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Comeback von Christoph Kramer

»Habe gemerkt, dass noch 92 Prozent fehlen«

von Nadine Basten

Samstag, 06. Mai 2017 - 22:41 Uhr

Christoph Kramer gab beim 1:1 von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Augsburg sein Comeback. Nach dem Spiel sprach er über die enttäuschende Partie und den Support der Fans.

Christoph Kramer ist wieder zurück (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)
Christoph Kramer ist wieder zurück (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Nach seinem Innenbandteilriss im Knie stand Kramer erstmals wieder im Kader. 25 Minuten konnte er seinen Kollegen dann auch aktiv helfen. Denn zum Zeitpunkt seiner Einwechslung lagen die Borussen mit 0:1 hinten. Erst in der letzten Minute der Nachspielzeit gelang der Ausgleich. »Man hat zwar immer noch gehofft, aber damit gerechnet haben wir nicht mehr«, kommentierte Kramer den glücklichen Treffer.

»In der ersten Halbzeit haben wir 25 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Es wäre wichtig gewesen, wenn du dann in Führung gegangen wärst.« Stattdessen erzielte der FCA nach einer knappen Stunde das Tor. Und die Mannen von Trainer Dieter Hecking ließen deutlich nach. »Wir waren sehr nervös und hektisch, hatten keine klare Linie mehr. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir nicht noch das zweite Tor kassiert haben«, sagte Kramer.

Einen Grund, warum die Mannschaft unruhig spielte, sah Kramer in der fehlenden Unterstützung der Fans. »Obwohl wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten, hat das Publikum bei jedem Rückpass gepfiffen«. Kramer könne die Fans zwar verstehen, verurteilte trotzdem ihr Verhalten. »Es ist verständlich, dass alle heute drei Punkte wollten, um in der Tabelle nochmal ranzurücken. Dann ist die Enttäuschung natürlich groß. Ich kann auch verstehen, wenn man seinen Unmut äußert, aber die Pfiffe bringen niemandem etwas.«

Vorallem seine jüngeren Teamkollegen nahm Kramer dabei in Schutz. »Wir sind alle Profis, aber man lässt sich davon schon ein bisschen leiten. Gerade die jüngeren Spieler. Und heute standen fünf Jungs unter 21 auf dem Platz. Das nervt mich dann schon.«

Kramer selbst war trotz der Enttäuschung über die Leistung froh, wieder auf dem Platz stehen zu können. »Es ist einfach schön, wieder Fußball zu spielen. Ich fühle mich super. Aber trotz der Euphorie merke ich, dass mir noch ein paar Körner fehlen. Nach einer Minute habe ich gemerkt, dass da noch 92 Prozent fehlen«, scherzte er.

Wie lange es noch dauert, bis diese fehlenden Prozente wieder da sind, konnte Kramer noch nicht sagen. »Ich will mir keinen Druck machen. Laszlo und Mo machen es im Moment gut, also muss ich jetzt nicht unbedingt ran.«

Es bleibt also abzuwarten, inwieweit Kramer seiner Mannschaft in den letzten zwei Spielen helfen kann. Dem Ziel internationale Plätze ist man durch das Remis gegen Augsburg nicht wirklich nähergekommen. »Der Punkt ist im Moment noch nicht wichtig, könnte aber noch sehr wichtig werden. Aber wir sollten jetzt nicht anfangen zu rechnen. Du musst die maximale Ausbeute holen, dann hast du vielleicht noch eine Chance.«

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