Montag, 27. Juni 2011 - 20:07 Uhr
‘Poolinterviews‘ nennt man bei Borussia Mönchengladbach die Interviewrunden mit ausgewählten Spielern, die nach dem Vormittagstraining im Mannschaftshotel stattfinden. Die Neuzugänge sind dabei traditionell gefragte Gesprächspartner. Am Montag stand Mathew Leckie auf dem Programm.
Der 20-Jährige hat zumindest von der räumlichen Distanz her mit seinem Wechsel nach Mönchengladbach den größten Sprung gemacht. Der in Melbourne geborene Offensivspieler wagte den Weg um die halbe Welt und will sich nun in Deutschland etablieren. »Ich bin hier um es zu schaffen«, sagt er durchaus selbstbewusst. »Natürlich weiß ich, dass es nicht einfach wird. Aber ich werde mein Bestes geben«.
Nachdem er schon einige Zeit in Deutschland weilte und bereits mit einer Sondergenehmigung mit der Mannschaft trainierte, ist für Mathew Leckie nicht alles neu. Ein angestrengtes Trainingslager allerdings schon. »Es ist das erste Mal, dass ich so ein intensives Camp mitmache«, sagt er. Dennoch ist er froh, dass es endlich ‚richtig losgeht‘. Auch die Arbeit mit Coach Lucien Favre. »Das, was er letzte Saison mit der Mannschaft geleistet hat, war wirklich beeindruckend. Ich freue mich, jetzt unter ihm spielen zu können«.
Was der Schweizer von ihm erwartet, weiß der Australier noch nicht im Detail. »Viel habe ich mit dem Trainer bisher nicht gesprochen«, sagt er. Sein persönliches Ziel ist allerdings klar. »Natürlich bin ich hier her gekommen um zu spielen«.
Voraussetzung dafür sind zunächst die körperliche Fitness und die Integration in die Gruppe. Hinsichtlich der physischen Verfassung wird man abwarten müssen, inwieweit Mathew Leckie die harten Einheiten wegsteckt. Er wirkt jedenfalls robust, von der Statur her ähnelt er Raúl Bobadilla.
Seine Stärken sieht er im »Tempo und den 1:1-Situationen«. Er wird sie ausspielen müssen, um sich durchzusetzen. Es wird spannend zu beobachten, ob er den Weg von ‚Down under‘ nach oben schaffen wird.