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Ansteigende Leistung beim Rechtsverteidiger

Bekommt Matthias Zimmermann seine Chance?

Sascha Köppen

Freitag, 30. November 2012 - 08:40 Uhr

Die Lage bei Borussias Zweitvertretung ist weiterhin kritisch, doch die Leistung der Mannschaft ist ansteigend. Das hat mit dem Auftreten der Einzelspieler als Team zu tun, aber auch mit einem Leistungssprung einzelner Akteure. Das gilt besonders für Matthias Zimmermann, der im Gegensatz zu seinem mit ihm im Sommer 2011 aus Karlsruhe nach Gladbach gekommenen Teamkollegen Lukas Rupp bei den Profis bisher kaum zum Zuge kam.

Matthias Zimmermann empfiehlt sich derzeit mit guten Leistungen in der U23 (Foto: Team2)
Matthias Zimmermann empfiehlt sich derzeit mit guten Leistungen in der U23 (Foto: Team2)

Bei Borussias U23 weiß man in dieser Saison nie wirklich, woran man ist. Hatte man nach dem starken 4:1 gegen den SC Verl noch denken können, dass die Mannschaft von Trainer Sven Demandt sich vor der Winterpause wohl doch noch auf einen Nichtabstiegsplatz schieben würde, so bestehen daran nach dem 1:2 bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln doch wieder massive Zweifel. Denn weiter geht es mit der Partie gegen den Tabellen-Zweiten Fortuna Köln.

Allerdings gibt es durchaus positive Tendenzen zu beobachten, die das Spiel der Mannschaft im Gesamten, aber auch den Leistungsstand einzelner Spieler betreffen. Eines der Paradebeispiele dafür ist eine der Dauer-Leihgaben aus dem Profikader von Lucien Favre. Matthias Zimmermann kam in dieser Spielzeit bereits 16 Mal in der Zweiten Mannschaft zum Einsatz, und gerade zu Beginn der Saison trat der Rechtsverteidiger nicht gerade als der überragende Spieler in Erscheinung. Inzwischen spielt Zimmermann auffällig, schaltet sich in die Offensive ein und trat zuletzt auch als Vorlagengeber gleich doppelt in Erscheinung. Das bessere Kennenlernen der Spieler, mit denen er ja nicht gemeinsam trainiert, ist für Zimmermann selbst aber nicht der entscheidende Faktor für den Leistungssprung. »Man lernt bei Lucien Favre im Training schon viel, gerade auch im technischen Bereich. Ich merke auch selbst, dass ich zudem deutlich robuster geworden bin«, erklärt der 20-jährige Junioren-Nationalspieler.

Da den Borussen am kommenden Donnerstag ein bedeutungsloses Europa League-Spiel in Istanbul bevor steht, liegt der Gedanke durchaus nahe, dass Lucien Favre bei dieser Gelegenheit zahlreiche Stammkräfte schonen und Zimmermann einer der Kandidaten sein könnte, die so zu einem Einsatz bei den Profis kommen. »Natürlich freue ich mich über jede Chance, die ich bekomme. Aber das muss der Trainer entscheiden«, fügt Zimmermann bescheiden an. »Meine Entscheidung ist das natürlich auch nicht«, sagt zu diesem Thema auch U23-Coach Sven Demandt. »Aber ich denke schon, dass es für einige der Jungs durchaus gut wäre, eine solche Erfahrung mal zu machen«, befindet er.

Die Spielpraxis hat sich auch positiv auf die Leistung anderer Profis ausgewirkt. Branimir Hrgota merkte man beispielsweise an, dass ihm vor seinen ersten U23-Einsätzen deutlich das Gefühl eines Pflichtspieles fehlte. Inzwischen sind auch Einsätze über 90 Minuten realistisch, in seinem vierten Einsatz gegen Verl kam er zudem zu einem sehenswerten Treffer. Und da auch Giuseppe Pisano als der etatmäßige Sturmführer der U23 zuletzt in zwei Spielen dreimal traf, ist die Sturmflaute zumindest ein wenig in den Hintergrund geraten.

Dennoch kommt derzeit immer wieder etwas dazwischen. In Köln waren es zuletzt zwei individuelle Fehler und die Tatsache, dass Pisano zwar traf, aber zuvor zwei glasklare Möglichkeiten alleine vor dem Kölner Schlussmann ausließ. Gegen die Kölner Fortunen, aber sicher auch in den beiden weiteren Partien bis zur Winterpause, muss das Team die Fehler abstellen, um noch zu Punkten zu kommen. Denn wenn es der U23 nicht gelingt, sich vor der Pause aus der Abstiegszone zu befreien, könnte bei sechs Absteigern ein langer Kampf um den Verbleib in der Regionalliga West bevorstehen. Und auch Amateurdirektor Roland Virkus macht keinen Hehl daraus, dass die Vierte Liga für die Ausbildungsqualität im Verein von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist.

Ein Grund für den spielerischen Aufschwung könnte auch darin liegen, dass Demandt endlich eine Stammformation gefunden hat, die auch weitgehend so durchspielen kann. »Man sieht als Trainer schon, dass gewisse Dinge inzwischen funktionieren, die vor Wochen noch nicht so waren. Wenn wir so weiter machen und die Fehler abgestellt bekommen, werden die Punkte sich schon von selbst einstellen«, sagt Demandt und kann dafür durchaus Argumente in der Leistung seiner Spieler finden. Ideal wäre es natürlich, wenn die Mannschaft gegen Fortuna Köln mal für eine echte Überraschung sorgen könnte. Doch gerade dieser Gegner ist für Demandt das stärkste Team der Regionalliga West.

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