Donnerstag, 07. Juli 2011 - 12:39 Uhr

Der Japaner Yuki Otsu strahlte, als er am Donnerstag das erste Mal mit den Spielern von Borussia Mönchengladbach seine Runden auf dem Trainingsplatz drehte. Der 21-Jährige absolviert ab heute ein Probetraining in Gladbach und soll auch beim Testspiel am Samstag in Rheydt gegen Aberdeen zum Einsatz kommen.
Der Japaner ist ein Kandidat für das linke offensive Mittelfeld und gilt als sehr talentiert. Aktuell steht er beim japanischen Erstligisten Kashiwa Reysol unter Vertrag, sein Marktwert wird in der Heimat auf 300.000 Euro taxiert. Dass er flink auf den Beinen ist, konnte er bei seiner ersten Trainingseinheit zeigen. Weitere seriöse Aufschlüsse gab es jedoch nicht. »Es ist schwer, ihn nach einem kurzen Training einzuschätzen«, bestätigte Trainer Lucien Favre. »Wir haben die Möglichkeit, ihn bis Samstag oder Sonntag zu testen. Dann sehen wir weiter«.
Einen weiteren Testspieler wird es nach Yuki Otsu wohl nicht mehr geben. »Ich denke, er ist der letzte Probespieler, den wir in dieser Transferperiode haben werden. Es sei denn, es ist ein Messi«, sagte Favre.
Den wird der Schweizer nicht bekommen, aber vielleicht den Wolfsburger Tolga Cigerci. Der 19-Jährige Mittelfeldspieler (6 Bundesligaeinsätze) wird in der Gerüchteküche heiß gehandelt. »Wir haben uns viele junge Spieler in Deutschland angeschaut«, wich Favre der Frage nach einem Interesse an Cigerci aus. »Wir sprechen kontinuierlich über unseren Kader, mehr kann ich momentan nicht sagen«.
Dafür bestätigte der Schweizer, dass »King kommt«. Zwar müssen noch letzte Ergebnisse nach der Operation des Talents von Manchester United abgewartet werden, doch Favre rechnet im August mit dem Stürmer.
Klar ist auch, dass sich im defensiven Mittelfeld noch etwas bewegen wird. »Die Position von Michael Fink muss besetzt werden«, sagte Favre. Passend wäre dies eigentlich für Michael Bradley, der am Donnerstag seinen Dienst in Mönchengladbach aufnahm. »Er ist unter Vertrag und gehört Gladbach. Ich arbeite gerne mit Bradley, wenn er bleibt, ist es kein Problem für mich. Aber er wollte ja weg«, meinte Lucien Favre.
Eine klärende Unterredung zwischen dem Amerikaner und Borussias Coach hat es nicht gegeben. »Bisher habe ich nicht mit ihm gesprochen, er hat sich nur kurz vorgestellt«, erklärte Favre nach dem Training.
Michael Bradley hatte bereits im Winter seine Wechselabsichten unmissverständlich untermauert und dürfte seine Rückkehr nach Mönchengladbach nur als Durchgangsstation nutzen, bis ein akzeptables Angebot eines anderen Vereins vorliegt. So lange will Bradley, zumindest offiziell, auch einen Verbleib bei Borussia nicht ausschließen. »Ich bin froh, wieder hier zu sein und schaue nach vorne. Es ist schön, die Jungs wieder zu sehen und ich werde alles geben für den Klub und das Team«. Sogar eine Verlängerung des Vertrages über 2012 hinaus wollte er nicht ausschließen. »Im Fußball ist alles möglich. Aber momentan gibt es nichts mehr zu sagen zu dem Thema«.
Fernab der Öffentlichkeit wird in den nächsten Tagen bei Borussia Mönchengladbach gesprochen werden. Und nicht nur mit und über Michael Bradley.