Dienstag, 30. August 2011 - 18:08 Uhr
Der Aufschwung von Borussia Mönchengladbach in den letzten Monaten und die Freude über den Klassenverbleib haben ein wenig überdeckt, dass auf Seiten der Borussen ein Spieler mit der Amtsübernahme von Lucien Favre zum großen Verlierer wurde: Tobias Levels.
Zuvor als Rechtsverteidiger gesetzt, durfte er unter Favre nur zweimal ran. Nach dem Spiel in Wolfsburg (in der TF-Einzelkritik wurde ihm eine „regelrecht plumpe Zweikampfführung“ attestiert) setzte der neue Trainer auf Tony Jantschke und Tobias Levels verschwand quasi von der Bildfläche.
Jantschke machte seine Sache gut, rein sportlich gab es an der Entscheidung des Trainers nichts auszusetzen. Schon mit Ende der Saison teilten Borussias Verantwortliche Tobias Levels mit, dass man in Zukunft nicht auf ihn bauen würde und legte ihm nahe, sich einen neuen Verein zu suchen.
Der bei den Fans als Ur-Borusse geachtete und bei den Mitspielern nicht zuletzt wegen seiner Sprachkenntnisse geschätzte Tobias Levels rutschte also innerhalb weniger Monate von einem wichtigen Basisspieler in die (sportliche) Bedeutungslosigkeit.
Dass ein Vereinswechsel nicht ganz einfach würde, stand fest. Tobias Levels hat einen angemessen dotierten Vertrag bis 2013 bei Borussia und hatte zumindest bis Ende Februar das Selbstverständnis, ein gestandener Bundesligaspieler zu sein.
Nunmehr hat es fast bis zum Ende der Transferperiode gedauert, bis sich der 24-Jährige für einen neuen Klub erwärmen konnte, der eine Etage tiefer angesiedelt ist. Wie in den letzten Tagen schon bekannt wurde, schnürt er ab sofort die Schuhe für Fortuna Düsseldorf. Levels wird bis zum Saisonende in die Nachbarstadt ausgeliehen und will mit der Fortuna einen Aufstiegsplatz anvisieren.
Für beide Seiten ist dieses Leihgeschäft sicherlich eine vernünftige Lösung. Tobias Levels sucht sein Glück bei Fortuna. Könnte passen …