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Doppelpacker Johnson

»So sollte es in einer guten Mannschaft sein«

von Nadine Basten

Sonntag, 05. März 2017 - 12:19 Uhr

Es sind glückliche Tage für Fabian Johnson. Nicht nur, dass er mit Borussia Mönchengladbach das erste von drei Spielen gegen Schalke 04 gewinnen und mit zwei Toren wesentlich zum Sieg beitragen konnte, er ist auch zum ersten Mal Vater geworden.

»Die Partie heute war zum Glück ein Abendspiel, da konnte ich vorher noch ein bisschen schlafen«, sagte Fabian Johnson, dessen Sohn in der Nacht des 3. März zur Welt kam. »Meiner Frau und meinem Sohn geht es gut und wir sind überglücklich«. Sein Glück konnte er am Samstag mit zwei wichtigen Treffern gegen Schalke vergolden.

Vor dem Spiel war es Lars Stindl, der mit seiner guten Leistung und seinen Toren herausstach. Trainer Dieter Hecking trat jedoch auf die Euphorie-Bremse. Er betonte immer wieder, dass die Mannschaft nicht nur aus Lars Stindl bestünde und forderte, dass auch die anderen Spieler sich vor dem Tor zeigen sollten. Und die Ansage scheint angekommen zu sein, denn statt Stindl trafen diesmal Wendt, Raffael und Johnson doppelt. »Wir versuchen das umzusetzen, was der Trainer uns an die Hand gibt. Bis jetzt machen wir das ganz gut«, sagte der US-Amerikaner. Er verriet außerdem, dass Hecking auch an ihn persönlich Forderungen gestellt hat. »Der Trainer hat mir ans Herz gelegt, offensiver zu spielen. Das hat ganz gut geklappt heute«.

Im Vorfeld der Partie wurde viel über eine mögliche Rotation, gerade auf den Außenbahnen, diskutiert. Im Vergleich zum Pokalspiel gegen den HSV war letztendlich Johnson der einzige, der neu in die Startelf kam. Der zuletzt schwächere Hofmann musste auf der Bank Platz nehmen. »Jeder versucht, seine Chance zu nutzen. Es ist auch eine sehr laufintensive Position, da braucht jeder mal seine Pause«, sagte Johnson. Doch er sieht in der Rotation einen Vorteil für das Team. »Wenn der eine müde ist, steht der nächste parat. So sollte es in einer guten Mannschaft sein«.

Nur noch einen Punkt hinter Köln

Die oft erwähnte Müdigkeit zeigte sich im Spiel gegen Schalke nicht. Gerade in den Umschaltaktionen konnten die Borussen mit Tempo und guten Kombinationen glänzen. Die Schalker kamen in der Defensive oft einfach nicht hinterher. Vorallem die zweite Halbzeit gehörte den Gladbachern. »Dass wir in der zweiten Hälfte so gut sind, spricht für unsere Fitness. Wir wissen, dass wir hintenraus noch immer die Tore machen können«, sagte Johnson dazu.

Nach dem Sieg über Schalke steht Mönchengladbach in der Bundesliga-Tabelle wieder gut da. Platz acht und nur noch einen Punkt hinter dem 1. FC Köln. »Wir sollten uns jetzt aber nicht verrückt machen lassen«, warnte Johnson. »Vor ein paar Wochen hat alles noch anders ausgesehen, jetzt gucken alle plötzlich wieder nach oben«.

Nach oben bedeutet einen Platz unter den ersten sechs, aber auch die Möglichkeit, Titel zu holen. »Jeder der Fußball spielt, will auch Titel gewinnen aber dafür müssen wir weiter hart arbeiten.« Der erste wichtige Schritt in der Bundesliga ist getan, doch jetzt gilt es, den Fokus auf die Europa League zu richten. Auf einen neuen Gegner muss man sich dabei glücklicherweise nicht mehr einstellen.

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