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Startphase verpennt

»Nicht präsent genug«

von Marc Basten

Sonntag, 03. Dezember 2017 - 22:18 Uhr

Dreimal musste Yann Sommer in Wolfsburg den Ball aus dem Tor holen. Entsprechend bedient war der Schweizer anschließend. Nicht nur er hatte sich das alles ganz anders vorgestellt.

Yann Sommer ist zum zweiten Mal geschlagen - Didavi trifft per Lupfer (Foto: Stuart Franklin / Bongarts / Getty Images)
Yann Sommer ist zum zweiten Mal geschlagen - Didavi trifft per Lupfer (Foto: Stuart Franklin / Bongarts / Getty Images)

Den Sieg gegen die Bayern im Gepäck, dazu die Erkenntnis, dass man in fremden Stadien nach zuletzt drei Siegen in Folge äußerst stabil ist - die Voraussetzungen waren für die Gladbacher Borussen in Wolfsburg richtig gut. Zudem hatten die Konkurrenten im oberen Tabellendrittel eine feine Vorlage geliefert - der Sprung auf Platz 2 wäre möglich gewesen. Da hätte man eine Woche vor dem Topspiel gegen Schalke ein richtiges Zeichen setzen können.

Doch eine sehr eigentümliche Anfangsphase in Wolfsburg holte die Gladbacher ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen zurück. Yann Sommer wusste gar nicht, wie ihm geschah. Nach 25 Minuten stand es bereits 2:0 für die Gastgeber, während seine Vorderleute noch gar kein Land gesehen hatten.

»Wir haben zu viele Räume gelassen, kamen gar nicht in die Zweikämpfe und die Rückräume waren immer offen für Wolfsburg«, monierte der Schweizer anschließend. »Dann hat Wolfsburg zu viel Qualität in der Offensive, um das nicht auszunutzen.«

»Letztendlich auch verdient verloren«

Beim Treffer nach vier Minuten von Malli hatte Sommer die Fingerspitzen noch am Ball, konnte ihn aber nicht mehr entscheidend abwehren. Beim vorentscheidenden 2:0 wurde er von Didavi überlupft. Das war stark vom Wolfsburger, Sommers Vorderleute hatten ihm aber auch sehr zuvorkommend den Weg geebnet.

»Wir waren nicht präsent genug und Wolfsburg hat das effizient ausgenutzt«, ärgerte sich Sommer. »Dann ist es schwierig und du rennst einem 2:0 hinterher. Trotzdem muss ich sagen, dass wir einige gute Möglichkeiten hatten, die wir nicht genutzt haben. So haben wir letztendlich auch verdient verloren.«

Die ersten 25 Minuten brachen den Borussen letztlich das Genick. Warum die Mannschaft so apathisch ins Spiel gegangen war, blieb auch für den Goalie ein Rätsel. »Man kann es nicht erklären, dass man an manchen Tagen nicht so griffig ist auf dem Platz.«

Dass der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst wurde, interessierte Sommer nur am Rande. »Wichtiger ist, dass wir das Spiel heute analysieren und es dann gegen Schalke von Beginn an besser machen.« Sonst wird es wieder ein böses Erwachen geben.

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