Montag, 15. Februar 2010 - 21:23 Uhr

Trotz eisiger Kälte und leichtem Schneefall fanden sich einige Zuschauer bei der ersten Trainingseinheit nach dem 2:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach über den 1. FC Nürnberg im Borussia-Park ein. Dem Karnevalstrubel entkommen, sahen die Schaulustigen, dass zwei Gladbacher Akteure aufgrund von leichten Blessuren nur mit angezogener Handbremse ihre Runden um den Platz drehten, während die anderen Protagonisten ins normale Mannschaftstraining einstiegen.
Die beiden Mittelfeldspieler Thorben Marx und Marco Reus gesellten sich zum Rekonvaleszenten Gal Alberman unter die Obhut von Physiotherapeut Andreas Blum. Lauftraining lautete die Devise. Logan Bailly blieb aufgrund einer Blessur direkt in der Kabine.
Die anderen Spieler versammelten sich auf dem Grün und absolvierten ein paar Fitness-Übungen, um bei Minusgraden auf Betriebstemperatur zu kommen. Gefolgt von Passpiel-, Flanken- und Torschusseinheiten wartete im Anschluss ein 11-gegen-11-Spiel auf die Trainingsakteure.
Im Team mit den blauen Leibchen teilten sich zur Hälfte Marc-André ter Stegen und Frederic Löhe das Tor, vor den beiden verteidigten Tobias Levels, Roel Brouwers, Dante und Jaurés. Im Mittelfeld agierten Tony Jantschke, Karim Matmour, Moses Lamidi und Patrick Herrmann, während sich Oliver Neuville und Rob Friend im Sturm einordneten.
Das schwarze Team wurde von Christofer Heimeroth im Tor gehütet. Davor postiert fand sich die Viererkette Paul Stalteri, Thomas Kleine, Roman Neustädter und Filip Daems wieder. Michael Bradly und Marcel Meeuwis spielten im zentralen Mittelfeld, während Juan Arango und Fabian Bäcker über die Außenposition die beiden Sturmspitzen Raul Bobadilla/Roberto Colautti bedienten.
Ob die neue Viererkette ein Indiz für eine mögliche Änderung beim nächsten Auswärtsspiel der Borussia ist, sei an dieser Stelle nur zu vermuten. Vielmehr sei an der Stelle zu vermelden, dass Mittelfeldspieler Thorben Marx an einen Einsatz am Freitag zur Zeit selbst nicht glaubt.
»Ich merke es noch – noch ist nicht alles so, wie es sein sollte«, monierte Thorben Marx nach seiner Laufeinheit abseits der Mannschaft. Seine Einsatzchancen betrachtet der ehemalige Bielefelder als »sehr gering«, da er »auch jetzt noch bei leichten Bewegungen immer noch etwas verspürt.«
Der defensive Mittelfeldspieler lässt sich bewusst Zeit. »Es wird noch ein bisschen dauern. Das ist so eine Geschichte, bei der man nicht weiß, wie die Behandlung anschlägt. Ich muss von Tag zu Tag schauen. Selbst wenn es ein bisschen besser geworden ist, merke ich es immer noch. Beim heutigen Lauftraining habe ich meine Probleme immer noch gespürt – insofern ist an Mannschaftstraining noch nicht zu denken.«
Optimistischer schauten dagegen Logan Bailly und Marco Reus drein. Beide rechnen fest mit einem Einsatz gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Zudem freut sich nach abgesessener Gelbsperre Tobias Levels auf die Partie gegen den Bundesligakonkurrenten.
»Hoffenheim hat sicher eine individuell gut besetzte Mannschaft, aber sie sind auch verwundbar. Sie haben nicht mehr Punkte als wir. Wir haben dieses Jahr schon gute Auswärtsspiele bei guten Mannschaften gemacht...«
Schaut, als würde Borussia Mönchengladbach sich einiges ausrechnen. Realitätsfremd ist dies sicherlich nicht.