Mittwoch, 17. Februar 2010 - 13:55 Uhr
Wohl alle Borussenfans werden sich noch an die Partie in der Vorrunde im heimischen Borussia-Park gegen Hoffenheim erinnern. Da zeigten die Frontzeck-Schützlinge eine eindrucksvolle fußballerische Darbietung. »Das waren sehr starke 60 Minuten«, erinnert sich Borussias Trainer. »Dann hat Hoffenheim alles riskiert«. Und alles gewonnen. Der VfL gab in der Schlussphase einen 2:1 Vorsprung her und musste sich den Gästen mit 2:4 geschlagen geben.
»Damit beschäftigen wir uns jetzt nicht mehr«, sagt Michael Frontzeck zwar, doch es ist klar, dass die Gladbacher noch eine Rechnung mit den Kraichgauern offen haben. Die Mannschaft ist gewachsen, was sich u.a. im Spiel gegen Bremen zeigte. Da wurde in etwa gleicher Konstellation wie seinerzeit gegen Hoffenheim ein Vorsprung über die Zeit gebracht. »Bei so engen Spielen von einem Lernprozess zu sprechen ist schwierig«, sagt Frontzeck zwar. Doch grundsätzlich sieht der Trainer schon eine Entwicklung hin zu mehr Abgeklärtheit.
Die wird am Freitag auch gebraucht. Obwohl Hoffenheim bisher »keine berauschende Saison« spielt und man sich punktemäßig auf Augenhöhe begegnet, ist sich Frontzeck der Schwere der Aufgabe bewusst. »Sie gehören mit ihrer individuellen Klasse zu den Top-Teams der Liga. Wir wissen genau, was da auf uns zukommt«.
Gegenüber der Partie gegen Nürnberg – Frontzeck wunderte sich hier über die mediale Wertung, Borussia habe bei aller offensichtlicher Dominanz nur ‚glücklich‘ gewonnen - wird es wohl nur eine Umstellung geben: Tobias Levels kehrt nach abgelaufener Gelbsperre zurück und wird Tony Jantschke ersetzen.
Dagegen wird Marcel Meeuwis weiterhin als ‚Doppel6er‘ neben Michael Bradley fungieren. Thorben Marx fällt weiter aus. »Es ist noch nicht absehbar, wann er wieder zur Verfügung steht«, erklärt Frontzeck. »Es besteht die Gefahr, dass es chronisch und dann richtig langwierig wird. Deshalb sind wir sehr vorsichtig«.
Im Sturm dürfte das Duo Bobadilla und Colautti wieder beginnen, wobei Frontzeck klarstellte, dass »Friend und Matmour keine Joker sind«. »Zwei Pärchen« haben sich herausgebildet und geben dem Trainer gewisse Optionen.
Wie dem auch sei – in Hoffenheim gilt es alle Register zu ziehen und an die Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen. Dann könnte die offene Rechnung aus dem Hinspiel tatsächlich beglichen werden.
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