Er konnte das Training nach seiner Sehnenentzündung wieder aufnehmen ...