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Schweres Restprogramm bis Weihnachten

»Druck genommen, Rückenwind bekommen«

Niklas Kirchhofer, Jan van Leeuwen und Marc Basten

Montag, 23. November 2009 - 07:41 Uhr

Groß war der Freude bei den Gladbacher Borussen über den zweiten Auswärtssieg in Folge. Der Dreier bei Eintracht Frankfurt bringt es mit sich, dass man die kommenden Aufgaben etwas gelassener angehen kann. Die haben es schließlich in sich.

Tobias Levels ging als Kapitän von Borussia Mönchengladbach auch beim Auswärtssieg in Frankfurt voran. (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Tobias Levels ging als Kapitän von Borussia Mönchengladbach auch beim Auswärtssieg in Frankfurt voran. (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

Der Blick auf das Restprogramm bis Weihnachten zeigt, wie wichtig der Erfolg der Borussia bei Eintracht Frankfurt war. Mit Schalke, Bayern und Leverkusen warten drei Top-Teams, mit Hannover 96 kommt nur noch ein Gegner der Kategorie ‚auf Augenhöhe‘.

»Wir haben uns ein wenig den Druck genommen und ein bisschen Rückenwind bekommen«, umschrieb es Kapitän Tobias Levels. »Es stehen schließlich noch Spiele an, die es in sich haben«.

Für Sportdirektor Max Eberl war zudem wichtig, dass ein Trend umgekehrt werden konnte. »Nach der ersten Länderspielpause ging es bergab, nach der zweiten wieder bergauf. Ich bin froh, dass wir diesen Rhythmus gestört haben und es nach der dritten Länderspielpause scheinbar in die richtige Richtung geht«.

Mit dem Auftreten der Mannschaft war Eberl nicht nur wegen des Ergebnisses zufrieden. »Wenn ich das Spiel in Summe sehe, dann waren wir die fußballerisch stärkere Mannschaft und haben verdient gewonnen«. Das Erfolgsrezept erscheint simpel. »Als Team sehr organisiert agieren, die Wege nach hinten machen und auch mutig nach vorne spielen«, erklärte Eberl. »Es geht darum, die Bälle eben nicht nur nach vorne zu schlagen und zu sagen, ‚bitte lieber Gott, hilf uns‘, sondern es immer wieder zu schaffen, von unserem Tor wegzuspielen und den Gegner zu beeindrucken«.

Das gelang in der Mainmetropole, was aber niemanden durchdrehen lässt. »Wir müssen vorsichtig sein und mit beiden Füßen schön am Boden bleiben, denn das Quäntchen Glück hat sich auf unsere Seite geschlagen«, warnte Eberl. »Das Spiel kann auch anders ausgehen, wenn Frankfurt vor der Halbzeit in Führung geht«. »Natürlich hatten wir auch glückliche Momente«, ergänzte Tobias Levels. »Aber das Glück kann man sich erarbeiten und erzwingen«.

Oder man profitiert von einer Begeisterung, wie Karim Matmour nach der WM-Qualifikation mit Algerien. »Karim hat die Euphorie mitgenommen«, bestätigte Eberl. Der ehemalige Freiburger lief wie aufgedreht durch die Frankfurter Arena. »Eigentlich war ich total kaputt und wusste nicht, ob ich spielen könnte«, erklärte Matmour. Doch nach zwölf Stunden Schlaf »habe ich dem Trainer beim Frühstück gesagt, dass ich spielen kann«.

»Die beiden Partien gegen Ägypten waren eine heiße Sache, das ist Krieg auf dem Platz«, sagte der Algerier. »Ich habe alles erlebt und will diese Erfahrungen jetzt in Gladbach mit einbringen«. Solange es sich so darstellt wie am Samstag in Frankfurt, sollte es allen recht sein.

Das Motto für die kommenden Wochen gab Max Eberl aus. »Schön sachlich bleiben, wir haben jetzt 15 Punkte, die nimmt uns keiner mehr. Wir haben momentan eine ordentliche Phase und die wollen wir ausnutzen«.

»Wir haben jetzt acht Punkte aus vier Spielen geholt und zwei Auswärtssiege hintereinander«, fasste Tobias Levels zusammen. »Das freut mich auch für unsere Leute, die immer zahlreich anreisen und uns unterstützen. Es ist schön, dass wir es so auch ein bisschen zurück zahlen können«.

Am nächsten Samstag gegen Schalke können sich Levels & Co. zumindest bei einem sicher sein: Der Support wird im Borussia-Park nach diesem neuerlichen Erfolgserlebnis riesig sein ...

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