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Mamadou Doucouré

»Es war sehr hart für mich«

von Nadine Basten und Marc Basten

Sonntag, 08. Januar 2017 - 17:01 Uhr

Mamadou Doucouré ist zwar schon ein halbes Jahr in Mönchengladbach, dennoch ist er ein Neuzugang. In Marbella ist er endlich ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Mamadou Doucouré arbeitet daran, schnell bei 100 Prozent zu sein (Foto: Picturepool / TORfabrik.de)
Mamadou Doucouré arbeitet daran, schnell bei 100 Prozent zu sein (Foto: Picturepool / TORfabrik.de)

Dass Max Eberl & Co den hochtaltentierten und europaweit begehrten 18-jährigen Mamadou Doucouré im Sommer aus Paris nach Gladbach holen konnten, war ein echter Transfercoup. Blöd nur, dass sich Doucouré in seinem letzten Spiel für PSG so schwer verletzte, dass er die gesamte Hinrunde ausfiel.

Ein Muskelbündelriss kostete ihn ein halbes Jahr. »Während meiner Jugendzeit bei PSG habe ich eigentlich immer gespielt. Da hatte ich nie so eine Verletzung. Es war sehr hart für mich«, erzählt der Franzose. Im Kurz-Trainingslager in Marbella ist er dabei, steht endlich wieder auf dem Fußballplatz. »Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Es ist nicht einfach, wenn man neu ist und sechs Monate nur verletzt zuschauen kann.«

Die Konstellation war kompliziert, weil er sich den Schritt nach Deutschland natürlich ganz anders vorgestellt hatte. »Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass sich alle um mich kümmern«, sagt er. »Ich habe mir aber auch immer gesagt, dass ich aus der Situation etwas Positives rausziehen muss. Als Mensch muss ich daraus lernen, dass sowas dazu gehört.«

Nun will er aber einen Haken an die letzten Monate machen und sich auf dem Spielfeld zeigen. »Für mich zählt es jetzt einfach, gut ins Training zurückzukommen. Ich will mich einfinden und an meine Mannschaftskameraden gewöhnen, von ihnen Tipps erhalten und mich verbessern. Das ist wichtig. Allzugroße Ziele möchte ich mir nicht setzen.«

Durch den Trainerwechsel hat sich für Doucouré nichts verändert. »Ich habe ja unter André Schubert nicht trainieren können, weil ich verletzt war.« Der allgemeine Neustart unter Hecking ist für Doucouré der Start in Gladbach überhaupt. Somit ist er praktisch neben Timothée ‚Kolo‘ Kolodziejczak der zweite Neuzugang. Dass mit Kolo ein Landsmann zur Borussia gekommen ist, freut Doucouré. »Es ist gut, dass Kolo da ist, weil ich mit ihm Französisch reden kann. Aber auch sportlich finde ich ihn sehr interessant, weil er auch ein Verteidiger ist, einer der schon viel Erfahrung hat und von dem ich lernen kann. Davon dass er hier ist, kann ich sehr profitieren.«

Der aktuelle Fahrplan für Doucouré ist klar: »Ich bin im engen Austausch mit den Trainern und den Physios. Sie haben mich aufgefordert, nach jeder Einheit Rückmeldung zu geben. Das Programm im Moment sieht so aus, dass ich eine Einheit mitmache und dann eine Einheit kürzer trete. Wenn es irgendwo zwickt, sage ich sofort Bescheid. Nach den Erfahrungen in den letzten Monaten wollen wir keinen Schritt zu schnell machen.«

Ein wenig wird es also noch dauern, bis Mamadou Doucouré für Dieter Hecking eine vollwertige Alternative darstellt. Die ersten Tage auf dem Platz lassen allerdings die Vermutung zu, dass ein fitter Doucouré für die Borussia ein immens interessanter Spieler sein kann.

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