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Rot-Weiß Oberhausen - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

1:0-Sieg in Oberhausen

Marc Basten

Freitag, 13. November 2009 - 21:46 Uhr

Mit 1:0 (0:0) gewann Borussia Mönchengladbach am Freitag ein Testspiel beim Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen. In einer über weite Strecken schwachen Partie sorgte Filip Daems per Elfmeter für das Tor des Tages.

Keine berauschende Vorstellung sah Borussias Trainer Michael Frontzeck von seiner Mannschaft am Freitag in Oberhausen. (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Keine berauschende Vorstellung sah Borussias Trainer Michael Frontzeck von seiner Mannschaft am Freitag in Oberhausen. (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

Länderspielpause ist gleich Testspielzeit. Am Freitag trat der VfL im Niederrhein Stadion von Oberhausen gegen den Zweitligisten Rot-Weiß an. Borussias Trainer Michael Frontzeck bot dabei vor Torwart Christofer Heimeroth eine Viererabwehrkette mit Tobias Levels, Thomas Kleine, Dante und Filip Daems auf. Die Arbeit im defensiven Mittelfeld teilten sich Marcel Meeuwis und Roman Neustädter, die Halbpositionen bekleideten Moses Lamidi und Juan Arango. Oliver Neuville und Roberto Colautti bildeten die Doppelspitze.

Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Robert Enke entwickelte sich von Beginn an eine Partie, die auf bescheidenem Niveau stand. Beide Mannschaften leisteten sich im Aufbau eine Vielzahl an Ungenauigkeiten und Fehlpässen, so dass ein echter Spielfluss nicht aufkommen wollte.

Nach vorne lief beim VfL herzlich wenig, hinten war man ziemlich wacklig. So wurde nach einer Freistoßhereingabe der Gastgeber Daniel Gordon am langen Pfosten übersehen, dessen Kopfball an den Pfosten klatschte (7.).

Auf der Gegenseite gab es eine ansehnliche Kombination, als Lamidi mit Neustädter Doppelpass spielte. Neustädter lupfte den Ball in den Lauf von Lamidi, der aus zwölf Metern volley abzog. Leider gefährdete sein Schuss nur die Eckfahne (10.).

Die Borussen gingen etwas sehr lässig zu Werke, so auch Dante in der 12. Minute. Da ließ er sich von Terranova den Ball abluchsen. Dessen Hereingabe konnte der acht Meter vor dem Tor freistehende Ronny König nicht verwerten, weil er ein klassisches Luftloch produzierte.

Das war es aber dann auch schon mit den interessanten Szenen in den ersten 45 Minuten. Erwähnenswert noch die verletzungsbedingte Auswechslung von Moses Lamidi, der nach einer halben Stunde durch Patrick Herrmann ersetzt wurde.

Die Fohlen, die weiterhin sehr wenig konstruktives auf die Reihe bekamen, meldeten sich in der 34. Minute nochmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Levels brachte eine eher verunglückte Hereingabe in den Strafraum, Neuvilles Schuss aus günstiger Position wurde abgeblockt.

Ansonsten war es sehr dünn, was der Bundesligist bot, so dass es mit einem verdienten torlosen Remis in die Pause ging.

Zur zweiten Halbzeit blieben Neustädter, Dante und Arango draußen. Für sie kamen Thorben Marx, Jean-Sébastien Jaurès und Marco Reus. Filip Daems rückte nunmehr von der linken Seite auf die Position von Dante, Jaurès verteidigte links, Reus übernahm die Rolle von Arango.

Die Partie nahm nun etwas an Fahrt auf, Oberhausen verzeichnete die erste Gelegenheit des zweiten Durchgangs. Schönfeld konnte ungehindert bis an den Strafraum spazieren, sein präziser Pass erreichte Landers, der aus kurzer Distanz an Heimeroth scheiterte (48.).

RWO-Keeper Pirson musste sich drei Minuten später mächtig strecken, nachdem Neuville eine Flanke von rechts vor das Tor zog und Colautti eine Kopfballbogenlampe versuchte.

Die bis dahin berste Möglichkeit vergab kurz darauf Ronny König, der nach einer Flanke am langen Pfosten völlig freistehend das Kunststück fertig brachte, die Kugel aus einem Meter Entfernung neben das Tor des bereits geschlagenen Heimeroth zu köpfen (55.).

Marco Reus, der mittlerweile auf die rechte Seite gerückt war, meldete sich nach einer knappen Stunde mit einem Distanzschuss, der jedoch am Tor vorbei strich. Der Shootingstar der letzten Wochen brachte zumindest kurzzeitig etwas Belebung ins Mönchengladbacher Spiel.

Dennoch lief weiterhin nicht viel zusammen. Trotzdem ging der VfL in der 70. Minute in Führung. In seiner letzten Aktion wurde der angeschlagene Patrick Herrmann im Strafraum von Reichert zu Fall gebracht und der Schiedsrichter entschied korrekterweise auf Strafstoß. Filip Daems verwandelte sicher.

Frontzeck wechselte daraufhin Elias Kachunga und Jan Pirschel für Neuville und Hermann ein. Reus ging nun wieder auf die linke Seite, Pirschel kam über rechts und Kachunga wirbelte in die Spitze.

Borussia zeigte sich nun deutlich überlegen und hatte durch Kleine per Kopf nach Ecke von Reus kurz nach dem Führungstreffer die Möglichkeit zu erhöhen, doch der Ball flog knapp am Kasten vorbei. Kurz darauf startete Thorben Marx ein Solo an gleich drei Gegenspielern vorbei. Doch als der Ex-Bielefelder alleine vor Torwart Pirson stand, schoss er diesen mit einem schwachen Schuss nur an (81.).

Mehr passierte in Oberhausen nicht, so dass die Borussia am Ende zumindest einen Sieg mit nach Hause nahmen. Allerdings blieb die Mannschaft insgesamt sehr blass. Aus der zweiten Reihe hat sich kein Akteur aiufdrängen können...

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Heimeroth – Levels, Kleine, Dante (46. Jaurès), Daems – Meeuwis, Neustädter (46. Marx) – Lamidi (30. Herrmann (71. Pirschel)), Arango (46. Reus) – Neuville (71. Kachunga), Colautti

weiter im Kader: Löhe (ETW)

Tore: 0:1 Daems (70./FE)

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)

Zuschauer: 1.841

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