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Büchsenwurf

Ich hatte keine Beweise

Der legendären Büchse auf der Spur - das Interview

von Jan van Leeuwen und Christian Gerards

Mittwoch, 18. Oktober 2006 - 10:46 Uhr

»Die Büchse, die so berühmt geworden ist, habe ich nach dem Spiel mitgenommen. Sie wurde mir nach der Partie vom Polizei-Hauptkommissar überreicht und sie war leer.« - Jef Dorpmans (Foto: Jan van Leeuwen / TORfabrik.de)
»Die Büchse, die so berühmt geworden ist, habe ich nach dem Spiel mitgenommen. Sie wurde mir nach der Partie vom Polizei-Hauptkommissar überreicht und sie war leer.« - Jef Dorpmans (Foto: Jan van Leeuwen / TORfabrik.de)

Der 35. Jahrestages des Büchsenwurfs vom Bökelberg (Borussia Mönchengladbach - Inter Mailand 7:1) ist für TORfabrik.de Anlass ein vor etwa zwei Jahren geführtes Interview mit dem damaligen Schiedsrichter dieser Partie zu veröffentlichen.

Nicht Roy Makaay sondern Jef Dorpmans war der erste Spieler von Vitesse Arnheim der international im Scheinwerferlicht stand. Wir sprachen mit dem mittlerweile 81-jährigen Niederländer über dieses denkwürdige Europapokalspiel vom 20.10.1971 in dem der Italiener Roberto Boninsegna von einer Colabüchse getroffen wurde und Borussia im europäischen Fußball trotz späterer Annullierung erstmals auf sich aufmerksam machte. Jef Dorpmans lud uns ins Gelredome, dem Stadion seines Klubs Vitesse Arnheim ein und hielt dort eine Überraschung parat.

TF: Herr Dorpmans, danke für die Einladung. Warum wollen Sie uns hier im Gelredome, dem Stadion von Ehrendivisionär Vitesse Arnheim, treffen?

Dorpmans: Erstens, weil ich hier meine Spielerkarriere angefangen habe und zweitens, weil ich Euch nachher etwas zeigen möchte.

TF: Sie haben also selber Fußball gespielt?

Dorpmans: Ja. Ich habe schon mit 16 Jahren als Mittelstürmer in der ersten Mannschaft von Vitesse gespielt. Das war 1941, ich war Mittelstürmer. Meine Karriere endete allerdings, als ich etwa 27 Jahre alt war.

TF: Warum so früh?

Dorpmans: So langsam ging der bezahlte Fußball los und ich war eher ein trainingsfauler Spieler. Mich fragte dann Joop Martens, der damals ein Spiel von Vitesse geleitet hat, ob ich keine Lust habe Schiedsrichter zu werden. So bin ich dann Schiedsrichter geworden. Da ich Aktiver war musste ich eigentlich nicht ganz unten anfangen, aber trotzdem habe ich zunächst in der untersten Klasse gepfiffen. Nach zwei Jahren leitete ich dann schon Spiele bei den höheren Amateuren und bald kamen auch die Spiele der Profis hinzu.

TF: Eine steile Karriere, die frühzeitig mit internationalen Auftritten belohnt wurde. Ihr berühmtestes Spiel war sicherlich das legendäre Europapokalspiel am Bökelberg zwischen Borussia Mönchengladbach und Inter Mailand. Woran erinnern Sie sich noch von diesem Spiel?

Dorpmans: Das Spiel war mein erstes großes Europapokalspiel. Ich hatte zuvor schon ein Spiel in Salzburg geleitet und dort wurde ich von dem Vorsitzenden der Schiedsrichterkommission der UEFA beobachtet. Drei Wochen später stand das Spiel Borussia gegen Inter auf dem Programm und meine Leistung gab wohl Anlass mich das Spiel pfeifen zu lassen.

TF: Die Italiener hatten zu der Zeit eine Mannschaft, die führend in Europa war.

Dorpmans: Ja, aber die Deutschen spielten so fantastisch und führten innerhalb kürzester Zeit mit 4 oder 5:0, wenn ich mich richtig erinnere.

TF: Nein, leider nicht. Nach Netzers Führung glich Mailand zwischenzeitlich aus. Ulrik le Fèvre erzielte die erneute Führung und dann kam die 29. Spielminute. Was passierte dann genau?

Dorpmans: Da ging es heftig zur Sache. Plötzlich gab es eine Rangelei, denn von der Tribüne war eine Coladose geworfen worden. Ich selbst habe nichts gesehen, aber in meinen Augen, war es eine leere Dose. Die Italiener lagen zu diesem Zeitpunkt in Rückstand und witterten ihre Chance. Die hat der am Boden liegende Boninsegna dankend angenommen und sehr gut genutzt. Das muss man so sagen.

TF: Sie haben das Spiel für sieben Minuten unterbrochen. Was passierte in dieser Zeit?

Dorpmans: Im Prinzip wenig. Ich bin für kurze Zeit in die Kabine gegangen und dorthin kam der Polizei-Hauptkommissar von Mönchengladbach, der mich bat das Spiel fortzusetzen, weil auch etwa 7.000 Italiener im Stadion waren. Auch Matt Busby, der an jenem Abend für die UEFA als Schiedsrichterbeobachter vor Ort war, dachte keine Sekunde an einen Abbruch. Er meinte, wenn es nötig sei, sollte ausgewechselt und mit dem Spiel fortgefahren werden. Innerhalb dieser sieben Minuten ging es dann auch weiter, obwohl es die Italiener mächtig ärgerte.

TF: Was hatte Boninsegna? Konnten Sie erkennen, ob er verletzt war?

Dorpmans: Nein. Ich bin kein Arzt. Davon habe ich meine Hände gelassen.

TF: Wahrgenommen habe Sie also nichts?

Dorpmans: Nein. Ich habe selber nichts wahrgenommen. Ich bin da auch nicht hingegangen, denn es hätte keinen Zweck gehabt. Wenn der Spieler gesagt hätte, er sei verletzt und ich hätte das in Abrede gestellt, wäre doch die Frage gekommen, ob ich Arzt oder Schiedsrichter sei.

TF: Aber hatten Sie nicht die Vermutung, es könne sich um Simulation handeln?

Dorpmans: Davon kann man bei den Italienern eigentlich fast generell ausgehen, aber ich hatte keine Beweise. Wegen der Bitte der Polizei und da sowohl Matt Busby als auch ich keinen Anlass für einen Spielabbruch sahen, haben wir das in der Kabine Besprochene umgesetzt. Busby sagte zu mir '“Dorpmans, lassen Sie weiterspielen, das ist wohl das vernünftigste!“. Die Italiener wollten zunächst nicht weiterspielen, aber Matt Busby erklärte ihnen, dass sie alle Chancen verspielen würden, wenn die nicht wieder auf den Platz gehen würden. Sie traten wieder an und kamen letztendlich mit 7:1 unter die Räder.

TF: In der Halbzeitpause, die Borussia führt inzwischen mit 5-1, durfte niemand zu dem Verletzten. Stimmt das?

Dorpmans: Das weiß ich nicht. Ich bin nie in die Umkleidekabinen der Spieler gegangen. In der Pause habe ich niemand gesehen, alles verlief ordnungsgemäß. Die Mailänder waren sich schon einig, dass sie Protest einlegen würden. Damit haben sie ja auch Erfolg gehabt.

TF: Glauben Sie, dass die Italiener das Spiel deshalb so hoch verloren haben?

Dorpmans: Nein. Die Deutschen haben so ein fantastisches Spiel gemacht. Das war einmalig. In der zweiten Halbzeit haben sie noch zwei Tore nachgelegt. Der weitere Verlauf des Spiels war reibungslos und auch nach Spielende war alles ganz normal. Die Italiener waren aber wohl davon überzeugt, dass sie am Grünen Tisch gewinnen würden und die Gladbacher waren davon überzeugt, 7-1 gewonnen zu haben. Es kam dann zu einem Wiederholungsspiel in Berlin das im übrigen von Jack Taylor, dem Schiedsrichter des WM-Finales 1974, geleitet wurde.

TF: Dieses Wiederholungsspiel endete 0-0, wobei ausgerechnet Boninsegna dem Borussen Luggi Müller das Schien- und Wadenbein gebrochen hat. Bitter oder?

Dorpmans: Daran kann ich mich leider nicht erinnern. Ich fand das Wiederholungsspiel unnötig. Die UEFA dachte anders darüber. Punkt.

TF: Sie haben auf dem Bökelberg mit Mario Corso noch einen Inter-Spieler vom Platz gestellt. Warum?

Dorpmans: Weil er mich angegriffen hat!

TF: Wie bitte?

Dorpmans: Ja. Das war kurz vor Schluss. Corso lief mir im Vorbeigehen extra vor die Füße. Dafür habe ich ihm die rote Karte gezeigt. Ich bin eigentlich nie so der große Kartenzücker gewesen und schon gar nicht bei den roten Karten. Die habe ich eher selten gegeben. Ich habe vieles verbal geregelt. Corso hat übrigens für sein Vergehen einige Spiele Sperre erhalten.

TF: Nach einem Tor von Günter Netzer wurden Sie von einem Italiener von hinten angeschossen.

Dorpmans: Tatsächlich? Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich vermute, dass das aus dreißig oder vierzig Metern auch keine Absicht war. Man sollte als Schiedsrichter auch nicht auf alles reagieren, was auf dem Platz passiert. Manchmal sollte man ein Auge zudrücken, sonst machst du dir das Leben auf dem Platz unnötig schwer.

TF: Hand aufs Herz, Herr Dorpmans, hatten sie mit einer Annullierung gerechnet?

Dorpmans: Nein. Nach Spielende habe ich mich mit Matt Busby unterhalten und er meinte, dass in England so was unmöglich gewesen wäre. Es gab eine Menge Italiener in den UEFA-Gremien, und ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen, Inter Mailand hatte die richtigen Leute an der richtigen Stelle.

TF: Sind Sie am selben Abend wieder nach Hause gefahren?

Dorpmans: Nein. Erst am Morgen danach. Man musste am Abend vor dem Spiel vor Ort sein und durfte erst am Tag nach dem Spiel wieder abreisen. Und das alles für 100 schweizerische Franken pro Tag. Als ich dann nach Hause kam, saßen schon Dutzende von Journalisten vor meinem Haus. Die meisten kamen aus Italien, aber auch deutsche und niederländische Pressevertreter waren angereist. Man wollte wissen, warum ich die Partie unterbrochen und später weiterspielen lassen habe. Bevor ich den italienischen Journalisten Rede und Antwort gestanden habe, habe ich Henk Daleman gebeten meine Worte zu übersetzten. Ich konnte mich zwar auf deutsch und englisch gut und ein wenig auf französisch verständigen, aber ich wollte unbedingt einen Dolmetscher, damit meine Worte nicht irgendwie verdreht werden konnten.

TF: Hätten Sie darauf überhaupt Einfluss gehabt?

Dorpmans: Vermutlich nicht, aber mir wurden etliche Zeitungen aus Italien zugeschickt und ich muss sagen dass, obwohl man der Meinung war dass ich nicht hätte weiterspielen lassen sollen, man fair berichtet hat.

TF: Sie waren auch bei der mündlichen Verhandlung dabei?

Dorpmans: Natürlich. Ich wurde als Zeuge nach Genf eingeladen und ich musste meine Sichtweise von den Vorfällen anhand des Spielberichts vor der Disziplinarkommission der UEFA schildern. Bis zur Entscheidung, die am nächsten Tag bekannt gegeben wurde, erteilte man mir ein Redeverbot. Anhand der Sitzung ist man zum Entschluss gekommen, dass ein Wiederholungsspiel angebracht sei. Trotz allem war die ganze Geschichte ein schönes Ereignis. Es war ein unvergessenes Spiel, das in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

TF: Wo ist die Büchse eigentlich geblieben?

Dorpmans: Die Büchse, die so berühmt geworden ist, habe ich nach dem Spiel mitgenommen. Sie wurde mir nach der Partie vom Polizei-Hauptkommissar überreicht und sie war leer. Jahre später habe ich sie dem Vereinsmuseum von Vitesse Arnheim geschenkt. Hier gibt es auch eine kleine Ausstellung zu meiner Person.

TF: Haben Sie noch mehr Andenken von diesem Spiel?

Dorpmans: Einige. Ich habe von meiner Karriere viel aufbewahrt. Die Stadionzeitung FohlenEcho, ein Ankündigungsplakat oder zum Beispiel ein Telegramm von der UEFA, die mich zur Kommissionssitzung ins Hotel du Rhone in Genf am 28.10.1971 für 19.30 Uhr einberufen hat. Oder das Beurteilungsformular für Schiedsrichter, auf dem mir Matt Busby eine gute Leistung bescheinigt: „I congratulated the referee and linesmen after the match. The did very well and it wasn´t easy at times” hat er notiert. Busby erwähnt den Vorfall übrigens nicht. Er schreibt nur: „I agreed with the action of the referee on disciplinary control on the field“ sowie „The referee was helped considerably with the linesmen and they were a good team.“ Meine Assistenten waren van Gemert und Pijpers, auf dessen Seite der Büchsenwurf passierte.

TF: Jetzt wollen wir die Büchse aber sehen, Herr Dorpmans. Wo ist sie?

Dorpmans: Hier in dieser Vitrine. Und wenn Ihr weg seid, rufe ich Coca-Cola an. Ist doch eine tolle Werbung! (..lacht..)

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Wissenswertes & Bemerkenswertes:

PRIVAT:
Schiedsrichter Jef Dorpmans, geboren am 06.07.1925 in Arnheim (Niederlande), auch 'Sjef' genannt arbeitete nach seiner Karriere u. a. als Public Relation-Mitarbeiter bei Ballast Nedam (bekannt vom Stadienbau). Der Rentner schaut heutzutage nur noch selten Fußball, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen. Denn mit einem Herzschrittmacher ausgestattet, darf er sich nicht allzu viel aufregen. "Die Ergebnisse schaue ich mir über Videotext aber immer noch alle an" sagt der 81-jährige Arnheimer der sich noch gerne Radsport anschaut.

EINTRITTSPREISE:
Haupttribüne 30,- DM / Vortribüne 20,- DM / Geländesitzplatz West 20,- DM / Geländesitzplatz Nord 15,- DM / Stehplatz gedeckt 15,- DM / Stehplatz 10,- DM / Jugendliche 5- DM

ZITATE:
Hennes Weisweiler kurz vor dem Spiel: "Erst einmal wird gespielt. Dann sage ich meine Meinung über unsere Chancen." Günter Netzer Jahre später nach dem Spiel: „An diesem Abend ist alles Wirklichkeit geworden, was sich die Phantasie jemals über die Schönheit eines Fußballspiels ausgedacht hatte.“

FERNSEHEN:
Die vorgesehene Live-Übertragung scheiterte an einem Streit zwischen der ARD und Manager Helmut Grashoff, ob die 11 % Mehrwertsteuer in den 60000 DM, welche bei einer Live-Übertragung in Borussias Kassen fließen sollten, enthalten sei. Man konnte sich nicht einigen und so blieben wegen läppischer 6.600 DM den Fans nur ein paar Ausschnitte spätabends im ZDF.

AUFSTELLUNGEN:
Borussia (Trainer Weisweiler): Kleff - Vogts, Müller, Sieloff, Bleidick - Bonhof, Netzer (80.Wittkamp), Kulik - Wimmer, Heynckes, Le Fèvre

Internazionale (Trainer Invernizzi): Vieri (46. Bordon) - Oriali, Giubertoni, Burgnich, Facchetti - Fabbian, Bedin, Corso, Mazzola - Jair, Boninsegna (29.Gio)

ZUSCHAUER:
27.500 am Bökelberg, weil acht neue Stufen auf die bereits zehn Stufen zählende Ostgerade freigegeben wurden.

TORE:
1:0 Heynckes (7.), 1:1 Boninsegna (19.), 2:1 Le Fèvre (21.), 3:1 Le Fèvre (34.), 4:1 Netzer (42.), 5:1 Heynckes (44.), 6:1 Netzer (52.), 7:1 Sieloff (83./Elfmeter)

PRÄMIE:
Inters Präsident Fraizzolo zahlte seinen Spieler umgerechnet 6800,- DM Prämie wenn das Viertelfinale erreicht werden würde. Insgesamt rund 60000,- DM konnten die Stars des italienischen Meisters verdienen wenn sie das Finale erreichen würden.

LÄNDERSPIELE:
Schiedsrichter Dorpmans pfiff u. a. die Länderspiele Deutschland - Luxemburg sowie England – Schottland, wobei er im Wembley-Stadion von einem alten Bekannten assistiert wurde: An der Seitenlinie stand der (un-)parteiische Leo van der Kroft, der im Jahre 1976 beim 1:1-Unentschieden im Santiago-Bernabeu-Stadion gegen Real Madrid Borussia zwei glasklare Treffer aberkannte.

TIPPS:
Der Geschäftsführer der Diskothek 'Lovers Lane' an der Waldhausener Strasse, Picco Corazzini war beim Tippen in der Stadionzeitung FohlenEcho noch der Beste: Er sagte ein 4:1-Sieg der Gladbacher voraus. Bei diesem Tippspiel nahmen auch Hennes Weisweiler und Günter Netzer teil, die beide an einen Sieg glaubten. 2:1 bzw. 1:0 lauteten ihre Tipps, wobei ihre Adressen einfach neben ihrem Tipp abgedruckt standen: Belvederestrasse 70 in Köln-Braunsfeld, sowie Gasthausstrasse 31 in Mönchengladbach.

SONDERLOB:
UEFA-Beobachter Matt Busby schrieb in seinem 'Referees Inspector's Report', dass "Borussia Mönchengladbach played some remarkably fine football - FC Inter Milano disintregated as the match went on."

STRAFE:
Am Donnerstag dem 28.10.1971 fand im Hotel du Rhone um 19.30 Uhr die Sitzung der UEFA-Disziplinarkommission statt. Tags darauf wurde die Annullierung bekannt gegeben. Borussia erhielt eine Platzsperre für drei Europapokalspiele und die Wiederholung der Partie musste außerhalb Deutschlands stattfinden. Die Begründung des schweizerischen Vorsitzenden der Disziplinarkommission Dr. Zorzi: "Der Verein Borussia hatte die Verantwortung für die Ordnung auf dem Spielfeld. Er war verantwortlich, wenn auch nicht schuldig. Weil er verantwortlich war, muss er bestraft werden."

In der Berufung erreichte Helmut Grashoff, dass Borussia das Wiederholungsspiel in einem anderen Stadion in Deutschland spielen durfte sowie eine Reduzierung der Platzsperre von drei auf zwei Europapokalspiele. Im Rückspiel (das „Hinspiel“ am 03.11.1971 verlor der VfL in San Siro 4:2) am 01.12.1971 gab es im Berliner Olympiastadion vor 84.000 Zuschauern nur ein 0:0, wobei Sieloff einen Elfmeter verschoss. Die ersten beiden Heimspiele im UEFA-Cup in der Saison 1972/73 bestritt der VfL gegen Aberdeen und Hvidovre Kopenhagen im Nürnberger Frankenstadion. Im ersten internationalen Spiel nach der Sperre am heimischen Bökelberg wurde in der dritten Runde der 1.FC Köln mit 5:0 nach Hause geschickt.

ANZIEHUNGSKRAFT:
Ebenfalls im Jahr 1971 pfiff Dorpmans ein Meisterschaftsspiel in der niederländischen Ehrendivision zwischen Ajax Amsterdam und Den Haag. Auch bei diesem Spiel wurde von der Tribüne mit einer Büchse und sonstigen Gegenständen geworfen, nachdem ein Spieler der Gäste verletzt liegen geblieben war. Dorpmans forderte Johan Cruijff auf, die Gegenstände schnell ein zu sammeln, damit das Spiel fortgesetzt werden könnte. Im Mai 1972 verlor Inter Mailand in Rotterdam das Endspiel um den Europapokal der Landesmeister gegen Ajax durch zwei Cruijff-Tore. In Deutschland war die Rede von einem Sieg der Gerechtigkeit.

AKTUELL:
Auch das Magazin RUND berichtet seiner jüngsten Ausgabe in Zusammenarbeit mit TORfabrik.de über Dorpmans und den legendären Büchsenwurf. In Kooperation mit RUND verlosen wir für den Sieger des TORfabrik.de/Tippfabrik.de Tippspiels am kommenden Wochenende ein Jahresabo von RUND. Gewinnen können auch neue Mitspieler - also anmelden und mitmachen lohnt sich.

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