Mittwoch, 13. April 2011 - 14:05 Uhr
Ein wenig hatte sich in der letzten Woche die Hoffnung breit gemacht, dass die Borussia schon kurzfristig wieder auf die Dienste von Igor de Camargo bauen könnte. Doch der Stürmer (7 Tore in 18 Spielen) musste im Derby passen und wird auch gegen Mainz nicht zur Verfügung stehen. Die Folgen den Innenbanddehnung lassen einen Einsatz nicht zu.
So wird Borussias Trainer Lucien Favre am Freitag wohl die Mannschaft auflaufen lassen, die das überzeugende 5:1 im Derby errang. Zwar wollte sich der Schweizer am Mittwoch wie üblich bei der Pressekonferenz vor einem Spiel nicht festlegen, doch deutet vieles darauf hin. Zumal Favre bestätigte, dass das 4-4-2 System beibehalten wird.
Dass Marc-André ter Stegen auch in Mainz zwischen den Pfosten stehen wird, ist keine Überraschung. Borussias Trainer unterstrich nochmal, dass der 18-Jährige mit ruhigem und solidem Spiel überzeugt hat. »Er ist gut«, sagte Favre, verwies aber gleichzeitig darauf, dass er »nur ein Spiel« gemacht habe. Die vielen Lobeshymnen auf den talentierten Nachwuchskeeper scheinen Favre etwas suspekt.
Genauso wie die Frage eines Journalisten, ob er sich wie Dante denn auch für den Fall des Klassenerhalts eine besondere Aktion ausgedacht hätte. Favre beließ es bei der Aussage, dass seine ganze Konzentration dem Spiel in Mainz gelte.
Fraglos liegt der 53-Jährige damit richtig, denn schließlich steht die Borussia trotz des Derbysiegs nach wie vor mit einem Bein in Liga 2. Zwar verwehrte sich Favre gegen die Formulierung, dass Mainz ein ‚Endspiel‘ sei, doch bekräftigte er: »Wir wollen gewinnen«.
Dass dies bei den vor allem daheim etwas ins Trudeln geratenen Mainzer Himmelsstürmern nicht einfach wird, versteht sich nicht nur für einen Tabellenletzten von selbst. Obwohl Mainz seit dem siebten Spieltag nur noch eine Partie im heimischen Stadion gewonnen hat, verbietet es sich, die Tuchel-Truppe auch nur ansatzweise auf die leichte Schulter zu nehmen. »Mainz spielt richtig guten Fußball und hat eine sehr gute Mannschaft«, lobt Favre, der sich ausgiebig per DVD-Studium mit dem selbsternannten Karnevalsverein beschäftigt hat.
»Egal gegen wen es geht – wir müssen gut in der Balleroberung sein, nach vorne spielen und Torchancen kreieren«, so Favres Vorgabe.
Und diese auch nutzen, anders als Mo Idrissou in der Nachspielzeit gegen Köln. Diesen Fehlschuss konnte Favre seinem Stürmer angesichts des Spielstands großzügig verzeihen. Nochmal sollte sich Idrissou eine solche Unkonzentriertheit nicht leisten, schon gar nicht in Mainz. Denn da geht es schlichtweg darum, mit dem Selbstvertrauen aus dem Derby im Rücken nachzulegen.