Dienstag, 28. Juli 2009 - 13:42 Uhr
Christofer Heimeroth: Eigentlich schon abgeschrieben, wird der ehemalige Schalker aufgrund der Verletzung von Logan Bailly die ersten Spiele im Tor der Borussia bestreiten. In der Vorbereitung hinterließ Heimeroth einen soliden Eindruck, allerdings wurde er kaum wirklich gefordert. Es wird wichtig sein, dass der bald 28-Jährige seine Nerven im Griff hält und sich nicht vom heimischen Publikum negativ beeinflussen lässt. Tendenz: Spielt bis zur Genesung von Bailly, muss dann wieder auf die Bank.
Logan Bailly: Verpasste den Großteil der Vorbereitung aufgrund eines Mittelfußbruchs, den ihm eine ominöse Begegnung mit einem Klimagerät eingebracht haben soll. Der Belgier kommt daher für den Ligaauftakt nicht in Betracht. Tendenz: Nach Genesung steht Bailly wieder im Tor.
Frederic Löhe: Bekam seine Spielzeit in der Vorbereitung, gilt allerdings weder als echter Konkurrent zu Bailly, noch zu Heimeroth als Nummer 2. In den Testspielen machte der 22-Jährige seine Sache ordentlich, ein paar ‚Wackler‘ bei hohen Bällen gab es allerdings. Tendenz: Wird als dritter Torwart durch die Saison gehen und nur bei Problemen von Heimeroth Chancen haben, aufzurücken.
Marc-Andre ter Stegen: Nach dem Ausfall von Bailly fuhr der Youngster mit ins Trainingslager nach Österreich und hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Körperlich für sein Alter sehr weit, mit bemerkenswerter Arbeit beim Torwarttraining. Eine Halbzeit gegen Dundee im Kasten, dabei als mitspielender und dirigierender Keeper fehlerlos. Tendenz: Wird behutsam aufgebaut, ist aber mehr als nur eine Option für die ferne Zukunft.
Roel Brouwers: War die Überraschung der letzten Saison, weil ihm der Sprung von der 2. Liga in die Bundesliga als einem der wenigen der ‚Aufstiegshelden‘ gelang. Hinterließ in der Vorbereitung einen vernünftigen, wenn auch nicht durchgehend überzeugenden Eindruck. Tendenz: Der Niederländer wird – auch aufgrund der Konkurrenzsituation – als Stammspieler in die Saison gehen.
Jan-Ingwer Callsen-Bracker: Durch seine Verletzung ohne Vorbereitung und noch lange nicht so weit, um als ‚spielfit‘ zu gelten. Ob er nach den Eindrücken der Vorsaison den Durchbruch noch schafft, ist fraglich. Tendenz: Wird auch in diesem Jahr nicht über die Rolle des Teilzeitarbeiters hinaus kommen.
Filip Daems: Als Linksverteidiger fest eingeplant, wurde der Kapitän durch die Verletzung im Training ausgebremst. Selbst wenn er in der abgelaufenen Spielzeit auf links nicht durchgehend überzeugte, ist sein Ausfall zum Start eine echte Schwächung. Tendenz: Wird nach überstandener Verletzung fester Bestandteil des Teams.
Dante: Der Winterneuzugang hat die komplette Vorbereitung mitgemacht und ist nun erstmals in seiner Zeit in Mönchengladbach körperlich voll auf der Höhe. Das machte sich in den Testspielen bemerkbar: Dynamik und unwiderstehliches Zweikampfverhalten lassen den Brasilianer herausstechen. Allerdings muss er sich mit unnötigen Fouls und Lamentieren gegenüber den Schiedsrichtern zurücknehmen. Und die ein oder andere Harakiri-Aktion sein lassen, um die Nerven aller Beteiligten zu schonen. Tendenz: Als Innenverteidiger gesetzt.
Christian Dorda: Hatte durch den Ausfall von Filip Daems die Chance, sich auf links in die Mannschaft zu spielen. Dies gelang nicht. Besonders in den Testspielen zu zurückhaltend und mit Problemen im Stellungsspiel. Tendenz: Bleibt als Ergänzungsspieler in der zweiten Reihe.
Jean-Sébastien Jaurès: Nach langer Leidenszeit konnte er in der Vorbereitung alles mitmachen und damit die körperlichen Grundlagen schaffen. Die mangelnde Spielpraxis war in den Testspielen unverkennbar, was sich besonders im fehlenden Timing im Zweikampf bemerkbar machte. Offensiv, wie schon im letzten Jahr, sehr zurückhaltend. Tendenz: Jaurès wird bis zur Rückkehr von Daems links verteidigen, selbst wenn der Risikofaktor nicht zu unterschätzen ist.
Thomas Kleine: Solide in der letzten Saison, genauso jetzt in der Vorbereitung. Kleine macht seinen Job unaufgeregt und unspektakulär. Das ist einerseits gut, andererseits fehlt so etwas der Druck auf die vermeintlichen Stammspieler. Tendenz: Kleine bleibt erste Alternative für einen Ausfall in der Innenverteidigung.
Tobias Levels: Aufgerückt in den Mannschaftsrat und als Vize-Kapitän auch auf dem Platz mit mehr Verantwortung. War in den letzten Wochen die Nummer 1 als Rechtsverteidiger, nachdem er in der abgelaufenen Saison vor allem durch seine Vielseitigkeit zu gefallen wusste. Tendenz: Wird als Rechtsverteidiger in die ersten Spiele gehen, danach öfter mal rotieren.
Paul Stalteri: Wegen seiner Teilnahme am Gold-Cup mit Kanada in der wichtigen Phase der Saisonvorbereitung nicht dabei. Der Routinier sollte allerdings ‚voll im Saft' stehen und die Abstimmung mit den Nebenleuten dürfte aufgrund des im Abwehrverbund unveränderten Personals kein Problem sein. Die Personalie Stalteri ist die große Unbekannte. Setzt Frontzeck direkt auf ihn, könnte Levels eine Alternative für links werden. Tendenz: Stalteri bleibt zum Auftakt draußen, wird jedoch kurzfristig wieder Stammspieler.