Montag, 18. April 2011 - 14:30 Uhr

Der 29.Mai rückt immer näher, jener Tag an dem die Jahreshauptversammlung von Borussia Mönchengladbach den Kurs des Vereins für die kommenden Jahre bestimmen wird. Sowohl die 'Offensive' als auch die 'Initiative' haben fristgerecht Anträge zur Satzungsänderung gestellt und wollen dem Verein eine neue Richtung vorgeben.
Viele Mitglieder sind erbost aufgrund des (fast) sicheren nächsten Bundesliga-Abstiegs und diverse Gerüchte geisterten in den letzten Wochen durch das Umfeld des Borussia-Parks.
Nun haben sich Präsident Rolf Königs, Vize-Präsident Rainer Bonhof und Sportdirektor Max Eberl in einem Beitrag des WDR-Magazins 'Sport Inside' (Ausstrahlung heute Abend ab 22:45 Uhr) zu ihrer Zukunft geäußert. Einen Rücktritt von Präsident Königs wird es dabei ebenso wenig geben wie einen Verzicht von Rainer Bonhof oder Max Eberl auf ihre Posten.
»Ich bin bis 2013 gewählt und der Königs bleibt auch bis 2013«, zitiert der WDR in einer Pressemitteilung den Präsidenten von Borussia Mönchengladbach. »Und wenn nichts dazwischen kommt, habe ich auch vor, noch länger zu bleiben.« Auch für den Fall des Abstiegs bleibe er selbstverständlich im Amt, berichtet Königs dem WDR weiter.
Bei 'Sport Inside' äußerte er Verständnis für die Enttäuschung der Mitglieder, weist aber andererseits auf die positiven Entwicklungen unter seiner Führung hin. »Wir haben es geschafft den Verein wirtschaftlich zu gesunden. Unsere Infrastruktur ist fantastisch und im Prinzip ist das Stadion der Star.« Natürlich weiß auch Königs, dass die Stabilität im sportlichen Bereich derzeit fehlt. »Da müssen wir mehr Stabilität reinkriegen«, so Königs.
Seit sieben Jahren bekleidet Rolf Königs nun das Amt des Präsidenten der Borussia und verpflichtete neben vier Sportdirektoren auch elf Trainer. »Nachher ist man immer schlauer, es war nicht immer alles perfekt. […] Aber seit 2007 setzen wir voll auf Kontinuität und Stabilität und die Garanten dafür sind Max Eberl, Rainer Bonhof und jetzt auch Lucien Favre.«
Die sportlichen Verantwortlichen scheinen also trotz des wohl bevorstehenden Abstiegs die volle Rückendeckung des Präsidenten zu genießen und geben sich gegenüber dem WDR ebenfalls kämpferisch. »Ich habe noch nie an Rücktritt gedacht«, wird Rainer Bonhof zitiert und auch Sportdirektor Max Eberl sieht keinen Grund, dass Handtuch zu werfen, »ich laufe nicht weg«.
»Wir haben was angefangen hier, wir haben die Jugendakademie entwickelt, wir haben in den letzten zwei Jahren was auf den Weg gebracht und da sind schon viele Dinge die richtig gut funktioniert haben«, wagt Eberl einen Rückblick auf sein Wirken bei Borussia Mönchengladbach. Ob die Mitglieder dies ähnlich sehen, wird der 29.Mai zeigen.