Freitag, 04. März 2011 - 18:19 Uhr

Das Abschlusstraining am Freitagnachmittag fand ohne Mike Hanke und Håvard Nordtveit statt. Beide meldeten sich wegen einer Grippe ab und werden – sollte es keine Wunderheilung über Nacht geben – beim Duell gegen Hoffenheim nicht zur Verfügung stehen.
Dagegen gab Torhüter Logan Bailly grünes Licht. Vor dem Mannschaftstraining absolvierte der Belgier unter den Augen von Dr. Hertl mit Physio Andy Bluhm und Torwarttrainer Uwe Kamps einen Belastungstest. Dieser verlief gut, Bailly machte anschließend noch das komplette Training mit. »Alles okay, ich habe keine Probleme mehr«, sagte Bailly anschließend.
Im Tor bleibt es also bei der bisherigen Besetzung, im Mittelfeld wird sich Lucien Favre durch den Ausfall von Håvard Nordtveit etwas überlegen müssen. Als der Schweizer beim Abschlusstraining die Leibchen verteilte und zum Trainingsspielchen bat, mischte er munter durch. Die Besetzung ließ keinen wirklichen Rückschluss auf die Planungen zu. Schon eher konnte man an der vorherigen Übungsform erkennen, was Favre plant. Er ließ Spielzüge trainieren, wobei die Positionen jeweils doppelt besetzt waren. Und hier bildeten Roman Neustädter, Thorben Marx und Michael Fink ein Dreiermittelfeld.
Gut möglich also, dass Favre auf ein 4-3-3 bzw. 4-1-4-1 umstellen wird. Da der Coach in Wolfsburg vor allem die mangelhafte Balleroberung bemängelte, könnte die Aufteilung mit einem 6er und zwei 8ern passen. Im Sturm sah es so aus, als ob Igor de Camargo als zentraler Mann eingeplant wird, während Marco Reus und Juan Arango die Außenpositionen besetzten. Mo Idrissou wäre bei dieser Variante zunächst außen vor.
Und auch in der Viererkette spricht einiges für eine personelle Veränderung. Tony Jantschke bildete mit Dante, Martin Stranzl und Filip Daems die Abwehrreihe. Und beim abschließenden Ecken-Training , welches Lucien Favre im Gegensatz zu den Spielformen zuvor nur als stiller Beobachter begleitete, war Jantschke ebenfalls bei den vermeintlichen ‚Startern‘.
Wie sich Lucien Favre letztlich entscheidet, wird man am Samstag sehen. Sollte er das System in der beschriebenen Form wählen, so wäre es die gleiche Ausrichtung wie beim Pokalspiel kurz vor Weihnachten. Da stand die Borussia eigentlich ganz ordentlich und verlor dennoch. Allerdings durch zwei Standardsituationen …