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Kapitän Lars Stindl

»Viel Arbeit, viel Wille, viel Leidenschaft«

von Nadine Basten

Samstag, 30. September 2017 - 19:35 Uhr

Mit 2:1 schlägt Borussia Mönchengladbach zu Hause Hannover 96. Ein glücklicher Sieg, findet auch Kapitän Lars Stindl.

Nach der 6:1 Niederlage in Dortmund galt es für die Borussia aus Mönchengladbach, Wiedergutmachung zu leisten. Im Heimspiel gegen Hannover sollten drei Punkte her. Doch die Mannen von Trainer Dieter Hecking hatten Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen, die erste Halbzeit war zäh. »Wir wissen alle, dass wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht haben«, sagte Kapitän Lars Stindl nach der Partie. »Wir haben ganz schwer reingefunden, gerade in den ersten 20 Minuten. Auch nach der Halbzeit haben wir dann wieder ein paar Minuten gebraucht, um reinzukommen.«

Danach lief es besser für die Borussen. Zwar konnten sie sich kaum Torchancen herausspielen, doch dafür gelang der Treffer durch eine Standardsituation. Eine Verschnaufpause gab es anschließend trotzdem nicht. »Wir gehen in Führung und hatten dann eine Phase, in der wir ein bisschen Ruhe hätten reinbringen können. Stattdessen kriegen wir direkt den Ausgleich. Dann mussten wir wieder anlaufen, immer mit dem Gedanken, dass 96 sehr gut nach vorne spielt und richtig gefährlich ist.« Diese Gefahr zeigte sich auch in der Schlussphase, als Harnik für die Gäste alles hätte klarmachen können. »96 hat das einfach sehr gut gemacht, sie haben mit viel Selbstvertrauen gespielt. Wir hatten Schwierigkeiten, sie zuzustellen«, so Stindl.

Doch Hannover 96 konnte die Schwächen der Borussen nicht ausnutzen. »Wir haben ein paar falsche Entscheidungen getroffen«, räumte der Kapitän ein. »Wir hatten auch ein paar technische Fehler in unserem Spiel. So Phasen gibt es. Aber wir haben heute versucht, über andere Dinge zu gewinnen. Und das ist uns – wenn auch spät – gelungen. Mit viel Arbeit, viel Wille, viel Leidenschaft.«

Viel Wille zeigte auch Startelfdebütant Mikael Cuisance. Stindl fand, trotz des riskanten Hackentricks im eigenen Strafraum, der fast zum Gegentor geführt hätte, lobende Worte für den Youngster. »Er hat mit 18 Jahren sein erstes Spiel von Anfang an gemacht. Hut ab. Die Jungen müssen wir behutsam behandeln, damit sie sich gut entwickeln können. Die Voraussetzungen sind bei ihm sagenhaft und deshalb hoffe ich, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden.«

Das Fazit vom Kapitän zur Partie fiel trotz der aufreibenden Schlussphase sachlich und selbstkritisch aus. »Am Ende wurde es sehr emotional. Der Sieg war heute etwas glücklich. Natürlich haben wir noch den ein oder anderen Mangel in unserem Spiel. Das werden wir aber in Zukunft besser machen.«

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