Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 23:00 Uhr

»Es war ein Super-Erlebnis!«
Borussia Mönchengladbachs Nachwuchsspieler Tony Jantschke scheint den Kurzabstecher zur U20-Nationalmannschaft gut verkraftet zu haben. Neuformiert und –sortiert machte er sich zusammen mit seinem Teamkollegen Fabian Bäcker auf in den Süden und formierte sich in Deutschlands neuer Elf in einer ungewohnten Form.
»Für drei Tage trafen wir uns mit der zukünftigen U20-Nationalmannschaft in der Schweiz und lernten unseren neuen Trainer Steffen Freund kennen. Eine neue Situation erwartete uns – schließlich lernte sich das neuformierte Team hier zum ersten Mal richtig kennen.«
Unter der deutschen Flagge trat die Elf von Steffen Freund gegen die Schweiz an, während die aktuelle U20-Nationalelf bei der WM ihren Auftritt hatte. Deutschlands Nachwuchsjunioren duellierten sich währenddessen in der Barockstadt der Schweizer Eidgenossen und unterlagen nach 90-Minuten knapp mit 2:3. Tony Jantschke spielte als Innenverteidiger die komplette Partie durch, sein Teamkollege aus Mönchengladbach, Fabian Bäcker, durfte erst in der letzten Viertelstunde Einsatzzeit verspüren.
Das Resümee nach der Partie fiel für Tony Jantschke nüchtern aus.
»Zwar absolvierten wir ein gutes Spiel, obwohl wir dieses verloren haben, dennoch brachte es uns einen Schritt weiter.«
Völlig neu zusammengewürfelt, dazu fernab des Fokus, da lässt sich die Einstiegsniederlage leichter verkraften und den Blick nach vorne richten.
»Zuerst denke ich an den Verein, hier will ich richtig Gas geben – dann erst kommt der Rest.«
Ein Nachkitzeln lässt dagegen etwas mehr in die Wünsche eines Nachwuchsspielers schauen...
»Natürlich würde ich gerne in der U21-Nationalmannschaft spielen und vielleicht später in der A-Nationalmannschaft. Doch dies ist noch soweit weg und zuerst wartet das Durchsetzen in meinem Verein auf mich.«
Insofern weicht Tony Jantschke den Nachfragen mit einem Lächeln souverän aus, verschweigt dagegen nicht seine Träume – warum auch? Schließlich kickte er schon als A-Jugendlicher in der Bundesliga und sorgte dabei für Furore. Dabei verlor der Youngster nicht den Boden unter den Füßen und schätzte seine Leistung jederzeit richtig ein.
Ob er nun gegen Wolfsburg im Kader der Profis steht oder bei der U23 aushilft. Tony Jantschke nimmt es nicht nur nach außen hin gelassen.
»Ich bin jung und muss noch sehr viel lernen. Selbstverständlich ist es mein Ziel, irgendwann in der Bundesliga Fuß zu fassen, genauso weiß ich, dass der Weg auch über die zweite Mannschaft führt.«
Schon im Trainingslager ließ er durchblicken, dass er sich die nötige Zeit für seine Laufbahn nimmt. Und mit gerade einmal 19 Jahren steht Tony Jantschke erst ganz am Anfang seiner fußballerischen Karriere. Eine gesunde Selbsteinschätzung ist hierbei alles andere als fehl am Platze.