Samstag, 01. Mai 2010 - 14:43 Uhr
Es war der 30. April 1970, an dem Borussia Mönchengladbach die erste von insgesamt fünf deutschen Meisterschaften perfekt machte. An einem Donnerstagabend im altehrwürdigen Stadion am Bökelberg wurden die „goldenen Jahre“ des VfL eingeläutet.
Genau vierzig Jahre nach diesem ersten großen Triumph fanden sich die Protagonisten von damals wieder in Mönchengladbach ein. Ein freudiges Wiedersehen, denn fast der komplette Kader fand Zeit und Gelegenheit, den Ehrentag gebührend zu feiern. Werner Kaiser musste schweren Herzens absagen, da er im Urlaub weilte, Günter Netzer war auf einer Hochzeit in der Schweiz. Dazu musste Winni Schäfer passen. Wie es sich für einen Fußballer gehört, mit einem mannhaften Grund: Schäfer wurde am Meniskus operiert. Außerdem hatte Berti Vogts abgesagt – warum, ist nicht überliefert.
Ansonsten war ‚volles Haus‘ und rund 40 Gäste verlebten im Borussia-Park im ‚VIP-Club Bökelberg‘ einen schönen Abend. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert und alte Geschichten ausgestauscht.
Zuvor wurde die Stätte des Triumphs besucht – per Bus ging es mit dem gesamten Vorstand von Borussia zum Bökelberggelände. Der Bogen zum VfL von 2010 wurde mit einer kurzen und knackigen Stadionführung im Borussia-Park geschlagen. Im Mittelkreis des neuen Stadions wurden ein Mannschaftsfoto und noch einige weitere Erinnerungsfotos geschossen.
Ein Foto gab es auch als Erinnerungsgeschenk für die Meisterspieler von 1970: Das legendäre Kabinenbild mit der Meisterschale.
Unter den Gästen befand sich auch Rudi Schlott, der 1970 als Assistent vom großen Hennes Weisweiler fungierte und drei Jahre später beim Pokalfinale gegen den 1. FC Köln als Cheftrainer der Geißböcke den legendären Treffer von Günter Netzer über sich ergehen lassen musste.
Altgediente Journalisten, die Borussia schon in den 70er-Jahren begleiteten, standen ebenfalls auf der Gästeliste. Neben Otto Schütz (Rheinische Post) waren Dieter Kürten (ZDF), Klaus Bockelkamp (Bild) und Jochen Hageleit (WDR) dabei.
Ein rundum gelungener Abend für die Helden von einst. Selbst ohne Netzer, Vogts und Heynckes Jupp. Letzterer war 1970 nämlich nicht bei Borussia, sondern kickte bei Hannover 96 …