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Misserfolgswoche

Keine bleibenden Schäden

von Marc Basten

Sonntag, 19. März 2017 - 20:35 Uhr

Borussia Mönchengladbach zeigte gegen Bayern München viel Moral, doch der Aufwand wurde nicht belohnt. Einige Fragezeichen begleiten die Fohlenelf in die Länderspielpause.

Borussia Mönchengladbach hat sich gegen Bayern München achtbar verkauft. Dieser Satz dürfte unwidersprochen stehen bleiben, insbesondere wenn man die Umstände berücksichtigt, unter der die Fohlenelf dem Rekordmeister begegnete.

Die Bayern waren ausgeruht und hatten angesichts der nicht mehr vorhandenen Konkurrenzsituation in der Liga keinerlei Druck. Dagegen kamen die Borussen arg gebeutelt daher, mit Stindl, Kramer, Johnson und Dahoud fehlten wichtige Basisspieler. Nicht zu vergessen der Rucksack, den alle spielfähigen Akteure mit sich herumschleppten.

Sechs englische Wochen in den Knochen, dazu das schon tragische Ausscheiden in der Europa League. Physisch und psychisch waren die Borussen am absoluten Limit. Dass sie gegen Bayern nochmal 120 Kilometer abspulten und bis in die Nachspielzeit hinein im Spiel waren, spricht für die Moral der Truppe.

Von daher besteht die berechtigte Hoffnung, dass die letzte Woche vor der Länderspielpause keine bleibenden Schäden hinterlässt. Die Niederlage in Hamburg, das Ausscheiden gegen Schalke und jetzt die Heimniederlage gegen Bayern müssen zwar verarbeitet werden, sie werden das Team aber nicht herunterziehen.

Zum Glück hat man zuletzt so gut gepunktet, dass jetzt zwei Niederlagen in Folge nicht gleich einen Totalabsturz in der Tabelle nach sich ziehen. Allerdings muss man sehr wachsam sein und im Blick behalten, was sich da im Tabellenkeller bewegt. Dort wird ungewöhnlich gepunktet und das aktuelle Fünf-Punkte-Polster auf Rang 16 ist keine Garantie.

Gleichwohl hat das Team auch in dieser ›Misserfolgswoche‹ gezeigt, dass es über Qualität verfügt. Nach dem Break werden einige Spieler zurückerwartet (Stindl, Dahoud, möglicherweise Johnson) und auch wenn es mit einer englischen Woche in der Liga losgeht, wird danach die Belastung geringer. Eine frischere Mannschaft ist definitiv in der Lage, den Abstand nach unten auszubauen und möglicherweise die Konstellation in dieser verrückten Liga zu nutzen, um nochmal in Richtung Europa anzugreifen.

Dieter Hecking hinterlässt jedenfalls einen wohltuend unaufgeregten Eindruck nach dieser unter dem Strich so bitteren Woche. Das sollte sich auf die Mannschaft übertragen lassen.

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