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Neuer Ausrüster

Puma und Rekorde

von Marc Basten und Fabian Kirchhofer

Montag, 03. April 2017 - 21:12 Uhr

Ein neuer Ausrüster ab 2018 und erneute Rekordzahlen - Borussia Mönchengladbach konnte am Tag der Mitgliederversammlung mit guten Nachrichten wuchern. Max Eberl erhielt minutenlangen Applaus.

Eigentlich wollten es die Gladbacher Borussen spannend machen mit der Verkündung eines neuen strategischen Partners. Doch schnell sickerte die Nachricht durch, dass es sich bei diesem neuen Partner um einen alten Bekannten handelt. Am Montag wurde es dann offiziell bestätigt: Puma rüstet ab der Saison 2018/2019 die Fohlenelf aus.

Strategisch ist das eine sinnvolle Entscheidung, da viele Gladbachfans mit Puma ›groß‹ geworden sind und ganz sicher den Puma-Produkten gegenüber positiv eingestellt sein werden. Bisher hat Borussia ca. 110.000 Trikots pro Saison verkauft - künftig sollen es deutlich mehr werden.

Das neue Trikot 2018 soll mit einer ›Balance aus Historie und Innovation‹ gestaltet werden. Doch bis dahin wird die Fohlenelf weiter von Kappa ausgerüstet, in diesem Sommer wird es die letzte Kappa-Kollektion geben.

Die Partnerschaft mit Puma ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Der Kontrakt läuft über sechs Jahre und beinhaltet eine Option auf zwei weitere. Zu den finanziellen Konditionen wurden zwar keine Angaben gemacht, doch Borussia wird deutlich mehr bekommen als bisher.

Nach der Verkündung des neuen Partners fand die Mitgliederversammlung statt, auf der zum dritten Mal in Folge neue Rekordzahlen verkündet wurden. Rund 37 Millionen Euro Gewinn (vor Steuern) machte die Borussia, es war das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte.

1.526 Mitglieder waren am frühen Montagabend anwesend im Borussia-Park - 81.371 Mitglieder hat der Verein aktuell. Die Anwesenden begrüßten Trainer Dieter Hecking mit Standing Ovations, Sportdirektor Max Eberl erhielt minutenlangen Applaus. Seine Vertragsverlängerung (Eberl: »Ich brauchte einen Moment, um über mein Leben nachzudenken«) stößt bei den Mitgliedern auf vollste Zustimmung.

»Wir müssen an unserem Weg festhalten«, forderte Eberl und formulierte seine Wünsche: Demut, Zusammenstehen, Realismus, aber Erfolgsgeilheit. »Dafür stehe ich und deswegen habe ich verlängert«.

Wichtige Projekte (Vergrößerung des Internats, Ausbau des Lizenzspielerbereichs) werden angestoßen, zudem geht der Blick weiter über den Tellerrand hinaus. »China ist ein interessanter Markt«, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers. »Aber mit Fingerspitzengefühl.«

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