Donnerstag, 11. März 2010 - 14:10 Uhr

Auch an diesem Donnerstag war der Auftritt der Gladbacher Borussen bei der Namenscousine aus Dortmund ein Thema. »Die Summe der Fehler war einfach zu hoch«, blickte Michael Frontzeck nochmal auf die Begegnung im Westfalenstadion zurück. Unmittelbar nach dem Spiel sprach Frontzeck davon, dass er seinem Team eine solche Vorstellung zugestehen könne, wenn seine Mannschaft in der nächsten Partie anders auftreten würde.
Unter Druck setzen will Frontzeck seine Mannen vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg allerdings nicht. »Die Spieler dürfen nicht verkrampfen. Und die Gefahr besteht, wenn man auf ‚Teufel komm raus‘ etwas erreichen will. Ich erwarte nicht, dass sie von der ersten Sekunde an grätschend durchs Stadion fliegen. Das wäre der falsche Ansatz«.
Vielmehr sollen sich die Akteure auf ihre Stärken besinnen. »Seit dem Hinspiel in Wolfsburg hat die Mannschaft bis auf wenige Ausnahmen stabil und gut gespielt«, so Frontzeck. Da will man gegen die Autostädter weiter machen, wohl wissend, dass es nicht einfach wird. »Sie sind der amtierende Meister, sind individuell sehr gut besetzt und verfügen über den besten Sturm der Liga«, so Frontzeck. »Zuletzt haben sie dreimal hintereinander gewonnen. Für uns wird es eine große Herausforderung«.
»Wir müssen das Spiel wohl überlegt angehen und kühlen Kopf behalten, die Räume dicht machen und unsere Stärken mit einbringen. Es geht darum, die Spielkontrolle zu halten«. Und das geht nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung – im Gegensatz zum Dortmund-Spiel. »Wir sollten versuchen, die individuell starken Spieler von Wolfsburg gemeinsam zu stoppen«, so Frontzeck weiter.
Dass die Wölfe noch am Donnerstag in der Europa-League gefordert sind, stellt für Frontzeck keinen entscheidenden Vorteil dar. »Man muss nicht drüber sprechen, dass sie vielleicht nicht fit sein werden. Ihr Kader ist auf die Champions-League ausgerichtet«.
Immerhin gibt das Spiel der Wolfsburger bei Rubin Kasan die Gelegenheit, den Gegner vom Samstag nochmal genauestens unter die Lupe zu nehmen. Michael Frontzeck wird es machen, seine Spieler wohl auch. »Ich zwinge keinen dazu, doch es ist heute nicht verboten, Wolfsburg zu schauen«, so der Coach.
Wie (fast) immer legte sich Borussias Trainer noch nicht fest, wie seine erste Elf am Samstag aussehen wird. »Natürlich sind neue Spieler eine Option«, sagte er. Gerade mit Blick auf die Niederlage in Dortmund gibt es nicht wenige, die Veränderungen fordern. »Entweder man bringt neue Spieler oder man vertraut der Mannschaft aus der Vorwoche«, lässt Frontzeck alles offen. »Die Mannschaft ist sicher nicht in Stein gemeißelt und der ein oder andere Spieler der draußen sitzt, ist auf dem Sprung«.
Einer dieser Kandidaten ist Karim Matmour, hinter dem allerdings noch ein kleines Fragezeichen steht. »Er hatte gestern kleinere Probleme an den Adduktoren«, sagte Frontzeck. Er will in den verbleibenden Trainingseinheiten genau hinschauen – nicht nur bei Karim Matmour.