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Die U23 nach dem ersten Drittel der Saison

Noch nicht alle offensiven Optionen getestet

Sascha Köppen

Samstag, 05. Oktober 2013 - 09:15 Uhr

Auch wenn es in den vergangenen Partien in der Offensive etwas gehakt hat, so ist Borussias U23 in dieser Saison nach dem ersten Drittel erheblich weiter als vor einem Jahr. Eine absolute Gala durfte das Heimpublikum im Borussia-Park schon erleben, und die Offensive muss oft gar nicht wie am Fließband treffen, um drei Punkte auf die Habenseite zu bekommen.

Viele Tore erzielte die U23 der Borussia in der Regionalliga (Foto: Sascha Köppen für TORfabrik.de)
Viele Tore - wie hier im Spiel gegen Alemannia Aachen - erzielte die U23 der Borussia in der Regionalliga, dennoch bleibt noch viel zu tun in Borussias Offensive (Foto: Sascha Köppen für TORfabrik.de)

Nach elf absolvierten Partien in der Regionalliga West steht Borussias U23 in jeder Hinsicht besser da als zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr. Zu allererst stehen 19 Punkte zu Buche, wo vor zwölf Monaten nur zwölf zu verzeichnen waren. Aber auch die Offensive und die Defensive kommen in der Einzelbewertung besser weg. Acht Gegentreffer in elf Spielen sind ein absoluter Spitzenwert und nicht einmal die Hälfte der 18 Gegentreffer nach elf Partien der Vorsaison. Auch die 16 erzielten Treffer sind genau sieben mehr als 2012/13. Über weite Strecken deckt sich das Zahlenwerk auch mit dem Eindruck, den der Beobachter von den Leistungen haben durfte. Viele Partien waren recht ansehnlich, das Spiel gegen Alemannia Aachen im Borussia-Park, das der VfL 5:0 gewann, war dabei eine regelrechte Gala mit Traumpässen und Toren aus dem Bilderbuch.

Nach dem Spiel gegen Schalkes Zweitvertretung am Samstag (14 Uhr) geht die Regionalliga in eine zweiwöchige Pause, und nach dem Eindruck der vergangenen Wochen wirkt es aktuell so, als käme die Pause für die Jung-Borussen nicht so ungelegen. Denn in Sachen Kreativität könnten die Akkus mal wieder etwas aufgeladen werden. Stand die Defensive zuletzt so sicher wie in dieser Saison gewohnt, so wollte es in der Offensive nicht mehr recht glücken. Gegen den KFC Uerdingen reichte ein Freistoß in der 10. Minute zum 1:0, danach gelang in 80 Minuten Überzahl kein weiterer Treffer. Die beiden folgenden Partien in Velbert und gegen Wattenscheid endeten dann 0:0. »Es war auch einfach nicht gut, was die Spieler vorne gemacht haben. Da werden immer wieder falsche Entscheidungen getroffen, im Strafraum nochmal Querpässe gespielt, wo man sich wirklich fragt, warum das so ist«, sagte Demandt nach dem zweiten torlosen Spiel gegen Wattenscheid, das als Aufsteiger allerdings keinen schlechten Eindruck im Grenzlandstadion hinterließ.

Dennoch muss man sagen, dass die Mannschaft deutlich weiter als vor einem Jahr ist. Denn wenn so oft in einem Spiel ein einziges Tor reicht, sind die Chancen, Spiele zu gewinnen, im Regelfall reichlich gegeben. Legt Stoßstürmer Giuseppe Pisano dabei Leistungen an den Tag wie gegen Aachen oder in Oberhausen, wo er in zwei Partien hintereinander fünf Treffer erzielte, ist die U23 immer für einen Treffer gut. Doch leider schwanken gerade die Leistungen des Sturmführers massiv. Besonders gut scheint dieser immer dann zu sein, wenn viele Zuschauer in großen Stadien da sind. Das war gegen Aachen und in Oberhausen so, in der Vorsaison traf Pisano in Essen vor 10.000 Zuschauern bereits viermal in einer Partie.

Die Chancen für die jungen Nachrücker aus der eigenen U19 sind recht unterschiedlich verteilt. Die meisten Einsätze aus dieser Gruppe haben bisher Nico Brandenburger auf der Sechser-Position sowie Marlon Ritter in verschiedenen Offensiv-Rollen absolviert. Beide haben bisher weitgehend überzeugt. Der mit vielen Vorschusslorbeeren gestartete Kevin Holzweiler bekam ebenfalls schon Einsatzzeit, konnte noch aber nur in Ansätzen das zeigen, was viele von ihm erwarten. Noch nicht zum Tragen kamen Offensivkräfte wie die Mickels-Brüder, Bence Szenes oder Patrick Guier, die es wahrscheinlich auch weiter schwer haben werden. Denn mit Pisano und Sven Michel sind, solange beide nicht verletzt sind, in der Regel zwei offensive Positionen schon besetzt. Und zudem sind die potenziellen Leihgaben aus dem Profibereich auch eher offensiver Natur. Vielleicht tritt der eine oder andere Spieler schon in der Winterpause an die Verantwortlichen heran, um anderenorts seine Chance zu suchen. Nazim Sangare wählte diesen Weg schon vor der Saison und hat in Aachen seine Einsätze bereits bekommen.

Nach der Pause stehen ab dem 19. Oktober noch acht Spiele bis zur Winterpause an, in denen die Richtung für die U23 vorgegeben wird. Werden weiter so fleißig Punkte gesammelt wie bisher, so sollten die ganz großen Abstiegssorgen, wieder mal ganz anders als vor einem Jahr, bereits vor Schnee und Eis ad acta gelegt sein. Und aus der stabilen Defensive heraus wird weiter gar nicht so viel notwendig sein, um oft als Sieger den Platz verlassen zu können.

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