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Vincenzo Grifo

»Ich liebe den Fußball«

von Marc Basten

Sonntag, 29. Oktober 2017 - 12:01 Uhr

Vincenzo Grifo war fraglos der Spieler des Tages in Sinsheim, wenn man denn aus einer guten Gladbacher Mannschaft einen Akteur besonders hervorheben möchte. Der Italiener feierte ein beeindruckendes Startelfdebüt.

Vincenzo Grifo überzeugte bei seinem ersten Startelfeinsatz (Foto: Simon Hofmann / Bongarts / Getty Images)
Vincenzo Grifo überzeugte bei seinem ersten Startelfeinsatz (Foto: Simon Hofmann / Bongarts / Getty Images)

Es war keine einfache Zeit für Vincenzo Grifo, der im Sommer mit einer hohen Erwartungshaltung von Freiburg nach Mönchengladbach gewechselt war. »Ich habe die komplette Vorbereitung mitgemacht und dann wirft mich diese Verletzung zurück«, blickte der Italiener nach seinen ersten 90 Minuten im Trikot der Borussia auf die komplizierten letzten Monate. »Da musste ich geduldig sein. In dieser Phase habe ich hart an mir gearbeitet und auch konditionell an vielen Schrauben gedreht. Heute wurde ich dafür belohnt. Ich war froh, wieder auf dem Platz zu sein. Ich liebe den Fußball.«

Das unterstrich der 24-Jährige mit einer formidablen Vorstellung. Er war gemeinsam mit Hazard der laufstärkste Borusse und stellte am Ball seine Fertigkeiten unter Beweis. Die Mischung aus Technik und fußballerischer Schlauheit war ein belebendes Element für Gladbachs Offensivspiel. Schon in der ersten Halbzeit zeigte Grifo sein ›feines Füßchen‹, als er den Ball an den Pfosten schlenzte. Seine Standards waren allesamt gefährlich, den direkten Freistoß klärten Baumann und die Latte.

»Wir hatten zu Beginn sehr gute Chancen, aber dann ist Hoffenheim in Führung gegangen«, sagte Grifo. »Doch wir wussten, dass wenn wir genauso weitermachen und geduldig sind, wir auf jeden Fall unsere Chance bekommen. Die haben wir genutzt.«

Grifo war am Umschwung nach der Pause ursächlich beteiligt. Seine Hereingabe verwertete Hazard zum Ausgleich und die Vorbereitung zum 2:1 durch Ginter war schlichtweg Weltklasse. »Es ist schön, dass Vincenzo, der lange warten musste, endlich eindrucksvoll seine Qualitäten zeigen durfte«, freute sich Sportdirektor Max Eberl. Bislang war Grifo nur zu zwei Kurzeinsätzen gekommen.

»Er hat seine Chance eindrucksvoll genutzt«, bestätigte Trainer Dieter Hecking. Für weitere Startelfeinsätze hat sich Vincenzo Grifo mehr als nur aufgedrängt, auf eine Kampfansage verzichtete er dennoch. »Ansprüche stelle ich jetzt keine«, sagte er. »Über die Aufstellung entscheidet immer noch der Trainer. Ich habe versucht, mich heute zu zeigen. Es war ein riesen Spiel von uns als Mannschaft.« Mit einem unwiderstehlichen Vincenzo Grifo.

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